Fortsetzung von "Schnappt Shorty", in der John Travolta den neuen Player in der Musikszene gibt.

Kinostart: nicht bekannt

John Travolta

John Travolta
als Chili Palmer

Uma Thurman

Uma Thurman
als Edie Athens

Vince Vaughn

Vince Vaughn
als Raji

CedrictheEntertainer
als Sin LaSalle

Robert Pastorelli
als Joe Loop

André Benjamin
als Dabu

Christina Milian
als Linda Moon

Steven Tyler
als Steven Tyler

Paul Adelstein
als Hy Gordon

Debi Mazar
als Marla

Gregory Alan Williams
als Darryl

Harvey Keitel
als Nick Carr

Dwayne Johnson
als Elliot Wilhelm

Danny DeVito
als Martin Weir

James Woods
als Tommy Athens

Wyclef Jean
als Wyclef Jean

Gene Simmons
als Gene Simmons

Null
als The RZA

Anna Nicole Smith
als Anna Nicole Smith

Fred Durst
als Fred Durst

Minae Noji
als Miss Bangkok

Sérgio Mendes
als Sergio Mendes

Arielle Kebbel
als Robin

Kimberly J. Brown
als Tiffany

Joe Perry
als Joe Perry

Anthony Ribustello
als Fast Freddie

Steve Maye
als Steve

Alex Kubik
als Roman Bulkin

Darren Carter
als Glenn

Carol Duboc
als Pumpkin

Jordan Moseley
als Deshawn

Margaret Travolta
als Marge

Handlung

Chili Palmer (John Travolta), coolster Gangster aus Miami und deshalb prädestinierter Hecht im Entertainmentteich, lässt das Filmbusiness hinter sich und sucht neue Herausforderungen in der Musikindustrie. Dort macht er die Erfahrung, kaum der einzige Outlaw auf weiter Flur zu sein: Russische Mobster und Gangster-Rapper, denen der Finger am Abzug erschreckend locker sitzt, machen ihm mächtig Konkurrenz beim Versuch, eine schöne und talentierte Nachwuchskraft namens Linda Moon (Christina Milian) an die Chartsspitze zu führen.

Der Hitman wird zum Hitproduzenten im Sequel zu Kriminalkomödien-Kulthit "Get Shorty". Promis von Vince Vaughn und Harvey Keitel über André Benjamin und Steven Tyler bis zu "The Rock" und Travoltas "Pulp Fiction"-Tanzpartnerin Uma Thurman ließen sich da nicht lange bitten. Danny DeVito produzierte.

Weil die Filmbranche keine Inspiration mehr darstellt, drängt Ex-Gangster Chili Palmer ins Musikgeschäft. Als neuer Manager des Talents Linda Moon hat er die richtige Eintrittskarte, aber auch viele Feinde. Lindas Ex-Manager fühlt sich gelinkt, will seine Rache. Russische Mafiosi wollen Chili als Mordzeugen ausschalten, und ein Musikproduzent fordert mit seiner Gangsta-Gang die Begleichung von Altschulden.

Den Ex-Geldeintreiber Chili Palmer zieht's ins Musikbusiness. Zusammen mit der jüngst verwitweten Edie, Betreiberin eines Independent-Plattenlabels, will er die knackige Jung-Sängerin Linda Moon groß rausbringen. Doch das ist kein leichtes Unterfangen, hat Chili doch jede Menge Ärger am Hals. Russische Gangster ebenso wie gemeingefährliche Promo-Gurus, vor allem aber einen Musikproduzenten namens Sin LaSalle, der mit seiner unterbelichteten Gangsta-Sippe stets aufs Begleichen offener Rechnungen pocht.

Kritik

Was dem Spin-off ("Out of Sight"-TV-Ableger "Karen Sisco") aus dem Elmore-Leonard-Fundus nicht gelang, nämlich vom Publikum angenommen zu werden, soll und wird eine Fortsetzung jetzt richten. Zehn Jahre nach "Schnappt Shorty" ist John Travolta auf der Basis einer weiteren Romanvorlage Leonards wieder als Ex-Geldeintreiber und Meistermanipulator Chili Palmer aktiv, besetzt nun im Musikgeschäft ein neues Revier und hat mit Uma Thurman eine alte Partnerin im Arm, mit der er zuletzt in "Pulp Fiction" kultgeprüft über das Parkett fegte. Weil die Produktion darüber hinaus auch noch VIP's aus der Musik-, Comedy- und Actionfilmszene als zusätzliche Fanköder verpflichtete, ergibt sich eine Reizkonstellation, die hitverdächtig ist.

