Drama um einen Zivi, der bei der Betreuung eines KZ-Überlebenden lernt, dass Vergangenheit und Gegenwart untrennbar verbunden sind.

Kinostart: 16.08.2007

Alexander Fehling

Alexander Fehling
als Sven Lehnert

Ryszard Ronczewski
als Stanislaw Krzeminski

Barbara Wysocka
als Ania Lanuszewski

Piotr Rogucki
als Krzystof Lanuszewski

Rainer Sellien
als Klaus Herold

Lena Stolze
als Andrea Schneider

Lutz Blochberger
als J

Willy Rachow
als Lehrling Micha

Roman Gancarczyk
als Restaurator Karol

Adam Nawojczyk
als Restaurator Piotr

Halina Kwiatkowska
als Zofia Krzeminska

Joachim Lätsch
als Lehrer

Die Handlung von Am Ende kommen Touristen

Der 19-jährige Wehrdienstverweigerer Sven (Alexander Fehling) wollte eigentlich seinen Zivildienst in Amsterdam ableisten, findet aber nur im polnischen Städtchen Oswiecim eine Stelle. Unter dem Namen Auschwitz wurde es als größtes deutsches Vernichtungslager zum Symbol für den Holocaust. Neben seiner Arbeit an der Gedenkstätte soll sich Sven um den KZ-Überlebenden Krzeminski (Ryszard Ronczewski) kümmern, der ihn aus purem Deutschenhass schikaniert. Verständnis findet er zunächst nur bei der jungen Ania (Barbara Wysocka).

Ein leises, aber wirkungsvolles Drama von "Netto"-Regisseur Robert Thalheim, der die schwierige Vergangenheitsbewältigung ohne Pathos, aber mit vielen kleinen, bewegenden Momenten leistet und von einem erstklassigen deutsch-polnischen Ensemble lebt.

Eigentlich wollte der 19-jährige Berliner Sven in Amsterdam seinen Zivildienst ableisten, aber dann verschlägt es ihn ins polnische Oswiecim, das unter dem Namen Auschwitz traurige Berühmtheit erlangte als größtes Vernichtungslager der Nazis. U.a. muss er sich um den alten KZ-Überlebenden Krzeminski kümmern, der dem Deutschen seine Abneigung spüren lässt, ihn herumkommandiert und schikaniert.

Eigentlich wollte der 19-jährige Berliner Sven in Amsterdam seinen Zivildienst ableisten, aber dann verschlägt es ihn ins polnische Oswiecim, das unter dem Namen Auschwitz weltweit traurige Berühmtheit erlangte als größtes Vernichtungslager der Nazis. Unter anderem kümmert er sich um den alten KZ-Überlebenden Krzeminski, der dem Deutschen seine Abneigung spüren lässt, ihn herumkommandiert und schikaniert. Erst nach und nach kommt Sven mit dem über 80-jährigen klar.

Kritik zu Am Ende kommen Touristen

Ein junger Zivi lernt bei der Betreuung eines KZ-Überlebenden in Auschwitz, dass Vergangenheit und Gegenwart untrennbar verbunden sind.

Eigentlich wollte der 19-jährige Berliner Sven in Amsterdam seinen Zivildienst ableisten, aber dann verschlägt es ihn ins polnische Städtchen Oswiecim, das unter dem Namen Auschwitz traurige Berühmtheit erlangte als größtes Vernichtungslager der Nazis - Symbol des Terrors, des Völkermordes, des Holocausts. Neben seiner Arbeit in der Gedenkstätte soll sich Sven um den alten KZ-Überlebenden Krzeminski kümmern, der dem Deutschen seine Abneigung spüren lässt, ihn herumkommandiert und schikaniert. Anfänglich ist der sauer über die ungerechte Behandlung, bis er merkt, wie der weit über 80-Jährige immer noch mit den Verwüstungen der Seele kämpft und sich nicht vom Ort des Schreckens lösen kann, auch wenn er es als beschämend empfindet, vor neugierigen deutschen Schülern oder Azubis auf gelangweilte Fragen zu antworten oder seine KZ-Nummer zu zeigen, noch schlimmer: bei der Einweihung eines Denkmals als Alibi-Betroffener zu dienen. Der Alte mag kein Mitleid und keine Hilfe, schon gar nicht vom Enkel der Täter (eine perfekte Kombination: Bühnenschauspieler Alexander Fehling und die polnische Schauspiel-Ikone Ryszard Ronczewski).

Robert Thalheim ("Netto" 2005) nähert sich zurückhaltend der Thematik und zieht den Bogen zur Gegenwart. Während der Zivi unter der Last der Geschichte leidet, ist für die junge polnische Dolmetscherin, in die er sich verliebt hat, Oswiecim ein Dorf wie jedes andere, ihre Heimat, wo sie lebt, ohne an die Toten zu denken oder ihrer zu gedenken. Normalität, eben. Dennoch will sie weg, dahin, wo nicht jeder Meter Land blutgetränkt ist und Tod atmet, nach Brüssel ins Zentrum eines offenen Europas. Kein Pathos in diesem leisen Film, dafür viele kleine bewegende Momente. So erzählt Krzeminski ganz nebenbei, dass er auf der Rampe den Ankommenden versprochen habe, ihnen das Gepäck zurückzugeben. Deshalb repariert er wie besessen Koffer von Opfern. Erinnerungen, die das Grauen ahnen lassen. Ein Grauen, dass die neuen deutschen Fabrikherren in Oswiecim nicht kümmert. Sie wollen aufräumen mit dem Schlendrian und alles auf Vordermann bringen - moderne Besatzer, die nicht mit Gewehren, sondern Kapital regieren. Ganz langsam begreift der Junge und der Zuschauer die unerbittliche Konsequenz. Nur eine aktive Vergangenheitsbewältigung gibt der Gegenwart und Zukunftsträumen eine Chance. mk.

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Info

Plakat des Films: Am Ende kommen Touristen

Kinostart: 16.08.2007

Deutschland 2007

Länge: 1 h 25 min

Genre: Drama

Originaltitel: Am Ende kommen Touristen

Regie: Robert Thalheim

Drehbuch: Bernd Lange, Robert Thalheim, Alexander Buresch, Hans-Christian Schmid

Musik: Uwe Bossenz, Anton Feist

Produktion: Britta Knöller, Hans-Christian Schmid

Kostüme: Ewa Krauze

Kamera: Yoliswa Gärtig

Schnitt: Stefan Kobe

Ausstattung: Michal Galinski, Rita-Maria Hallekamp

Ton: Uwe Bossenz, Anton Feist

Website: http://www.amendekommentouristen.de