Hinreißendes Sozialmärchen mit viel Humor über vier arbeitslose Kids in Glasgow, die den wertvollsten Whisky der Welt stehlen wollen.

Kinostart: 18.10.2012

Paul Brannigan
als Robbie

Siobhan Reilly
als Leonie

John Henshaw
als Harry

Gary Maitland
als Albert

William Ruane
als Rhino

Jasmin Riggins
als Mo

Scott Dymond
als Willy

Scott Kyle
als Clancy

Neil Leiper
als Sniper

James Casey
als Dougie

Caz Dunlop
als Caz

Gilbert Martin
als Matt

Roger Allam
als Thaddeus

Charlie Maclean
als Rory McAllister

Lorne MacFadyen
als Matthew/PC

David Goodall
als Angus Dobie

Lynsey-Anne Moffat
als Grace

Daniel Portman

Handlung

Robbie ist ein notorisches Problemkind mit hitzigem Temperament: Haarscharf schrammt der Junge in Glasgow noch einmal an einer Gefängnisstrafe vorbei und wird stattdessen zu Sozialarbeit verdonnert, wo ihn ein Sozialarbeiter für die Wonnen des Single Malt Whisky begeistern kann. Als Robbies Freundin ihr Baby bekommt und sich Konflikte verschärfen, heckt er einen Plan aus, wie er der Misere auf immer entkommen kann: Mit drei Freunden will er den wertvollsten Whisky der Welt aus einer Distillerie in den Highlands stehlen.

Robbie ist ein notorisches Problemkind mit hitzigem Temperament: Haarscharf schrammt der Junge in Glasgow noch einmal an einer Gefängnisstrafe vorbei und wird stattdessen zu Sozialarbeit verdonnert, wo ihn ein Mitarbeiter für die Wonnen des Single Malt Whisky begeistern kann. Als Robbies Freundin ihr Baby bekommt und sich Konflikte verschärfen, heckt er einen Plan aus, wie er der Misere auf immer entkommen kann: Mit drei Freunden will er den wertvollsten Whisky der Welt aus einer Distillerie in den Highlands stehlen.

Vier arbeitslose Kids aus Glasgow wollen den wertvollsten Whisky der Welt stehlen. Hinreißendes Sozialmärchen von Ken Loach mit viel Humor, das in Form eines Heist Movie mit der sozialen Realität in England abrechnet.

Kritik

So mild kann Ken Loach sein: In seinem ersten Heist-Movie hecken vier arbeitslose Jugendliche einen Plan aus, den wertvollsten Single Malt Whisky der Welt zu stehlen.

Schon mit "Looking for Eric" hatte Ken Loach - Gewinner der Goldenen Palme für "The Wind That Shakes the Barley" im Jahr 2006 - vor drei Jahren bewiesen, dass das soziale Anliegen des ewigen Kämpfers gegen Ungerechtigkeit nicht leiden muss, wenn er einen leichteren Ton anschlägt. Nach dem eher schwerfälligen, wenig zufriedenstellenden Politthriller "Route Irish" schlägt "The Angels' Share" wieder in dieselbe Kerbe wie die Komödie mit Eric Cantona und zeigt Loach von seiner mildesten und versöhnlichsten Seite - als hätten es seine Helden im wahren Leben schon schwer genug, dass man sie nicht auch noch im Film verlieren lassen muss.

Unglaublich aber wahr, der zehnte Film von Loach mit seinem bewährten Drehbuchautor Paul Laverty, ist sogar ein beschwingtes Heist-Movie geworden, in dem vier arbeitslose Jugendliche beim Ableisten ihrer Sozialarbeit anfangen, sich mit Hilfe eines verständnisvollen Sozialarbeiters für schottischen Single Malt Whisky zu begeistern. Im Mittelpunkt steht das notorische Problemkind Robbie, dessen hitziges Temperament ihm schon mehrfach zum Verhängnis geworden ist und der zum ersten Mal in seinem Leben so etwas wie Verantwortungsgefühl verspürt: Seine Freundin hat igerade ein Baby bekommen und drängt ihn, sein Leben zu ändern. Als sich die Konflikte für Robbie im heimischen Glasgow verschärfen, beschließt er seine Familie aus der Schusslinie zu bringen und heckt einen tollkühnen Plan aus: Mit seinen Freunden will er vier Flaschen des wertvollsten Whiskys der Welt stehlen, von dem in einer einsamen Distillerie in den Highlands ein Fass aufgetaucht ist.

"The Angels' Share", wie man die wenigen Prozent eines Whiskys im Fass nennt, die automatisch durch die Fasswand verdunsten, steckt voller wahrhaftiger Figuren, deftiger Dialoge und charmanter Situationen - und ein paar der schönsten und lustigsten Oneliner, die Paul Laverty je geschrieben hat.

Loach macht kein Hehl daraus, dass er im Grunde ein Märchen erzählt, lässt aber nie die Realität aus den Augen: In einer der intensivsten Szenen des Films wird Robbie beispielsweise mit der Familie eines Jungen konfrontiert, den er im Koksrausch krankenhausreif geprügelt hat. Und natürlich liegt ständig Bedrohung in der Luft, wie beispielsweise in "My Name Is Joe" könnte jederzeit die Handlung kippen, könnten die sympathischen Helden mit ihrem hinreißend losen Mundwerk doch noch als tragische Verlierer aus der Geschichte scheiden. Angesichts der höchsten Arbeitslosenrate in der Geschichte Großbritanniens gönnt Loach sich ein Was-wäre-wenn-Szenario: Wenn er schon nicht mehr an die glaubt, denen das Schicksal eine lange Nase dreht, wer soll es dann tun? ts.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 18.10.2012

Frankreich/Großbritannien 2012

Länge: 1 h 41 min

Genre: Drama

Originaltitel: The Angels' Share

Regie: Ken Loach

Drehbuch: Paul Laverty

Musik: George Fenton

Produktion: Rebecca O'Brien

Kostüme: Carole K. Fraser

Kamera: Robbie Ryan

Schnitt: Jonathan Morris

Ausstattung: Fergus Clegg

Website: www.angelsshare-derfilm.de

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