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Cast

Die Handlung von After Yang

In einer nicht näher benannten Zukunft sind Androiden ein fester Bestandteil des menschlichen Lebens. Als Jake (Colin Farrell) und Kyra (Jodie Turner-Smith) sich dazu entscheiden, ein kleines Mädchen zu adoptieren, fällt die Wahl gleichzeitig auch auf einen eigenen Haus-Androiden. Der einfühlsame Yang (Justin H. Min) soll die junge Mika (Malea Emma Tjandrawidjaja) emotional bei ihrer Eingliederung in die neue Umgebung unterstützen. Doch schon bald erweist sich Yang auch als hilfreiche Stütze für Jake und Kyra, die sich zunächst noch an ihre neue Elternrolle gewöhnen müssen.

Erst eine Fehlfunktion bringt das Familienleben aus dem Gleichgewicht.

Als Jake nach einer Lösung sucht, um Yang reparieren zu lassen, tritt er damit eine Lawine der Geheimnisse und Wahrheiten los. Vor allem über Yangs Vergangenheit lernt Jake bald mehr - und Yangs Verlust öffnet ihm auch die Augen für seine persönliche Situation...


Kritik zu After Yang

Mit seinen Kurzfilmen hat sich Regisseur Kogonada in den letzten Jahren Stück für Stück weiter in den Fokus der kunstliebenden Filmwelt gearbeitet. Nach seinem starken Debüt „Columbus“ mit John Cho machte ihn spätestens die Arbeit an Apples „Pachinko“ zu einem der vielversprechendsten versteckten Talente in der Welt der anspruchsvollen Filmschaffenden. Doch schon letztes Jahr stellte Kogonada erneut seine einzigartige Vision unter Beweis - erst jetzt kommt „After Yang“ auch zu uns.

Wie schon in der Einleitung kurz angerissen, ist „After Yang“ genau das: eine emotionale Gratwanderung zwischen Familiendrama und Zukunftsvision, die nicht selten an Meisterwerke wie Steven SpielbergsA.I. - Künstliche Intelligenz“ oder Alex GarlandsEx Machina“ erinnert. In Sachen Zukunftstristesse spiegelt das Sci-Fi-Drama hier und da auch Apples „Schwanengesang“ mit Mahershala Ali wider: Im Angesicht der technischen Perfektion, die das menschliche Leben nahezu lückenlos imitiert (und sogar übertrifft), gehen die menschlichsten aller Tugenden langsam aber sich verloren.

So ist „After Yang“ in erster Linie ein Film, der uns zum Nachdenken anregt, uns erdet und auf den Boden der emotionalen Tatsachen zurückholt. Dank Sky, die sich die Rechte an „After Yang“ in Übersee sichern konnten, dürfen wir nun endlich auch hierzulande Kogonadas Zukunftsblick erhaschen.

Lohnt sich, weil...

... das tiefschürfende Familiendrama gleichermaßen philosophisch wie lebensbejahend ist. Sicherlich kein Film für die breite Masse, Cineasten mit melancholischem Anspruch kommen an „After Yang“ aber kaum vorbei. Auch schauspielerisch erstklassig von Colin Farrell, Jodie Turner-Smith und Justin Min.