Das perfekte Geheimnis - auf KINO&CO

Science-Fiction-Action-Blockbuster-Version einer MTV-Trickfilm-Serie mit Oscargewinnerin Charlize Theron als futuristische Superheldin.

Kinostart: nicht bekannt

Charlize Theron

Charlize Theron
als Aeon Flux

Marton Csokas

Marton Csokas
als Trevor Goodchild

Jonny Lee Miller

Jonny Lee Miller
als Oren Goodchild

Sophie Okonedo
als Sithandra

Frances McDormand
als Handler

Pete Postlethwaite
als Keeper

Amelia Warner
als Una Flux

Caroline Chikezie
als Freya

Nikolai Kinski
als Claudius

Paterson Joseph
als Giroux

Yangzom Brauen
als Inari

Aoibheann O'Hara
als Wissenschaftler

Thomas Huber
als Wissenschaftler

Die Handlung von Aeon Flux

Anno 2415 hat ein Virus mal abgesehen von spärlichen Resten den gesamten Planeten Erde entvölkert. Lediglich die ummauerte Stadt Bregna erhebt sich als letztes Refugium herkömmlicher Zivilisation aus dem Endzeitdesaster, mehr oder minder weise regiert von einem Wissenschaftlerrat unter Führung des Diktators Trevor Goodchild (Marton Csokas). Diesen auszuschalten ist die Aufgabe der Untergrund-Agentin Aeon Flux (Charlize Theron). Je näher die Killerin dabei ihrem Ziel kommt, desto stärker wachsen die Zweifel am Sinn ihrer Mission.

"Girlfight"-Regisseurin Karyn Kusama sowie die Drehbuchautoren Phil Hay und Matt Manfredi ("Verrückt/Schön", "The Tuxedo") zeichnen verantwortlich für die effektgeladene Kinoadaption des gleichnamigen MTV-Cartoons.

Die Welt um etwa 2400: Seuchen haben einen Großteil der Menschheit vernichtet. Ausnahme ist der extrem gut bewachte Stadtstaat Bregna, der von einer Gruppe von Wissenschaftlern regiert wird. Aeon Flux ist eine Topagentin der Untergrundbewegung "Monican". Sie wird von ihrer Anführerin The Handler auf die Mission gesandt, den Boss der Wissenschaftler zu töten. Dabei deckt sie ein Geheimnis auf, das die vorherrschende Welt vollkommen in Frage stellt.

Man schreibt das Jahr 2415. 99 Prozent der Erdbevölkerung sind einem Virus zum Opfer gefallen, der Rest der Menschheit lebt eingemauert im idyllischen, extrem gut bewachten Stadtstaat Bregna. Das Sagen hat eine streng abgeschirmte Partei von Wissenschaftlern. Rebellen wie Aeon Flux, Topagentin der Untergrundbewegung "Monican", werden gnadenlos gejagt. Kein Wunder, hat es die Freiheitskämpferin doch auf Regierungschef Trevor Goodchild abgesehen, der um das dunkle Geheimnis der "schönen neuen Welt" weiß.

Kritik zu Aeon Flux

In der Leinwandadaption der kurzzeitig in den 90er Jahren gesendeten kultigen MTV-Sci-Fi-Zeichentrickserie präsentiert sich "Monster"-Schauspielerin Charlize Theron als akrobatische Auftragskillerin zur Abwechslung mal wieder von ihrer schönen und sexy Seite.

Erstmals als Actionheldin inszeniert wird Oscar-Gewinnerin Theron von "Girlfight"-Regisseurin Karyn Kusama. Das Gespür für weibliche Aggression ist zwar Kusamas Stärke, die Schaffung einer im Jahr 2415 angesiedelten Zukunftsvision ist jedoch eine andere Angelegenheit. Die umfasst die letzte Stadt der Erde, Bregna, wo ein Prozent der Menschheit (der Rest ist einem Virus zum Opfer gefallen) durch hohe Mauern von der Natur geschützt in scheinbar utopischer Harmonie lebt. Die optische Umsetzung vermittelt den Eindruck einer angestrengt-kreativen Produktion mit begrenzten Finanzmitteln, bei der versucht wurde, existierende Standorte (wuchtige Betonbauten und ornamentale Gärten) in die Designs zu integrieren. Der Science-Fiction-Anstrich wird in erster Linie durch avantgardistische Haarschnitte und Kostüme - im Fall der Titelheldin hautenge, figurbetonende Spandexoutfits - erzielt. Dies gibt ihr Bewegungsfreiheit, den neuesten Auftrag ihrer Rebellenführerin (Frances McDormand) auszuführen. Auszuschalten gilt es den Stadtregent Trevor Goodchild (Marton Csokas, zuletzt als Fiesling Guy de Lusignan in "Königreich der Himmel"), der durch seine Mao-inspirierten Plakate im Warhol-Stil als unlauterer Diktator zu erkennen ist. Doch als sie ihm nach turnerisch beeindruckendem Ansturm auf seine Festung gegenüber steht, zögert die Freiheitskämpferin. Goodchild ist ihr aus bizarren Träumen bekannt und entpuppt sich als engagierter Wissenschaftler zum Wohl der Menschheit. Plötzlich ist sich Aeon Flux ihrer Mission nicht mehr sicher und ein genretypisch vertracktes Sortieren zwischen Fakten und Vorgaben, Loyalitäten und Feindschaften nimmt seinen Lauf.

Die Drehbuchautoren Phil Hay und Matt Manfredi, die bereits für "Verrückt/Schön" und "Tuxedo" ein Team bildeten, liefern zu gleichen Teilen einen futuristischen Actionthriller und eine zarte Lovestory. Allerdings geben sie weder Aeon Flux noch anderen Figuren einen Hintergrund. Auch werden Themen wie die einer Überwachungsgesellschaft nach Vorbild eines Orwell oder Reinkarnation dermaßen oberflächlich angeschnitten, dass sie kaum ins Gewicht fallen. Spärlich gesät sind auch Spezialeffekte, u. a. messerscharfe Grashalme und ein mysteriöser quallenförmiger Zeppelin (CGI-kreiert), in dem Pete Postlethwaite als orakelhafter Methusalem die Stadt umkreist. Der beste Effekt dieses weitgehend humorfreien Fantasygespinsts ist Theron. Mit Hilfe von Stunt- und Gymnastikdoubles und freundlich kaschierendem Schnellschnitt, sobald es ans Nahkampf-Eingemachte geht, macht sie - wenn auch nicht gerade von Angelina Jolies Format als Lara Croft - eine schnittige Figur als gelenkige Actionamazone - und ist damit auch Verkaufsargument Nummer eins des Films. ara.

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Info

Plakat des Films: Aeon Flux
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: nicht bekannt

USA 2005

Länge: 1 h 33 min

Genre: Sci-Fi

Originaltitel: Aeon Flux

Regie: Karyn Kusama

Drehbuch: Phil Hay, Matt Manfredi

Musik: Graeme Revell

Produktion: Gale Anne Hurd, Gary Lucchesi, Gregory Goodman, David Gale

Kostüme: Beatrix Aruna Pasztor

Kamera: Stuart Dryburgh

Schnitt: Peter Honess, Plummy Tucker

Website: http://www.aeonflux.de