Bewegendes Drama über die Auswirkungen des Kolonialismus und die Legende des Wiener „Hofmohrs“.

Kinostart: 28.11.2019

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Die Handlung von Angelo

Angelo (Makita Samba) wird als kleiner Junge aus seiner Heimat Afrika nach Europa verschleppt, wo er bald in die Obhut einer Comtesse (Alba Rohrwacher) gerät. Diese staffiert ihn mit teurer und edler Kleidung aus, bringt ihm Sprachen, sowie Musik bei und erzieht ihn ganz wie einen adligen Jungen aus gutem Hause. Doch obwohl er sogar im christlichen Glauben getauft wird und eine ansehnliche Bildung erfährt, bleibt Angelo ein Außenseiter in dieser Welt des Prunks und der Oberflächlichkeiten, er gleicht eher einem kleinen Paradiesvogel in einem goldenen Käfig. Die einzige Person, die ihn als realen Menschen sieht, ist das Dienstmädchen Magdalena. Doch als sich zwischen ihnen eine Verbindung anzubahnen droht, wird diese von der Gesellschaft nicht gebilligt. Was mit diesem, in ein zwangseuropäisiertes Korsett geschnürtem, Kind im Erwachsenenalter passiert, zeigt dieser auf einer wahren Geschichte basierende Film.

Angelo - Ausführliche Kritik

„Angelo“ erzählt die wahre Geschichte des Angelo Soliman, so sein ihm aufgezwungener christlicher Name, der im 18. Jahrhundert aus seiner Heimat Afrika nach Wien verschleppt wurde. Der Film von Regisseur Markus Schleinzer basiert grob auf der Biografie Solimans und erzählt von seiner Ankunft in Europa und seiner Erziehung bei einer adligen Dame. Angelo geht in die Wiener Geschichte als der berühmte „Hofmohr“ ein und wird unter anderem Hofdiener, Soldat und später Freimaurer. Zeit seines Lebens wird er wie ein Ausstellungsstück innerhalb des europäischen Adels behandelt.

„Angelo“ erzählt die tragische Geschichte eines kleinen Jungen, der nicht nur zwangseuropäisiert wurde, sondern sich plötzlich in einer ihm völlig unbekannten Welt wiederfand, in der er nie seinen rechten Platz haben sollte. Darüber wie Angelo Soliman wirklich war, finden sich kaum beweisbare Belege, denn für jeden verkörperte er etwas anderes. Seine ganze Existenz war von verschiedenen Vorstellungen geprägt. Als Krönung der Schamlosigkeiten wurde Angelo Soliman nach seinem Ableben als Präparat in das kaiserliche Naturalienkabinett aufgenommen.

„Angelo“ feierte seine Weltpremiere bereits auf dem Toronto International Film Festival im September 2018 und kommt nun am 28. November 2019 in die deutschen Kinos.

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Info

Kinostart: 28.11.2019

Österreich/Luxemburg 2018

Länge: 1 h 51 min

Genre: Drama

Originaltitel: Angelo

Regie: Markus Schleinzer

Drehbuch: Markus Schleinzer

Musik: Nikolas Habjan

Produktion: Janine Jackowski, Jonas Dornbach, Maren Ade, Franz Novotny, Alexander Glehr, François Yon

Kamera: Gerald Kerkletz

Schnitt: Mona Willi

Ausstattung: Katharina Wöppermann

Website: http://grandfilm.de/angelo