Prominent besetzte Komödie um einen charmanten Schwindler, der mit seiner Alibi-Agentur Seitensprünge absichert.

Kinostart: nicht bekannt

Steve Coogan

Steve Coogan
als Ray Elliot

Rebecca Romijn

Rebecca Romijn
als Lola Davies

James Marsden

James Marsden
als Wendell Hatch

James Brolin
als Robert Hatch

Sam Elliott
als Der Mormone

Selma Blair
als Adelle

John Leguizamo
als Hannibal

Jaime King
als Heather Price

Debi Mazar
als Detective Rebecaa Bryce

Deborah Kara Unger
als Dorothy

Sharon Lawrence
als Judy Hatch

Henry Rollins
als Putty

Jim Cody Williams
als Bobo

Handlung

Ex-Gauner Ray Elliott (Steve Coogan) könnte eigentlich ganz zufrieden sein. Sein neues, erfrischend legales Geschäftsmodel, eine Alibi-Agentur für Fremdgänger, floriert beträchtlich. Zudem hat er die höchst attraktive Lola (Rebecca Romijn) als neue Mitarbeiterin angeheuert. Zwei Kleinigkeiten jedoch bereiten Steve große Sorgen: Ein Killer soll ihn umlegen, und die Polizei will ihm die tote Gespielin eines Kunden als Mord in die Schuhe schieben.

Illustre Besetzung, Murphy's Law und jede Menge amerikanisch prüder Sex in einem genussvoll verschachtelten Kriminalkomödienreigen in der Tradition von Tarantino und Ritchie.

Als Ex-Trickbetrüger hat Ray die Lüge zum Geschäftsmodell entwickelt. Mit seiner Agentur verschafft er Kunden Alibis für Seitensprünge. Als die Affäre des Sohns seines besten Klienten mit einer Frauenleiche endet, sind Rays Fähigkeiten gefordert. Er muss nicht nur den erotischen Unfall vertuschen, sondern sich auch Cops, rachsüchtige Liebhaber, intrigante Gangsterbosse und einen Killer vom Leib halten.

Ray Elliot bietet mit seiner Agentur den Kunden Alibis für Seitensprünge an. Doch während ihm schon seine neue Mitarbeiterin Lola gehörig den Kopf verdreht, muss der unschuldige Ray sich auch noch mit einem tödlichen Unfall herumschlagen, als dessen Verursacher er plötzlich dasteht. Aber Probleme zu lösen ist schließlich sein Job, und so macht er sich daran, nicht nur die Köpfe seiner Kunden, sondern auch den eigenen aus der Schlinge zu ziehen, während ihm Polizei und Lover des Opfers auf die Pelle rücken.

Kritik

Weil äußerliche Reize beim Seitensprung eine Hauptrolle spielen, hat diese leichte Komödie über das Fremdgehen diesbezüglich einiges zu bieten.

Mit einer stilvollen Creditsequenz, der Akzentuierung der Ausstattung und dem Cinemascope-Format, der Hausmarke des Comedyspezialisten Frank Tashlin, ist "Alibi" eine deutliche Reminiszenz an das Hollywood der Sixties. Die ineinander verzahnten Handlungsstränge dagegen verweisen auf das Kino der Neunziger - als gewaltentschärfte Variante der Plotknäuel von Tarantino oder Ritchie, die sich in einem Finale Grande auflösen. Auch wenn sich hier vieles um Sex dreht, geht es recht harm- und emotionslos zu, wenn Protagonist Ray (Steve Coogan) die vielen Figuren manipuliert und ihrer Bestimmung zuführt. Ray ist Leiter einer Agentur, die sich darauf spezialisiert hat, untreuen Kunden ein Alibi zu verschaffen. Neu im Team ist Lola (Rebecca Romijn), ein Verführungsprofi, der dem beziehungsfrustrierten Agenturchef am Ende den Glauben an die Liebe zurückgibt. Wirklich entwickelt wird diese wechselseitige Attraktion nicht, wirklich begründet zumindest aus Lolas Sicht auch nicht, weil es dem britischen Komödianten Coogan an Ausstrahlung fehlt, um überhaupt in die Umlaufbahn Romijns eintreten zu können. Die Romanze bleibt allerdings nur Nebenschauplatz einer Handlung, die sich darauf konzentriert, Rays Fähigkeiten als Multi-Problemlöser in den Vordergrund zu stellen. Als der Sohn seines besten Kunden bei S & M -Spielchen seine heimliche Affäre erwürgt, muss Ray die Leiche verschwinden lassen. Weil der übermotivierte Triebtäter für sein erotisches Wochenende mit Rays Kreditkarte bezahlte, gerät der Alibilieferant selbst ins Visier der Cops und des eifersüchtigen Lovers der Toten. Erschwerend kommt hinzu, dass ein Auftragskiller auf Ray angesetzt wird, dass ein Gangster-Oldie Ray zur Mitarbeit zwingt und dessen gelangweilte Frau in Ray eine jüngere Alternative gefunden zu haben glaubt. Am Ende laufen alle Handlungsfäden in einem Hotel zusammen, klingt dieses Regiedebüt heiter-entspannt aus, dessen größter Köder nicht seine Originalität, sondern seine namhafte Besetzung ist - ein Talentpool von Altpunkern (Henry Rollins), Cowboyveteranen (Sam Elliott), Seniorengigolos (James Brolin) und Beautyqueens (Romijn, Selma Blair). kob.

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Info

Plakat des Films: Alibi
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: nicht bekannt

USA 2005

Länge: 1 h 31 min

Genre: Komödie

Originaltitel: The Alibi

Regie: Matt Checkowski, Kurt Mattila

Drehbuch: Noah Hawley

Musik: Alexandre Desplat

Produktion: Patrick Wachsberger, James D. Stern, Erik Feig, Paul Hellerman

Kostüme: Christopher Lawrence

Kamera: Enrique Chediak

Schnitt: James Haygood

Ausstattung: Jerry Fleming