Hommage an den Giallo, dem erotisch-fetischistisch aufgeladenen italienischen Slasherthriller mit Schwerpunkt auf Frauenmorden, dem es mehr um den Stil als den Inhalt geht.

Kinostart: 19.01.2012

Marie Bos
als Ana

Charlotte Eugène-Guibeaud
als Ana, Teenager

Cassandra Forêt
als Ana, jung

Bianca Maria D'Amato
als Mutter

Harry Cleven
als Taxifahrer

Jean-Michel Vovk
als Vater

Delphine Brual
als Graziella

Bernard Marbaix
als Gro

Handlung

Die Französin Ana wird in ihrer Kindheit zum ersten Mal mit dem Tod konfrontiert, als der Leichnam ihres verstorbenen Großvaters tagelang zu Hause aufgebahrt wurde. Gleichermaßen fasziniert und verängstigt beobachtet sie den leblosen Körper. Als sie in ihrer Jugend und Erwachsenenzeit in die alten Korridore der Villa zurückkehrt, erlebt sie wahre Schlüsselmomente des Schreckens, die ihr weiteres Leben und ihr Verhältnis zu ihrem eigenen Körper maßgeblich prägen sollen. Die Schatten der Vergangenheit verfolgen sie fortan in immer unheimlicheren Erscheinungen.

Ana erinnert sich an drei einschneidende Ereignisse ihres noch jungen Lebens: Als Kind faszinierte wie verschreckte sie der im düsteren elterlichen Domizil aufgebahrte Leichnam ihres Großvaters. Jahre später begegnete sie als Heranwachsende beim Urlaub am Meer Halbstarken in Lederkluft und musste erleben, wie ihre eifersüchtige Mutter aufkeimenden Gefühle unterdrückte. Und als Erwachsene kehrt sie in ihr Kindheitshaus zurück, das nicht so verlassen ist, wie es scheint und mehr als nur imaginäre Gefahren birgt.

Drei Episoden ihres noch jungen Lebens haben Ana verstört, handelt es sich schließlich um Begegnungen mit Tod und sexueller Begierde, manchmal auch beiden zugleich. Experimentelle Kunstfilm-Hommage an den Giallo, der italienischen Form des Horrorthrillers.

Kritik

Der Film von Hélène Cattet und Bruno Forzani erinnert stilistisch klar an das italienische Giallo-Genre der Siebzigerjahre, in dem die klassische kriminologische Suche nach dem Mörder ungemein blutig und experimentell inszeniert wurde. So steht hier nicht die Handlung im Vordergrund, sondern die drei Ausschnitte aus dem Leben Anas, die sich fast wortlos und albtraumhaft vor dem Zuschauer entfalten, wobei sich die großen Themen Tod, Sexualität, Lust und Angst miteinander vermischen und hauptsächlich von Geräuschen, Bildern und Farben zehren. Ein kunstvolles filmisches Triptychon.

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Info

Plakat des Films: Amer - Die dunkle Seite deiner Träume
  • FSK ab 16 freigegeben

FSK: ab 16

Kinostart: 19.01.2012

Belgien/Frankreich 2009

Länge: 1 h 34 min

Genre: Thriller

Originaltitel: Amer

Regie: Hélène Cattet, Bruno Forzani

Drehbuch: Hélène Cattet, Bruno Forzani

Produktion: François Cognard, Eve Commenge

Kostüme: Jackye Fauconnier

Kamera: Manuel Dacosse

Schnitt: Bernard Beets

Ausstattung: Alina Santos

Website: www.neuevisionen.de/