Liebesgeschichte und Sterbehilfedrama, das sich zu einem feinfühligen Film über schicksalhafte Begegnungen ergibt.

Kinostart: 11.07.2013

Jessica Schwarz

Jessica Schwarz
als Patrizia Munz

Hans-Werner Meyer

Hans-Werner Meyer
als Frank Berendssen

Sandrine Bonnaire

Sandrine Bonnaire
als Fran

Gérard Jugnot
als Monsieur Albert

Jean-Yves Berteloot
als Jean-Jacques Dupret

Ina Weisse
als Gloria Berendssen

Maria Matschke
als Lisa Berendssen

Thure Lindhardt
als Mika

André Jung
als Jules Tellier

Linda Foerster
als Cookie

Claudine Pelletier
als Marguerite Albert

Hannes Hellmann
als Dr. Br

Nicole Max
als Dr. Cassel

Tobias Kasimirowicz
als Patrizias Verleger

Jürg Löw
als Bankvorstand Frank

Heike Trinker
als Frau Wessler

Handlung

Banker Frank und die Schriftstellerin Patrizia treffen per Zufall am Flughafen aufeinander. Beide haben das gleiche Ziel, Paris, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Während Patrizia dort ihren Geliebten Jean-Jacques trifft, will Frank den beruflichen Coup seines Lebens einfädeln. Doch als Jean-Jacques nach einem Unfall ins Koma fällt und der Manager einem betrügerischen Metzger aufsitzt, haben beide mit elementaren Verlusten zu kämpfen, die sie zu Seelenverwandten machen, aber auch zwingen, ihr bisheriges Dasein zu überdenken.

Banker Frank und die Schriftstellerin Patrizia treffen per Zufall am Flughafen aufeinander. Beide haben das gleiche Ziel: Paris - wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Während Patrizia dort ihren Geliebten Jean-Jacques trifft, will Frank den beruflichen Coup seines Lebens einfädeln. Doch als Jean-Jacques nach einem Unfall ins Koma fällt und der Manager einem Betrüger aufsitzt, haben beide mit elementaren Verlusten zu kämpfen, die sie zu Seelenverwandten machen, aber auch zwingen, ihr bisheriges Dasein zu überdenken.

Am Krankenbett des komatösen Geliebten trifft Patrizia auf dessen Frau - und freundet sich mit ihr an. Jessica Schwarz und Sandrine Bonnaire in einem atmosphärisch dichten, hervorragend gespielten Beziehungsdrama.

Kritik

In dem schwermütigen Drama über besondere Beziehungen und schicksalhafte Begegnungen räsoniert Franziska Buch auch über das Für und Wider der Sterbehilfe.

Seit ihrem fulminanten Kinodebüt "Die ungewisse Lage des Paradieses" hat Franziska Buch höchst erfolgreich Kinderfilme inszeniert, darunter die Kästner-Neuadaption "Emil und die Detektive" und die Fortsetzung des "Bibi Blocksberg"-Abenteuers. Nun kehrt sie zu ihren dramatischen Wurzeln zurück. "Adieu Paris" ist hohe Schauspielkunst - zelebriert von Jessica Schwarz, Hans-Werner Meyer und Frankreichs Grande Dame Sandrine Bonnaire. "Adieu Paris" ist aber auch tiefschürfende Reflexion über die Irrungen und Wirrungen der Liebe, über schicksalhafte Begegnungen und Verknüpfungen und die Auseinandersetzung mit dem Für und Wider von Sterbehilfe, die allerdings an der Oberfläche bleibt. Letzteres Thema diktiert schließlich die Beziehung zwischen der deutschen Geliebten (Schwarz) und der französischen Ehefrau (Bonnaire) des Komapatienten, die sich ausgerechnet in der Diskussion über Leben und Tod näher kommen als man es von erbitterten Rivalinnen erwarten würde. Geradezu komödiantisch leicht wirkt dagegen der Erzählstrang, der von Hans-Werner Meyers Figur geprägt wird. Obwohl auch ihm, dem Banker, das Leben übel mitspielt und er alles (Materielle) verliert, sorgt doch sein Gegenspieler, der schlitzohrige Metzgermeister und französische Lebemann Monsieur Albert mit seinen augenzwinkernden Lebensweisheiten und unorthodoxen Ratschlägen für die heiteren Momente in einem Film, der weitestgehend von Trauer und Schmerz, Entscheidungsunfähigkeit und tiefen Grübeleien geprägt ist. Zwar spiegeln die dezidierten Dialoge - ganz zu Recht erhielt Martin Rauhaus dafür den Ludwigshafener Drehbuchpreis - die einzelnen Charaktere adäquat wider, doch Franziska Buch versäumt es zuweilen, ihrem Plot neue Impulse zu verleihen. Stattdessen versteigt sie sich in kompliziert verschachtelten Flashback-Erzählstrukturen und in langen Kamerafahrten durch Paris, die die Seine-Metropole zwar von ihrer schönsten Seite zeigen, der Geschichte selbst aber wenig dienlich sind. So entsteht virtuoses Kopfkino, das einige interessante philosophische Fragen aufwirft. Lletztendlich gelingt es den überwiegend kühl und distanziert agierenden Protagonisten nicht, dass man sich für ihr Schicksal auch wirklich zu erwärmen beginnt. lasso.

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Info

  • FSK ab 6 freigegeben

FSK: ab 6

Kinostart: 11.07.2013

Deutschland/Frankreich/Luxemburg 2012

Länge: 1 h 41 min

Genre: Drama

Originaltitel: Upgrade

Regie: Franziska Buch

Drehbuch: Martin Rauhaus

Musik: Gast Waltzing

Produktion: Nicolas Steil, Ralph Schwingel, Stefan Schubert, Hejo Emons

Kostüme: Peri de Bragança

Kamera: Hagen Bogdanski

Schnitt: Andrea Mertens

Website: http://adieuparis-film.de

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