Leise komisches Road Movie über ein junges Paar, das für sein noch ungeborenes Kind Erziehungsvorbilder und eine neue Umgebung sucht.

Kinostart: 15.10.2009

John Krasinski

John Krasinski
als Burt Farlander

Maya Rudolph

Maya Rudolph
als Verona De Tessant

Jeff Daniels

Jeff Daniels
als Jerry Farlander

Catherine O'Hara
als Gloria Farlander

Allison Janney
als Lily

Jim Gaffigan
als Lowell

Carmen Ejogo
als Grace

Maggie Gyllenhaal
als LN

Josh Hamilton
als Roderick

Chris Messina
als Tom

Melanie Lynskey
als Munch

Paul Schneider
als Courtney

Conor Carroll
als Taylor

Samantha Pryor
als Ashley

Bailey Harkins
als Wolfie

Colton Parsons
als James

Katherine Vaskevich
als Katya

Jerome Walter Stephens
als Ibrahim

Brianna Eunumi Kim
als Cammie

Isabelle Moon Alexander
als Annabelle

Die Handlung von Away We Go - Auf nach Irgendwo

Anfang 30 stehen Burt und Verona vor einer großen Zäsur. In drei Monaten wird ihr erstes Kind geboren und damit ihr sorglos ungeplantes Leben kräftig durcheinander gebracht werden. Als Burts Eltern durch Spontanumzug nach Europa als Ratgeber ausfallen, reist das Paar durch Amerika, besucht Freunde und Verwandte, um einen neuen Lebensraum für ihre Kleinfamilie und mögliche Erziehungshilfen zu finden. Die perfekte Familie aber begegnet ihnen nirgendwo, aber irgendwo ist ein Ort, an dem sie diese schließlich selbst aufzubauen versuchen.

Anfang 30 stehen Burt und Verona vor einer großen Zäsur. In drei Monaten wird ihr erstes Kind geboren und damit ihr sorglos ungeplantes Leben kräftig durcheinander gebracht werden. Als Burts Eltern durch Spontanumzug nach Europa als Ratgeber ausfallen, reist das Paar durch Amerika, besucht Freunde und Verwandte, um einen neuen Lebensraum für ihre Kleinfamilie und mögliche Erziehungshilfen zu finden. Die perfekte Familie aber begegnet ihnen nirgendwo, aber irgendwo ist ein Ort, an dem sie diese schließlich selbst aufzubauen versuchen.

Kritik zu Away We Go - Auf nach Irgendwo

Ein knappes Jahr nach "Zeiten des Aufruhrs" präsentiert Sam Mendes den Gegenentwurf: eine optimistische Komödie über neues Leben.

Ohne Top-Stars, großes Budget, lange Drehzeit und die visuelle Ereignisqualität, die seine Projekte seit dem Debüt "American Beauty" auszeichneten, wirkt "Away We Go - Auf nach Irgendwo" wie ein Ausbrecher in Mendes' Filmographie. Thematisch aber bleibt Kompatibiliät gewahrt, denn wieder geht es um Familie, die Komplexität des Lebens und auch um den Tod. In "Zeiten des Aufruhrs" besiegelte Schwangerschaft noch das langsame Sterben einer Beziehung, hier jedoch löst sie Verunsicherung und Aufbruch aus.

Im Drehbuch von Dave Eggers und Vendela Vida, einem Autorenpaar mit eigenen Kindern, stehen Burt und Freundin Verona vor einer großen Zäsur. Sie ist im sechsten Monat schwanger und besorgt über die Zukunft, er surft dieser gelassen entgegen, weil ihn das Kind noch stärker an seine große Liebe binden wird. Als Burts Eltern unerwartet als Anker und Anlaufstelle ausfallen, bricht das Paar auf, um ein neues Umfeld und geeignete Erziehungsvorbilder zu finden. Der Road-Trip führt sie durch mehrere Bundesstaaten bis nach Kanada, durch ein nicht repräsentatives, aber vielfältig-amüsantes Spektrum von Paar-Beziehungen und Erziehungsansätzen. Darunter Albtraumeltern, die sich über vermeintliche Defizite und Ticks ihrer Kinder lustig machen oder im Erscheinungsbild von esoterisch angehauchten Späthippies den Nachwuchs vor traumatisierenden Erfahrungen wie Kinderwägen bewahren wollen. Diese Episoden mit Allison Janney und Maggie Gyllenhaal haben das skurrilste Figurenpersonal und sind am deutlichsten einem humoristischen Auftrag verpflichtet, während in der kanadischen Familie Glück, Melancholie und Trauer fast gleichberechtigt existieren.

Die wichtigste Beziehung des Films bleibt aber die der Hauptfiguren, die einmal nicht wie Filmstars, sondern normale Menschen aussehen und von zwei Komödianten gespielt werden. Der sympathische John Krasinski ("Ein verlockendes Spiel") bewegt sich dabei auf vertrautem Terrain, während "Saturday Night Live"-Star Maya Rudolph ernst und introspektiv überzeugend Neuland beschreitet. "Away We Go - Auf nach Irgendwo" ist visuell belangloser als frühere Mendes-Filme, bietet auch keine weltbewegend neuen Erkenntnisse, aber als leise komischer, charmanter und berührender Kommentar über Familie, Glück und das Eindringen von Verantwortung in Sorglosigkeit ist er eine Reise ins Kino sehr wohl wert. Gute Filme finden Anschluss an die eigenen Erinnerungen. Diesem hier gelingt es. kob.

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Info

Plakat des Films: Away We Go - Auf nach Irgendwo
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 15.10.2009

Großbritannien/USA 2009

Länge: 1 h 38 min

Genre: Drama

Originaltitel: Away We Go

Regie: Sam Mendes

Drehbuch: Dave Eggers, Vendela Vida

Musik: Alexi Murdoch

Produktion: Edward Saxon, Peter Saraf, Marc Turtletaub

Kostüme: John A. Dunn

Kamera: Ellen Kuras

Schnitt: Sarah Flack

Ausstattung: Jess Gonchor

Website: http://www.awaywego.de