Mafia-Thriller mit Tom Schilling als Ermittler im Undercover-Einsatz.

Kinostart: nicht bekannt

Tom Schilling

Tom Schilling
als Klaus Roth

Edin Hasanovic
als Luka Moravac

Jens Albinus

Jens Albinus
als Frank Dudek

Lazar Ristovski
als Aco Goric

Britta Hammelstein
als Eva Rittner

Aleksandar Jovanovic
als Radan Goric

Sascha Alexander Gersak
als Jagos Goric

Emilia Schüle
als Nadja

Tamer Yigit
als Jyan Cyakan

Vladimir Korneev
als Vukasin

Fortunato Cerlino
als Marco Feri

Marko Dyrlich
als Borko

Vladimir Burlakov
als Christoph Sch

Jerry Hoffmann
als K

Sandra Nedeleff
als Ramona Goric

Marko Mandic
als Spiridon

Kritik

Der düstere Thriller über einen verdeckten Ermittler im Wettmilieu beschreibt Manipulationen im Sport und erzählt gleichzeitig ein emotionales Drama über Freundschaft und Verrat.

Die Geschichte beginnt mit einer Hinrichtung im Wald und blendet dann sechs Monate zurück: Klaus Roth (Tom Schilling) wird aus dem regulären Dienst abgezogen und in Berlin als verdeckter Ermittler eingesetzt. Er soll sich in einen serbischen Familienclan einschleichen, der die illegale Wettszene dominiert. Tatsächlich gelingt es ihm, das Vertrauen des gleichaltrigen Luka (Edin Hasanovic), dem Neffen des Paten, zu gewinnen. Die beiden Männer werden Freunde, und Klaus bekommt ein Loyalitätsproblem. Natürlich weiß Holger Karsten Schmidt dank seiner großen Thriller-Erfahrung, wie man so eine Geschichte konzipieren muss. Regisseur ist Philipp Kadelbach, der nach diversen Event-Produktionen ("Unsere Mütter, unsere Väter") einen bildsprachlich betont einfach gehaltenen Film gedreht hat. Das visuelle Konzept (Bildgestaltung: Jakub Bejnarowicz) ist dennoch ausgefeilt und ziemlich düster, selbst die seltenen Sonnenstrahlen wirken nicht wärmend. Das passt perfekt zur Mission der Hauptfigur, denn Roth muss als verdeckter Ermittler sein altes Leben komplett hinter sich lassen und der Freundschaft zu Luka zum Trotz kühlen Kopf bewahren. Tom Schilling verkörpert den Zwiespalt, in dem sich der junge Mann befindet, überaus glaubwürdig. Das Drehbuch sollte ursprünglich von Stephan Wagner verfilmt werden, landete schließlich bei Kadelbach und ist für dessen Umsetzung von Oliver Kienle bearbeitet worden. Vermutlich hätte Wagner einen anderen Film aus der Vorlage gemacht, aber auch Kadelbachs Arbeit kann sich sehen lassen. Die Schauspieler sind ausnahmslos gut geführt. Edin Hasanovic liefert hier sicher eine seine besten Leistungen, zumal er als gebürtiger Bosnier seine Rolle zweisprachig spielen kann. Auch die Nebenfiguren sind ausgezeichnet besetzt. Ein nicht nur wegen der düsteren und unheilvoll endenden Geschichte mutiger Film. tpg.

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Info

Plakat des Films: Auf kurze Distanz

Kinostart: nicht bekannt

Deutschland 2016

Genre: Thriller

Originaltitel: Auf kurze Distanz

Regie: Philipp Kadelbach

Drehbuch: Oliver Kienle, Holger Karsten Schmidt

Musik: Michael Kadelbach

Produktion: Verena Monßen, Benjamin Benedict

Kamera: Jakub Bejnarowicz

Schnitt: Fritz Busse

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