In Ridley Scotts grandios inszenierter Mafia-Saga spielt Denzel Washington den legendären Gangster Frank Lucas.

Kinostart: nicht bekannt

Denzel Washington

Denzel Washington
als Frank Lucas

Russell Crowe

Russell Crowe
als Detective Richie Roberts

Chiwetel Ejiofor

Chiwetel Ejiofor
als Huey Lucas

Josh Brolin
als Detective Trupo

Ted Levine
als Lou Toback

Roger Guenveur Smith
als Nate

Lymari Nadal
als Eva

John Hawkes
als Freddie Spearman

Null
als Moses Jones

Yul Vazquez
als Alfonse Abruzzo

Ruby Dee
als Mama Lucas

Ruben Santiago-Hudson
als Doc

Carla Gugino
als Laurie Roberts

Malcolm Goodwin
als Jimmy Zee

John Ortiz
als Javier J. Rivera

Cuba Gooding Jr.
als Nicky Barnes

Armand Assante
als Dominic Cattano

Skyler Fortgang
als Michael Roberts

Joe Morton
als Charlie Williams

Ritchie Coster
als Joey Sadano

Idris Elba
als Tango

Common
als Turner Lucas

Kathleen Garrett
als Mrs. Dominic Cattano

T.I.
als Stevie Lucas

Kevin Corrigan
als Campizi

Jon Polito
als Rossi

Jim R. Coleman
als Bailiff

Bari Willerford
als Joe Louis

KaDee Strickland
als Richies Anw

Gavin Grazer
als Mike Sobota

Warner Miller
als Melvin Lucas

Albert Jones
als Terrence Lucas

J. Kyle Manzay
als Dexter Lucas

Melissia Hill
als Redtop

Quisha Saunders
als Darlynn

Robert Funaro
als McCann

Lee Shepard
als Lauries Anwalt

Handlung

Lange Zeit nahm kein Mensch Notiz von Frank Lucas (Denzel Washington), dem Fahrer eines stadtbekannten Gangsterbosses. Nach dem plötzlichen Tod seines Arbeitgebers legt Frank los und erfüllt sich den American Dream auf seine Art. Er steigt im großen Stil in den Drogenhandel ein und erobert die Unterwelt, indem er andere Syndikate mit Dumping-Preisen gnadenlos unterbietet. Das ruft den übel beleumundeten Cop Richie Roberts (Russell Crowe) auf den Plan, der dem schwarzen Emporkömmling auf die Schliche kommt.

Zwei eigenwillige Einzelgänger, deren strenger Verhaltenscodex sie isoliert, opponieren in "Gladiator"-Regisseur Ridley Scotts dritter Zusammenarbeit mit Russell Crowe. Eine wahre Gangsterkarriere aus Harlem der 70er ist die Vorlage für den stargespickten Crime-Thriller.

In den 70er Jahre erhebt sich in New York ein neuer Stern am Gangsterhimmel: Der mittlerweile fast schon legendäre Frank Lucas ist der erste Afroamerikaner, der die alteingesessenen Mafia mit seinem erfolgreichen Geschäftsmodell in den Schatten stellt. Ihm auf den Fersen ist der nicht gerade zimperliche Cop Detective Richie Roberts. Immer mehr verliert Lucas schließlich das Vertrauen in seine Untergebenen und Roberts schließt langsam die Schlinge um den "American Gangster".

In den 70er Jahre erhebt sich in New York ein neuer Stern am Gangsterhimmel: Frank Lucas ist der erste Afroamerikaner, der die Mafia in den Schatten stellt: Er bezieht seine Drogen direkt von der Quelle und lässt sie in den Särgen amerikanischer Soldaten in die USA schmuggeln. Ihm auf den Fersen ist der nicht gerade zimperliche und absolut unbestechliche Cop Detective Richie Roberts. Immer mehr verliert Lucas schließlich das Vertrauen in seine Untergebenen, und Roberts schließt langsam die Schlinge um den "American Gangster".

