Hijacker-Thriller, in dem es Harrison Ford als Präsident ganz allein mit den Entführern aufnimmt.

Kinostart: 23.10.1997

Harrison Ford

Harrison Ford
als Pr

Gary Oldman

Gary Oldman
als Ivan Korshunov

Glenn Close

Glenn Close
als Vizepr

Wendy Crewson
als Grace Marshall

Paul Guilfoyle
als Stabschef Lloyd Shepherd

William H. Macy
als Major Caldwell

Liesel Matthews
als Alice Marshall

Dean Stockwell
als Walter Dean

Xander Berkeley
als Agent Gibbs

Bill Smitrovich
als Gen. Northwood

Elya Baskin
als Andrei Kolchak

David Vadim
als Igor Nevsky

Tom Everett
als Jack Doherty

Spencer Garrett
als Thomas Lee

Philip Baker Hall
als U.S. Attorney Gen. Ward

Donna Bullock
als Melanie Mitchel

David Gianopoulos
als Agent Johnson

Don McManus
als Colonel Carlton

Glenn Morshower
als Agent Walters

Jürgen Prochnow
als General Alexander Radek

Handlung

Bei einer Rede in Moskau kündigt Präsident James Marshall an, er werde künftig mit aller Macht gegen internationale Terroristen vorgehen. Kurz darauf muß er sein Wort schon in die Tat umsetzen, als der Dissident Korshunov und seine Mannen die Maschine des Präsidenten hijacken, um die Freilassung eines Generals zu erpressen. Im Alleingang muß sich Marshall den scheinbar übermächtigen Gegnern stellen.

Der US-Präsident James Marshall hat gerade auf einer Konferenz in Moskau dem internationalen Terrorismus den Krieg erklärt. Da wird auf seinem Heimflug in die Staaten die Regierungsmaschine von dem russischen Dissidenten Ivan Korshunov gekapert. Er droht, jede halbe Stunde eine Geisel zu töten, sollte der inhaftierte General Radek nicht freigelassen werden. Doch Korshunov hat die Rechnung ohne den Präsidenten gemacht. Denn dieser denkt gar nicht daran, sich mit der an Bord befindlichen Fluchtkapsel in Sicherheit zu bringen.

Dissident Korshunov und seine Mannen entführen die Maschine des Präsidenten um die Freilassung eines Generals zu erpressen. Hijacker-Thriller, in dem es Harrison Ford als Präsident ganz allein mit den Entführern aufnimmt.

Kritik

Die Stunde der (US-) Patrioten hat geschlagen! Deutsche Regisseure verstehen es in letzter Zeit anscheinend bestens, amerikanisches Nationalgefühl mit aufwendigen Hollywood-Produktionen zu bestärken. Spezialist dieser Sparte ist ohne Frage Wolfgang Petersen ("Outbreak"), der in seinem hochenergetischen Hijacking-Thriller wie bei seinem gefeierten US-Durchbruch "In the Line of Fire" den Präsident der Vereinigten Staaten ins Visier extrem gefährlicher Gegner geraten läßt. Doch schreitet hier kein Secret-Service-Agent in Gestalt von Clint Eastwood zur Rettung: Harrison "Indiana Jones" Ford muß als Führer der westlichen Welt die hochdramatischen Dinge selbst in die Hand nehmen.

Nachdem Präsident James Marshall bei einer Rede in Moskau Terroristen in aller Welt den Krieg erklärt, wird sein Regierungsflugzeug Air Force One auf dem Heimflug von dem russischen Dissidenten Korshunov (Gary Oldman effektiv in seiner Paraderolle als Bad Guy) und seinen Schergen gehijackt. Der cholerische Kommunist will die Freilassung des bestialischen Generals Radeck (Jürgen Prochnow) erzwingen, ansonsten droht er der Vizepräsidentin (Glenn Close), alle 30 Minuten eine der Geiseln - darunter neben Regierungsmitgliedern die First Lady (Wendy Crewson) und die Präsidententochter (Liesel Matthews aus "Little Princess") - zu erschießen. Er hat nicht damit gerechnet, daß Marshall sich nicht in seiner Fluchtkapsel abgesetzt hat, sondern sich noch an Bord befindet und die Sache sehr persönlich nimmt...

Neben dem "Kalter Krieg"-ähnlichen Konflikt zwischen den beiden Kontrahenten sind es die visuellen Effekte mit Jetfightern, einem Tankflugzeug und eine Fallschirmsprung-Sequenz, die den temporeichen Thriller ohne Stockungen vorantreiben. Perfektionist Petersen, der sich mit seinem Klassiker "Das Boot" bereits bestens vertraut mit klaustrophobischen Schauplätzen und militärischer Logistik erwies, bleibt seinem präzisen Inszenierungsstil treu und legte auch bei "AFO" viel Wert auf greifbaren Realismus, der sich bis ins kleinste Detail erstreckt. Sein Protagonist Ford, der problemlos vom ruhig-rationalen Politiker zum agil-aggressiven Actionhelden übergeht und dennoch seinen Jedermann-Appeal beibehält, erweist sich als Idealbesetzung für die Rolle des demokratisch, praktisch, guten Präsidenten Marshall. Sein militärischer Name - er ist zudem ein hochdekorierter Vietnamveteran - liefert ein aufschlußreiches Schlüsselwort. So gleicht das Drehbuch von Andrew W. Marlowe einem gut durchdachten Schlachtplan, das strategisch ohne viel Umschweife oder Humor die einzelnen Plot(stütz)punkte zu verknüpfen weiß. Darüber hinaus wurden vom offiziell kooperierenden amerikanischen Militär Personal Equipment wie F-15s und Blackhawk-Helikopter zur Verfügung gestellt. Der fast konstant eingesetzte, an Marsch- und Angriffsmusik erinnernde Score von Jerry Goldsmith erzeugt akustisch das entsprechende Ambiente.

Der Austragungsort an Bord der Air Force One - einer umfunktionierten Boeing 747 - führt natürlich zu Vergleichen mit ähnlich gelagerter Actionware wie "Einsame Entscheidung" oder "ConAir", denen "AFO" in allen Belangen stand hält. Das Setting und so manch konventioneller Actionabschnitt mögen zwar nicht immer taufrisch oder originell sein, doch dank der hervorragenden Besetzungsriege und der exzellenten Produktion wird Sonys kommerzieller Sommer-Höhenflug keinen Turbulenzen ausgesetzt sein. ara.

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Info

Plakat des Films: Air Force One
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 23.10.1997

USA 1997

Länge: 2 h 3 min

Genre: Thriller

Originaltitel: Air Force One

Regie: Wolfgang Petersen

Drehbuch: Andrew W. Marlowe

Musik: Joel McNeely, Jerry Goldsmith

Produktion: Wolfgang Petersen, Gail Katz, Armyan Bernstein, Jonathan Shestack

Kostüme: Erica Edell Phillips

Kamera: Michael Ballhaus

Effekte: Richard Edlund

Schnitt: Richard Francis-Bruce

Ausstattung: William Sandell, Carl Aldana, Carl Stensel

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