Mit versponnenem Humor inszenierten Tragikomödie über eine Frau die verucht ihrer Midlife Crisis zwischen Theaterspielen und realem Leben Herr zu werden.

Kinostart: 17.04.2008

Marisa Borini
als Mutter

Valeria Golino
als Natalia Petrovna

Maurice Garrel
als Vater

Olivier Rabourdin
als Marc

Simona Marchini
als Tante

Gilles Cohen
als Jean-Luc

Bernard Nissile
als Jean-Paul

Laëtitia Spigarelli
als Juliette

Handlung

Die 40-jährige Schauspielerin Marcelline (Valeria Bruni-Tedeschi) ist entgegen dem Wunsch ihrer Mutter (Marisa Borini) Single und kinderlos. Als sie eine neue Rolle für Turgenews "Ein Monat auf dem Lande" probt, stellt ihr der Regisseur Denis (Mathieu Amalric) seine Assistentin Nathalie (Noémie Lvovsky) vor. Beide besuchten gemeinsam vor 20 Jahren die Schauspielschule, Nathalie entschied sich jedoch für eine Familie. Sie führen jeweils das Leben, das die andere gerne hätte.

Die französische Aktrice Valeria Bruni-Tedeschi stellt in ihrer zweiten Regiearbeit ein ruhiges Leben kräftig auf den Kopf. Das Ergebnis ist eine dramatische Komödie mit Anspruch und biografischen Zügen um Neurosen, unerfüllte Träume und Lebenswege.

Die bald 40-jährige Marcelline steckt nicht nur in ihrer Rolle als Natalia Petrowna bei den Proben für Turgenjews "Ein Monat auf dem Land" in der Klemme, sondern auch als zwischen Karriere und Kind hin- und her gerissenes Wesen - zumal der passende Erzeuger fehlt. Fortan muss sie sich mit einem jungen Kollegen, ihrer Mutter und dem Geist des verstorbenen Vaters herumschlagen.

Die bald 40-jährige Marcelline steckt nicht nur in ihrer Rolle als Natalia Petrowna bei den Proben für Turgenjews "Ein Monat auf dem Land" in der Klemme, sondern auch als zwischen Karriere und Kind hin- und her gerissenes Wesen - zumal der passende Erzeuger fehlt. Die gefeierte Schauspielerin fragt sich, was war überhaupt, was erwartet mich noch. Fortan muss sie sich mit einem jungen Kollegen, ihrer Mutter und dem Geist des verstorbenen Vaters herumschlagen, und wird auch noch von ihrem Regisseur gequält.

Kritik

Single, weiblich, kinderlos: In ihrem zweiten Spielfilm forscht Valeria Bruni-Tedeschi den fast unlösbaren Konflikt zwischen Schauspiel-Karriere und privatem Glück aus.

Jetzt oder nie. Den 40. Geburtstag vor Augen hören Frauen die biologische Uhr laut und deutlich ticken. Auch Marcelline steckt nicht nur in ihrer Rolle als Natalia Petrowna bei den Proben für Turgenjews "Ein Monat auf dem Land" in der Klemme, sondern auch als zwischen Karriere und Kind hin- und her gerissenes Wesen - zumal der passende Erzeuger fehlt. Die gefeierte Schauspielerin fragt sich, was war überhaupt, was erwartet mich noch. Aus der Eintönigkeit des Lebens auszubrechen, heißt auch Abschiednehmen von lieb gewordenen Gewohnheiten. Erst einmal drangsaliert die Neurotikerin deshalb ihre Umwelt und vor allem einen jungen sanften Kollegen, der mehr will als nur mit ihr auf der Bühne zu stehen, wird aber auch vom Regisseur (kreativer Sadist: Mathieu Amalric) gequält. Zudem muss sie sich mit Theater-Intrigen, ihrer Mutter, dem Geist des verstorbenen Vaters und Turgenjews Natalia Petrowna herumschlagen. Da bleibt nur Flucht in die Kirche mit der Bitte an die Heilige Jungfrau, die Liebe zu finden. Valeria Bruni-Tedeschi spielt in der von ihr mit versponnenem Humor inszenierten Tragikomödie auch die Hauptrolle des charmanten Nervenbündels am Scheideweg und switcht von den manchmal sehr surrealen Theaterproben in Marcellines reale Existenz mit allen Problemen und zurück, deckt dabei Widersprüchlichkeiten in beiden Bereichen auf und lässt die Emotionen nur so wogen. Ein gekonntes Spiel mit Meta-Ebenen bei dem die exaltierte Figur impulsiv zwischen Übertreibung und Wahrhaftigkeit, subtilem Witz und Traurigkeit balanciert. Bevor ihre Quängelei und Launenhaftigkeit jedoch in Zuschauer-Tortur ausartet, nimmt sie sich zurück und sammelt Sympathiepunkte. Bruni-Tedeschi, die schon in "Eher geht ein Kamel durchs Nadelöhr" mit autobiografischen Hinweisen jonglierte, lässt erneut ein Stück persönliche Lebenserfahrung einfließen und teilnehmen an ihrer Welt(sicht). Wenn sich manchmal die Handlungsstränge verknoten und verwirren, helfen funkelnde Selbstironie und pointierte Dialoge über allzu überraschenden Wendungen hinweg. mk.

Wertung Questions?

FilmRanking: 23941 >99

Filmwertung

Redaktion
-
User
-
Deine Wertung

Action

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Humor

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Gefühl

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Spannung

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Anspruch

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Info

Plakat des Films: Actrices ... oder der Traum aus der Nacht davor
  • FSK ab 6 freigegeben

FSK: ab 6

Kinostart: 17.04.2008

Frankreich 2007

Länge: 1 h 48 min

Genre: Drama

Originaltitel: Actrices

Regie: Valeria Bruni Tedeschi

Drehbuch: Valeria Bruni Tedeschi, Noémie Lvovsky

Produktion: Olivier Delbosc, Marc Missonnier

Kostüme: Caroline de Vivaise

Kamera: Jeanne Lapoirie

Schnitt: Anne Weil

Ausstattung: Emmanuelle Duplay

Website: http://www.actrices-der-film.de