Natürlich ist "Be Cool" zunächst einmal ein Remix, der die vertrauten Zutaten des erfolgreichen Vorgängers variiert. Wieder gibt es einen Prügelknaben (russischer Mafioso übernimmt Dennis Farinas Rolle), einen Bodyguard, den es zum Film zieht (The Rock ersetzt James Gandolfini), harte Typen, die für Komik sorgen, Figuren mit Charakterticks und darüber hinaus Humor im Angesicht des Todes. Obwohl es auch hier Leichen gibt, wird blutarm gestorben, wirkt die Gewalt, die in "Schnappt Shorty" noch die Realität ins Illusionsmilieu holte, sehr reduziert. Mehr noch als im Vorgänger ist der Plot nicht mehr als Rahmenprogramm, konzentriert sich der Film auf seine skurrilen Figuren, auf Personality-Shows und Humorvignetten.

Vince Vaughn hat seine Momente als Raji, als weißer Manager, der sich als Schwarzer fühlt und in Szenetalk und Szeneoutfit die Karikatur eines Ghettofürsten abgibt. Komisch auch Actionstar The Rock als schwuler Bodyguard, der Dialoge aus Cheerleader-Filmen zitieren und seinen Modellkörper in hellblaue Knackhosen zwängen kann. Mit am besten der amerikanische Comedystar Cedric the Entertainer als Produzentenguru Sin LaSalle, der zuhause, im porentief reinen Los-Angeles-Vorort, den pummeligen Sonnenschein gibt, aber ständig von einer Entourage schwer bewaffneter Hip-Hop-Gangsta, darunter OutKast-Star André 3000, umgeben ist.

Der Plot, der diese Charaktere und andere Parteien lose zusammenhält, führt Chili Palmer dieses Mal in die Musikszene - zermürbt von Hollywoods Fortsetzungskrankheit Sequelitis und dem Kampf gegen das R-Rating, das "Be Cool" im Unterschied zum Vorgänger vermeiden konnte. Innerhalb kürzester Zeit hat Szeneneuling Chili mit Linda Moon (Popstar Christina Milian) ein Gesangstalent an der Angel und dank seiner alten Freundin Edie (Uma Thurman) eine Plattenfirma im Rücken. Während das "Pulp-Fiction"-Duo mit Hilfe von Rock-Veteran Steven Tyler Linda blitzpromoten will und in einer Szene relativ unmotiviert und wenig inspiriert inszeniert tanzend aufs Parkett zurückfindet, kommt Gegenwind aus allen Richtungen. Russische Gangster, die vor Chilis Augen Edies Mann ausgeknipst haben, wollen auch dem Mordzeugen an den Kragen. Chili soll auch abdanken, wenn es nach Raji und dem Promo-Guru Nick geht, weil der Ex-Geldeintreiber deren Vertrag mit Linda schlichtweg ignoriert. Und schließlich setzt auch Sin LaSalle und seine Gangsta-Sippe Chili unter Druck, der die Schulden von Edies Mann Tommy begleichen soll.

Wie dieses Problemknäuel schließlich von Travolta mit der bereits im Vorgänger patentierten Coolness entwirrt wird, ist sekundär. Bedeutend wichtiger ist "Be Cool" der entspannte Ton, die Szenesatire, an der sich auch Insider wie André 3000 selbstironisch beteiligen. Im Nachspann treten alle Beteiligten zum Improvisationstanz an, womit man in den seltenen Genuss kommt, sogar Veteran Harvey Keitel herumhampeln zu sehen. In dieser Hinsicht ist dieses Sequel ein Unikat. kob.

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Info

Plakat des Films: Be Cool - Jeder ist auf der Suche nach dem nächsten großen Hit
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: nicht bekannt

USA 2005

Länge: 2 h 0 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Be Cool

Regie: F. Gary Gray

Drehbuch: Peter Steinfeld

Musik: John Powell

Produktion: Michael Shamberg, F. Gary Gray, Stacey Sher, Danny DeVito, David Nicksay

Kostüme: Betsy Heimann, Mark Bridges

Kamera: Jeffrey L. Kimball

Schnitt: Sheldon Kahn

Ausstattung: Michael Corenblith, Dan Webster, Lauren Polizzi

Website: http://www.be-cool-derfilm.de/

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