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Die Handlung von Becky

Die 13-jährige Becky (Lulu Wilson) versteht die Welt nicht mehr. Ihre Mutter ist erst vor einem Jahr an Krebs gestorben und schon steht ihr Vater Jeff mit einer neuen Frau vor der Tür, die er zu allem Überfluss auch noch heiraten will. Um die Wogen ein wenig zu glätten, hat Jeff deshalb einen Wochenendausflug zu ihrem Haus am See geplant, jedoch hat er seiner Tochter dabei verheimlicht, dass auch seine Neue Kayla und ihr Sohn Ty mit von der Partie sein werden. Wutentbrannt rennt sie weg und versteckt sich in ihrem kleinen Schuppen. Ein Glück für sie, denn nur wenige Stunden später verschaffen sich der Neonazi Dominick (Kevin James) und seine Gang aus kürzlich entflohenen Schwerverbrechern Zutritt zum Haus ihres Vaters. Im Keller des Hauses soll sich nämlich ein mysteriöser Schlüssel befinden, den Dominick unbedingt in die Finger bekommen will. Ohne Rücksicht stellt er die Bude auf den Kopf und versucht durch Gewalt Informationen aus Jeff, dessen Freundin und dem kleinen Ty herauszubekommen.

Doch Dominick hat die Rechnung ohne Becky gemacht, die nur darauf wartet, ihre innere Wut an jemanden auslassen zu können. Während Dominick nämlich mit den Geiseln beschäftigt ist, bereitet sich die 13-Jährige mit selbst gebauten Fallen und Waffen auf einen Angriff vor...


Kritik zu Becky

Mit dem Home-Invasion-Thriller „Becky“ haben die Macher von „Bushwick“ – Cary Murnion und Jonathan Milott – ordentlich in die Trickkiste gegriffen. Nicht nur, dass sie ein kleines gerissenes Mädchen, das hier hervorragend von dem Jungstar Lulu Wilson verkörpert wird, in den Vordergrund stellen, sondern sie besetzen die Rolle des rechtsradikalen Bösewichts auch noch mit US-Comedian und Teddybär Kevin James.

James, den unzählige Serienliebhaber vor allem als Doug Heffernan aus dem Sitcom-Evergreen „King of Queens“ kennen, hat schon zum Anfang seiner Karriere gesagt, dass er gerne auch mal das genaue Gegenteil des liebenswürdigen Paketboten mimen würde. Immerhin wurde ihm dieser Wunsch nun nach 15 Jahren in Hollywood mit „Becky“ erfüllt. In dem brutalen Home-Invasion-Thriller tritt er als Dominick auf, ein ruchloser Schwerverbrecher, der mit seinen Nazi-Tattoos und rechtsradikalen Parolen schockt. Auch wenn es manchem Fan schwerfällt, ihn tatsächlich in der Rolle des Antagonisten zu sehen, macht Kevin James seine Sache in „Becky“ objektiv betrachtet einfach wahnsinnig gut.

Als Gore- und Splatter-Film präsentiert, kommen wir in „Becky“ hier und da in den Genuss von ekelerregenden Effekten und brutalen Szenen. Wer nun aber ein Splatter-Fest à la „Deathgasm“, „Saw“ oder „Hobo with a Shotgun“ erwartet, wird wohl leider enttäuscht werden. Die Brutalität nimmt nämlich erst in den letzten Minuten des Films an Fahrt auf, vorher setzt „Becky“ eher auf starke Charaktere, Lulu Wilsons One-Woman-Show mit Coming-of-Age-Elementen und letztlich Kevin James' Neonazi-Raison d'Être. Stark: 2024 erscheint „Becky 2 – She's Back!“.

Lohnt sich, weil „Becky“ den perfekten Spagat zwischen schwarzhumoriger Coming-of-Age-Dramedy und hyperbrutalem Gore-Thriller landet. Lulu Wilson ist einfach eine Wucht – und Kevin James bockt als Antagonist erst recht!