Kritik

Jetzt kann auch Ridely Scott seinen ganz persönlichen "Der Pate" vorweisen: Seine Verfilmung der Lebensgeschichte des New Yorker Gangster Frank Lucas und dessen unbestechlichen Gegenspieler Richie Roberts ist ein mit höchster Professionalität lässig aus dem Ärmel geschütteltes Drei-Stunden-Epos - und ein beeindruckendes Sittengemälde des Amerika der frühen 70er-Jahre.

Frank Lucas ist eine berüchtigte Figur im Pantheon des amerikanischen Verbrechen: In den späten 60er-Jahren stieg der ehemalige Chauffeur des legendären Gangsters Bumpy Johnson nach dessen Ermordung zum mächtigsten Don in Harlem auf, der sich das Heroin direkt von den Herstellern in Thailand besorgte und in hoher Qualität und zu niedrigen Preisen in der Bronx verkaufte. Berühmt war seine "Cadaver Connection": Die Drogen schmuggelte er auf spektakuläre Weise in Särgen amerikanischer Soldaten, die in Vietnam gefallen waren, ins Land.

Angesichts der filmreifen Geschichte mit ihren zahllosen Sagen und Legenden, die sich um Lucas ranken, überrascht es, dass selbst die Blockbuster-Schmiede Imagine Entertainment jahrelang Schwierigkeiten hatte, das Projekt vom Boden zu bekommen. Nach dem Ausscheiden des designierten Regisseurs Antoine Fuqua galt es sogar als mausetot, bis es von Ridley Scott wieder belebt wurde, der die aufwändige Saga mit Denzel Washington und Russell Crowe binnen weniger Monate drehklar machte. So gelingt es diesem Film in einer Ahnenreihe mit "Der Pate", "Scarface" und "Die Unbestechlichen", einerseits die nötige epische Wucht zu entfalten, wie sie ein Film benötigt, der zwei parallele Lebenswege - Räuber auf der einen, Gendarm auf der anderen Seite - über Jahre hinweg spannend zu verfolgen sucht, andererseits zeichnet sich "American Gangster" durch eine lässige Dringlichkeit und Spontaneität aus, wie man sie bei Filmen dieser Art selten findet. Es sei denn, der Regisseur heißt Ridley Scott: Wie gewohnt lässt er komplexeste Einstellungen einfach und entspannt aussehen, fast wie in einem Blaxploitation-Film der beschriebenen Ära, ohne es an Professionalität missen zu lassen. Er hat sich mit den nötigen Vollbluttalenten vor und hinter der Kamera umgeben. Allen voran natürlich Denzel Washington als charismatischer und unerbittlicher Black Caesar und Russell Crowe in seiner dritten Arbeit mit Scott als Westentaschen-Serpico, der sich mit seiner Unbestechlichkeit à la Elliott Ness Feinde in der Unterwelt wie auch bei seinen Kollegen macht.

Unaufdringlich und mit ebenso groben wie präzisen Strichen werden die beiden Kontrahenten skizziert, deren Wege sich erst fast zu Ende des Films erstmals kreuzen. Davor gestaltet Scott ihr Tun als raffiniertes, aber unausweichliches Katz-und-Maus-Spiel, in dem Look und Sound immer präzise die Zeit nachzeichnen und ein regelrechtes Spalier von großartigen Nebendarstellern (besonders klasse: Chiwetel Ejiofor als Lucas Bruder) immer dann für Leben sorgen, wenn Scott zugunsten der Atmosphäre die Spannung schleifen lässt. Ganz großes Old-School-Kino für Erwachsene. ts.

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Info

Plakat des Films: American Gangster
  • FSK ab 16 freigegeben

FSK: ab 16

Kinostart: nicht bekannt

USA 2007

Länge: 2 h 37 min

Genre: Thriller

Originaltitel: American Gangster

Regie: Ridley Scott

Drehbuch: Steven Zaillian

Musik: Marc Streitenfeld

Produktion: Steven Zaillian, Ridley Scott, Brian Grazer

Kostüme: Janty Yates

Kamera: Harris Savides

Schnitt: Pietro Scalia

Ausstattung: Arthur Max

Website: http://www.americangangster-film.de

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