Die wahre Geschichte zweier Briten, die mit einem gefälschten Alienvideo die Welt an der Nase herumführten.

Kinostart: nicht bekannt

Bill Pullman

Bill Pullman
als Morgan Banner

Declan Donnelly
als Ray Santilli

Götz Otto

Götz Otto
als Lazlo Voros

Morwenna Banks
als Jasmine

Ant McPartlin
als Gary Shoefield

Omid Djalili
als Melik

Harry Dean Stanton
als Harvey

John Shrapnel
als Michael Kuhn

Matthew Blakeley
als Kameramann

Mike Blakeley
als Kameramann

Jimmy Carr
als Garys Boss

Handlung

Mitte der 90er entdecken die Engländer Ray und Gary (die britischen TV-Promis und Moderatorenstars Declan Donnelly und Ant McPartlin) im verstaubten Keller eines amerikanischen Ehepaares statt der anvisierten Elvis-Devotionalien das angeblich letzte Filmdokument einer Alien-Obduktion im Militärstützpunkt von Roswell aus dem Jahre 1947. Mit 30.000 Dollar, entliehen beim grimmigen Drogendealer (Götz Otto), erstehen sie den Film, nur um zu entdecken, dass der Zahn der Zeit das Ding zernagt hat. Jetzt ist guter Rat lebenswichtig. Kurzerhand beschließt man, den Film zu türken.

Bill Pullman

In Amerika entdecken Ray und Gary eine Goldader. Mit einem 30.000-Dollar-Kredit eines Londoner Dealers kaufen sie eine Filmkopie von 1947, die die Autopsie eines Aliens zeigen soll. Doch zurück in England hat sich das Material zersetzt. Um nicht vorzeitig im Grab zu landen, drehen die Freunde für ihren Finanzier mit Billigmitteln den Film nach, der sich überraschenderweise als Sensation entpuppt.

Ein amerikanisches Filmteam macht sich auf den Weg zur Londoner Produktionsfirma Qwerty Films, um dort für ein geheimes Interview mit Gary Shoefield und Ray Santilli zusammenzukommen. Die beiden Hobby-Regisseure sind weltberühmt geworden für ihre Aufnahmen von der Autopsie eines Außerirdischen, doch ihre Lebensgeschichte ist noch ein bisschen abenteuerlicher, als sie ohnehin schon klingt: Denn um ihre Schulden bei einem Drogenschmuggler bezahlen zu können, mussten sie das Video fälschen.

Kritik

Zwei Briten türken die Autopsie eines Aliens und lösen eine internationale Hysterie aus.

Es ist wohl eine Frage der Ökonomie, dass Aliens zur Abschreckung bisher so selten die Erde als Landeplatz ansteuerten. Schließlich reichte schon ein Kapitalcrash 1947 aus, um die Menschheit 60 Jahre zu verunsichern. Wie sehr das abgestürzte UFO von Roswell, das samt E.T. nach Vertuschung der US-Regierung spurlos verschwand, auch Jahrzehnte später noch in den vergleichsweise unterentwickelten Hirnen der Erdspezies herumspukte, zeigte sich 1995. In diesem goldenen Jahr extraterrestrischer Forschung präsentierten zwei Briten der Welt den einzigen Film von der Autopsie des 1947 verendeten Aliens. Überall berichteten TV-Stationen davon, redeten sich Experten die Köpfe heiß, ob das Material authentisch sei. Wer auch 10 Jahre danach noch immer diese Diskussion führt, wird jetzt durch eine Komödie erleuchtet. Sympathisch, amüsant, aber etwas blass und ohne richtigen Biss gibt sie die Ereignisse von 1995 wieder. Die britischen TV-Promis und Moderatorenstars Declan Donnelly und Anthony McPartlin spielen die langjährigen Freunde Ray und Gary, deren Leben durch eine von Rays Eskapaden auf den Kopf gestellt wird. Auf einem US-Trip, auf dem Ray ahnungslosen Privatleuten seltene Elvis-Devotionalien abschwatzen will, entdeckt Ray einen alten Konzertfilm mit der Memphis-Legende. Dessen Besitzer, ein ehemaliger Militärkameramann, hat eine noch größere Pretiose im Angebot: Die letzte Kopie der in Roswell durchgeführten Autopsie eines Aliens. Um sie zu bezahlen, muss sich Ray allerdings 30.000 Dollar von einem Drogenkönig (Götz Otto) leihen. Womit er ein Überlebensproblem bekommt, als auf der verstaubten Filmrolle dank chemischer Zersetzungsprozesse nichts mehr zu erkennen ist. Um seinem gefährlichen Geldgeber überhaupt etwas präsentieren zu können, stellen Ray und Gary mit Hilfe einiger kreativer Freunde, darunter ein Bestatter und ein Imbissbudenbesitzer, den Originalfilm nach. Das Ergebnis, unter anderem von gutmütigen Omis sabotiert, die während des Drehs im umgestylten Wohnzimmer Kekse ins Bild schleppten, halten alle für eine Katastrophe. Doch die Boulevardmedien denken anders und machen die Simulation zur Sensation. Trotz der Enttarnung des Schwindels durch ein Statement Rays im April 2006 blieb das Roswell-Mysterium intakt. Denn der Originalfilm, der später in Bruchstücken restauriert werden konnte, war echt. Das zumindest behaupten die geschäftstüchtigen Briten weiterhin felsenfest. kob.

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Info

Plakat des Films: Alien Autopsy - Das All zu Gast bei Freunden
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: nicht bekannt

Deutschland/Großbritannien 2006

Länge: 1 h 35 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Alien Autopsy

Regie: Jonny Campbell

Drehbuch: William Davies

Musik: Murray Gold

Produktion: William Davies, Barnaby Thompson

Kostüme: Rhona Russell

Kamera: Simon Chaudoir

Schnitt: Oral Norrie Ottey

Ausstattung: Grenville Horner

Website: http://www.alien-autopsy.de

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