Derbe Komödie vom "Hangover"-Team mit Mila Kunis als Mutter mit Party-Sehnsucht, die sich mit perfekten Hausfrauen anlegt.

Kinostart: 22.09.2016

Mila Kunis

Mila Kunis
als Amy Mitchell

Kristen Bell

Kristen Bell
als Kiki

Kathryn Hahn

Kathryn Hahn
als Carla

Christina Applegate
als Gwendolyn James

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David Walton
als Mike

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Emjay Anthony
als Dylan Mitchell

Die Handlung von Bad Moms

Von der Supermom zur Bad Mom: Perfekt war gestern, denken sich drei Mütter am Rande des Nervenzusammenbruchs und machen ab sofort nur noch, was sie wirklich wollen.

Im neuesten Coup der „Hangover“-Autoren hauen Mila Kunis und ihre „Bad Moms“ mächtig auf den Putz. Der Alltag der 32-jährigen Amy Mitchel (Mila Kunis) besteht aus motzenden Kindern, unbezahlten Überstunden und einem faulen Ehemann.

Die liebende Mutter schlägt sich wacker, aber alles läuft schief und irgendwann hat selbst eine Bilderbuch-Mom genug: kranker Hund, kaputter Außenspiegel, K.O. auf dem Fußballplatz. Und dann betrügt sie auch noch ihr Mann mit einem Online Date.

Nach einem dieser Chaostage platzt Amy der Kragen, sie setzt den Gatten vor die Tür und ertränkt ihren Frust in einer Bar. Dort trifft sie auf zwei Leidensgefährtinnen. Die brave Kiki (Kristen Bell) und die frivole Clara (Kathryn Hahn) haben es ebenfalls mächtig satt, immer nur die Mütter zu spielen, die für alles gerade stehen. Ein paar gemeinsame Drinks besiegeln den Entschluss: Schluss mit Perfektion, jetzt wird gelebt – und zwar ganz unperfekt!

Von nun an regieren die „Bad Moms“, und ihrem Regiment sollte man sich besser beugen! Feuchtfröhlich zelebriert das Powerfrauen-Trio einen wilden Befreiungsschlag. Während die Muttis ihr eigenes Ding durchziehen, sind die verwöhnten Kids, Ehemänner und Chefs erstmals auf sich allein gestellt.

Auch auf Gwendolyn James (Christina Applegate), die rigide Vorzeige-„Supermom“ der Schule, wird von nun an gepfiffen. Doch als Vorsitzende des Elternbeirats schaut sich Gwendolyn so viel unverblümte Lebenslust nicht lange an. Sie nutzt ihre Position, um Amys Tochter aus dem Fußballteam zu kicken.

Außer sich vor Wut initiiert Amy kurzerhand Neuwahlen und tritt gegen die intrigante Übermutter an. Ihr Motto: Party statt Perfektion! Es kommt zu einem turbulenten „Showdown“ der konkurrierenden Moms, der alle guten Manieren vergessen lässt …

In bester „Hangover“-Manier lassen Jon Lucas und Scott Moore diesmal nicht das Wolfsrudel von der Leine, sondern befreien mal eben überforderte Mütter aus den Zwängen des Alltags. Und das ist mindestens genauso komisch und politisch unkorrekt.

Denn Lucas und Moore, die als Autoren die durchgeknallten „Hangover“-Freunde erfanden, wissen, was sie tun. Perfekt setzen sie ihre weiblichen (Anti-)Heldinnen bei ihrem Kriegszug gegen die Perfektion in Szene. Die Komödie strotzt vor Situationskomik und derbem Humor.

Zwischen herrlich chaotischen Einkaufstouren und ekstatischen Hauspartys beweisen die wildgewordenen Mütter aber auch viel Herz. Ins Drehbuch, für das das Regie- Duo ebenfalls verantwortlich zeichnet, schrieben sie nämlich auch viel Wahres aus dem Leben moderner Mütter mit all seinen Herausforderungen, die neben der Kindererziehung noch Karriere und Haushalt schmeißen sollen.

