Wahre Geschichte der ersten Bankräuberin Deutschlands, die in den Sechzigern 400.000 Mark erbeutete. Mit TV-Star Nadeshda Brennicke.

Kinostart: 27.03.2014

Nadeshda Brennicke

Nadeshda Brennicke
als Gisela Werler

Charly Hübner

Charly Hübner
als Hermann Wittorf

Ken Duken

Ken Duken
als Kommissar Fischer

Andreas Schmidt
als Uwe

Heinz Hoenig
als Hauptkommisar Kaminsky

Henny Reents
als Fanny

Niels Bruno Schmidt
als Assistent Kruse

Jürgen Schornagel
als Hans Werler

Elisabeth Schwarz
als Anneliese Werler

Olaf Krätke
als Chef Tapetenfabrik

Heinz Struck
als Kunde Koenig

Nathalie Thiede
als Monika

Christine Schorn

Nele Hollinderbäumer

Handlung

In den frühen 1960er Jahren sorgte die erste Bankräuberin Deutschlands für Aufregung. Die 30-jährige Arbeiterin Gisela Werler erbeutete höflich, aber bewaffnet und in immer neuen Maskeraden 400.000 Mark, ein Rekord. Sie verliebt sich in ihren Komplizen, der als liebender Familienvater ein Doppelleben führt, und dennoch ihrem Charme verfällt. Die Polizei tappt lange im Dunkeln, schnappt die beiden aber nach langer Verfolgung. Im Knast heiratet sie ihren Bernd, das Paar bleibt bis zum Tode der "Banklady" 2003 zusammen.

In den frühen Sechzigerjahren sorgte die erste Bankräuberin Deutschlands für Aufregung. Die 30-jährige Arbeiterin Gisela Werler erbeutete höflich, aber bewaffnet und in immer neuen Maskeraden 400.000 Mark, ein Rekord. Sie verliebt sich in ihren Komplizen, der als liebender Familienvater ein Doppelleben führt, und dennoch ihrem Charme verfällt. Die Polizei tappt lange im Dunkeln, schnappt die beiden aber nach langer Verfolgung. Im Knast heiratet sie ihren Bernd, das Paar bleibt bis zum Tode der "Banklady" 2003 zusammen.

Anfang der Sechzigerjahre erbeutet Gisela Werler mehr als 400.000 Mark mit ihrem Kompagnon, in den sie sich verliebt. Lebensgeschichte der ersten Bankräuberin Deutschlands, die auf drastische Weise aus ihrem Leben ausbrach.

Kritik

Die "wahre" Geschichte der ersten Bankräuberin Deutschlands im rasanten Stil von Bonnie und Clyde.

"Danke, und schönen Tag noch". Mit diesen netten Worten verabschiedet sich die "Banklady" bei den Angestellten, deren Geldinstitut sie gerade ausgeraubt hat. So höflich kann nur eine Frau sein, und bald ranken sich die wildesten Gerüchte um die Dame, die die Presse als "Banklady mit den hübschen Beinen" und "Räuberbraut" stilisiert.

Christian Alvart ("Antikörper") wendet sich nach seinem Hollywood-Ausflug und einigen Tatort-Inszenierungen wieder der großen Leinwand zu und erzählt in diesem Gangstermovie von den frühen 1960er Jahren. Da ackert Gisela Werler in einer Tapetenfabrik, wird zu Hause von ihrem kriegsversehrten Vater drangsaliert und unterstützt die Mutter bei der Hausarbeit. Die sporadischen Treffen mit ihrem Kollegen Uwe übersteht die immerhin schon 30Jährige keusch. Gemeinsam ist ihnen nur der Traum von Capri in der Abendsonne. Als er einen Koffer voller Kohle bei ihr versteckt und am nächsten Tag mit seinem Kumpel Bernd durchs Fenster klettert, ändert sich Giselas Leben. Sie will mitmachen bei den nächsten Banküberfällen und übersteht die erste Feuerprobe problemlos, ist bald die treibende Kraft. Der Haken: sie verliebt sich in ihren neuen Komplizen, der ein Doppelleben als liebender Familienvater führt.

Mit großem Stilwillen überspitzt Alvart kinogerecht Personen und Situationen, so raubte die wahre Gisela Werler von 1965 bis 1967 mit bis zu drei Mittätern 19 Banken in Norddeutschland aus und nicht nur mit dem Film-Bernd, im wahren Leben Hermann Wittorff. Wahr ist allerdings, dass sie rund 400.000 Mark erbeutete, für die damalige Zeit ein Rekord, den Geliebten noch im Knast heiratete und bis zum Tod 2003 mit ihm zusammenblieb. "Banklady" spiegelt die Spießigkeit vor der Hippie-Zeit wieder, die Lust auf Abenteuer, die Sehnsucht nach Auf- und Ausbruch. Etwas schnell verwandelt sich das verklemmte Mäuschen zum verführerischen Vamp, der die Polizei im Dunkeln tappen lässt und mit immer neuen Verkleidungen und Perücken die Verfolger täuscht, in ihren Maskeraden das geträumte Leben lebt. Szenenbild und Kostüme vermitteln die Atmosphäre der Epoche, stimmen bis ins letzte Detail. Und das Duo Nadeshda Brennicke und Charly Hübner bietet eine glaubwürdige und brillante Performance zwischen Action, Love-Story und Banditen-Thrill. mk.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 27.03.2014

Deutschland 2013

Länge: 1 h 58 min

Genre: Thriller

Originaltitel: Banklady

Regie: Christian Alvart

Drehbuch: Christoph Silber, Kai Hafemeister

Musik: Christoph Blaser, Steffen Kahles, Michl Britsch

Produktion: Sigi Kamml, Christian Alvart, Sabine Wildemann

Kostüme: Ivana Milos

Kamera: Ngo The Chau

Schnitt: Christian Alvart, Sebastian Bonde, Philipp Stahl

Ausstattung: Birgit Kniep

Website: http://banklady.de/Banklady.html

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