Zwischen Drama und Komödie angesiedelte Geschichte zweier gegensätzlicher Schwestern, in der Ludivine Sagnier und Diane Kruger auftrumpfen.

Kinostart: 05.05.2011

Diane Kruger

Diane Kruger
als Clara

Ludivine Sagnier

Ludivine Sagnier
als Lily

Denis Ménochet

Denis Ménochet
als Pierre

Brigitte Catillon
als Odile, Pierres Mutter

Jacques Spiesser
als Paul, Pierres Vater

Anne Benoît
als Mireille

Jean-Pierre Martins
als Jonas

Gaëtan Gallier
als Dan

Reda Kateb
als Seb

Côme Levin
als Paulo

Die Handlung von Barfuß auf Nacktschnecken

Die 20-jährige Lily will nicht erwachsen werden, sondern Kind bleiben. Auch nach dem Unfalltod der Mutter verhält sie sich bei der Trauerfeier entgegen jeder Norm. Sie futtert, was das Zeug hält, beleidigt und verscheucht die Gäste. Ihre ältere Schwester Clara, eine bürgerliche Juristengattin, nimmt sich eine Auszeit, um die Jüngere zu betreuen. Die provoziert, lässt sich von den Dorfjungen befummeln, sammelt tote Tiere und fertigt Pelzpantoffeln. Nach und nach zieht Lily ihre etablierte Schwester in ihr Fantasiereich.

Die 20-jährige Lily will nicht erwachsen werden, sondern Kind bleiben. Auch nach dem Unfalltod der Mutter verhält sie sich bei der Trauerfeier entgegen jeder Norm. Sie futtert, was das Zeug hält, beleidigt und verscheucht die Gäste. Ihre ältere Schwester Clara, eine bürgerliche Juristengattin, nimmt sich eine Auszeit, um die Jüngere zu betreuen. Die provoziert, lässt sich von den Dorfjungen befummeln, sammelt tote Tiere und fertigt Pelzpantoffeln. Nach und nach zieht Lily ihre etablierte Schwester in ihr Fantasiereich.

Die 20-jährige Lily will nicht erwachsen werden und provoziert ihre Umgebung. Ihre ältere Schwester Clara kümmert sich um sie. In Fabienne Berthauds Dramödie und Romanverfilmung brillieren Ludivine Sagnier und Diane Kruger.

Kritik zu Barfuß auf Nacktschnecken

Nach einem Schicksalsschlag versuchen Diane Kruger und Ludivine Sagnier als gegensätzliches Schwesternpaar ihr Leben neu zu ordnen.

Drama und Komödie liegen hier nahe beieinander. Nach "Frankie" verfilmt Fabienne Berthaud nun ihren eigenen Roman. Im Mittelpunkt steht die 20jährige Lily, die nicht erwachsen werden, sondern Kind bleiben will, quängelt und piesackt und dabei die Grenzen der Normalität und des für den Zuschauer Erträglichen austestet. Sie lebt nach eigenen Regeln und verhält sich nach dem plötzlichen Unfalltod der Mutter entgegen jeglicher Erwartung von traditioneller Trauer. Sie futtert, was das Zeug hält, beleidigt und verscheucht die Gäste. Ihre ältere Schwester Clara, bürgerliche Juristengattin in der Stadt, nimmt sich eine Auszeit, um die Jüngere zu betreuen. Die provoziert, lässt sich von den Dorfjungen befummeln, sammelt tote Tiere, fertigt Pelzpantoffeln und macht alles, was die anderen nicht wollen, sagt frei heraus, was ihr in den Kopf kommt. Nach und nach zieht sie die etablierte Schwester in ihr Fantasiereich.

Trotz der guten Schauspielerinnen fesselt dieser Genremix nicht so richtig. Die Energie von Ludivine Sagnier als unbekümmert durchs Leben tobendes Naivbündel mit Instinkt und Spontaneität reißt manchmal mit. Diane Kruger, die auch schon in "Frankie" spielte, überzeugt durchweg in ihrer Ambivalenz und Ernsthaftigkeit, Verletzbarkeit und Stärke, hingerissen zwischen Zuneigung und Genervtheit. Dass sie dann selig lächelnd nach einem One-Night-Stand mit einem Lastwagenfahrer, ihrem fürsorglichen Mann den Laufpass gibt, gehört zu den Ungereimtheiten dieses ambitionierten und poetischen, im Ganzen etwas unausgegorenen Werkes. Etwas bemüht stellt sich die Frage, was ist normal und was nicht, sind Geld, beruflicher Erfolg und Wohlstand wirklich alles?

Schön erzählt ist die Annäherung zwischen den Schwestern, beide auf ganz persönliche Weise aus dem Gleichgewicht und der Lernprozess bis zur gegenseitigen Akzeptanz. Die Handkamera bleibt ganz nah an den Personen, gearbeitet wurde primär mit natürlichem Licht, was für eine Leichtigkeit in der Morbidität sorgt. Die Musik von Michael Stevens, der für die letzten Eastwood-Filme den Score komponierte, ist ein Glücksfall. Wenn das schwesterliche Duo am Ende an der Straße fröhlich Marmelade und Pantoffeln verkauft, weiß man mal wieder, das Glück liegt in der Wiese. mk.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 05.05.2011

Frankreich 2010

Länge: 1 h 49 min

Genre: Drama

Originaltitel: Pieds nus sur les limaces

Regie: Fabienne Berthaud

Drehbuch: Pascal Arnold, Fabienne Berthaud

Musik: Michael Stevens

Produktion: Bertrand Faivre

Kamera: Nathalie Durand, Fabienne Berthaud

Schnitt: Pierre Haberer

Ausstattung: Delis Valerie, Stéphane Cressend

Website: www.barfuss-auf-nacktschnecken.de