Mit dem Trio Mila Kunis, Kristin Bell und einer unvergleichlichen Kathryn Hahn findet sich eine Top-Besetzung, die sich zwischen anrüchigem Witz und viel Emotion in die Herzen der Zuschauer spielt. Da wird sich so manche Mom wiedererkennen, und so mancher bequeme Ehemann und meckernde Chef an die eigene Nase fassen. Nicht zuletzt die Kids, die einfach mal davon ausgehen: Mama wird’s schon richten…

Oder auch nicht, wie diese herrlich subversive Komödie zeigt.

Kritik zu Bad Moms

Das "Hangover"-Autorenteam liefert eine schlüpfrig-satirische Frauenkomödie um die Anarcho-Auflehnung von drei gestressten Müttern.

Nach "Bad Santa" und "Bad Teacher" wird der Filmgeschichte nun eine respektlose Satire über "schlechte" Mütter hinzugefügt. Insbesondere in den USA ist diese Gruppe seit langem reif für vulgäre Veräppelung, da die soziale Norm absolute Perfektion zu verlangen scheint, derzufolge Frauen nonstop selbstlos ihre Familie zu verhätscheln haben. Als typisches Beispiel für diesen ganz normalen Wahnsinn dient die 32jährige Amy (Mila Kunis). Die erfolgreiche Verkaufsleiterin einer Kaffeefirma muss sich neben ihrem Job um die Bedürfnisse ihrer zwei verwöhnten Sprösslinge und ihres kindischen Ehemann kümmern. Darüberhinaus gilt es sich mit ihrem anspruchsvollen Boss herumzuschlagen, der sie ebenfalls brachial ausnutzt. Als bei der Schulversammlung auch noch Elternverbands-Präsidentin Gwendolyn (perfekt zickig: Christina Applegate) versucht sie zu gängeln, hat die stets gehetzte Amy die Nase gestrichen voll. Endgültig läuft das Fass über, als sie ihren Ehemann bei einem Online-Seitensprung ertappt. Daraufhin schüttelt sie erst mal alle Verantwortung ab und lässt gemeinsam mit den beiden Außenseiterinnen Kiki (Kirsten Bell) und Carla (Kathryn Hahn) die (Party-)Sau raus. Das bedeutet Alkoholkonsum bis zum Abwinken, profane Sprüche klopfen und erste (schwerfällige) Flirtversuche. Amys verzogene Gören dürfen sich am nächsten Morgen erstmals selbst ihr Frühstück machen und bei den Hausaufgaben hilft die neu entstresste Mama ihnen auch nicht mehr. Doch damit nicht genug: Amy beschließt bei der nächsten Wahl gegen die kontrollsüchtige Gwendolyn anzutreten, womit ein frotzelnd-fieser Zickenkrieg entfacht wird und weitere ausschweifende Feiern auf dem Plan stehen.

Der Humor bewegt sich auf genretypisch ausufernder Ebene, wie man es beispielsweise aus der weiblichen "Hangover"-Variante "Brautalarm" kennt. Das Bad-Taste-Element bleibt dabei jedoch eher dezent, auf allzu wüste Derbheiten wird verzichtet. Das gewinnende Trio der "Bad Moms" wird hervorragend von Kunis, Bell und Hahn gespielt, die allesamt den Frust und Freiheitsdrang von überarbeiteten und überforderten Müttern verkörpern. Damit erweisen sie sich als perfekte Identifikationsfiguren in dieser Wunscherfüllungsfantasie (samt Sex mit einem heißen Witwer), die der Zielgruppe 100 Minuten amüsante Entspannung verspricht. ara.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 22.09.2016

USA 2016

Länge: 1 h 41 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Bad Moms

Regie: Jon Lucas, Scott Moore

Drehbuch: Jon Lucas, Scott Moore

Musik: Christopher Lennertz

Produktion: Suzanne Todd, Bill Block

Kostüme: Julia Caston

Kamera: Jim Denault

Schnitt: James Thomas, Emma E. Hickox

Ausstattung: Marcia Hinds

Website: http://www.BadMoms.de