Clint Eastwood kommt als alternder Einbrecher einem Mord im Dunstkreis des US-Präsidenten auf die Spur.

Kinostart: 22.05.1997

Clint Eastwood

Clint Eastwood
als Luther Whitney

Gene Hackman

Gene Hackman
als Pr

Ed Harris

Ed Harris
als Seth Frank

Laura Linney
als Kate Whitney

Judy Davis
als Gloria Russell

Scott Glenn
als Bill Burton

Dennis Haysbert

E. G. Marshall

Melora Hardin

Die Handlung von Absolute Power

Luther Whitney, ein alternder Einbrecher mit Tendenz zum Pensionisten, wird ausgerechnet bei seinem letzten Coup Zeuge, wie die Gespielin des US-Präsidenten nach einer Liebesnacht vom Secret Service hingerichtet wird. Von nun an sieht sich Whitney einem Heer von Verfolgern ausgesetzt, unter denen die Polizei noch der harmloseste Gegner ist.

Ein Einbruch bei dem Multimillionär Walter Sullivan soll der letzte große Coup des Meisterdiebs Luther Whitney sein. Kurz bevor er mit der Beute fliehen kann, kehrt Sullivans Ehefrau Christy unerwartet mit dem US-Präsidenten Alan Richmond im Schlepptau nach Hause zurück. Das Liebespaar gerät in einen heftigen Streit, in dessen Verlauf Christy Sullivan schließlich zu Tode kommt. Fortan hat Luther Whitney zwei mächtige Gegner: das FBI, das ihn als Augenzeuge beseitigen will, und die Polizei, die ihn als Mordverdächtigen verfolgt...

Profi-Einbrecher wird auf seine alten Tage in einen Polit-Skandal der höchsten Kreise verwickelt. Als Mordzeuge bzw. Verdächtiger wird er von Polizei, FBI und Präsidenten-Bodyguards gejagt. Solide inszenierter Action-Thriller von und mit Clint Eastwood.

Kritik zu Absolute Power

Nach seiner gefeierten Romanverfilmung "Die Brücken von Madison County" widmet sich die lebende Hollywood-Legende Clint Eastwood erneut einer Bestselleradaption. Mit "Absolute Power", nach der spannungsreichen, aber etwas trivialen Vorlage "Der Präsident" von David Baldacci, begibt sich Eastwood hier zugleich wieder auf vertrautes, spannungsreiches Thrillerterrain. In der Protagonistenrolle eines Topeinbrechers, der unfreiwillig Zeuge eines brisanten Mordes wird und antritt, ein marodes Establishment bloßzustellen, spielt der alte Haudegen einmal mehr sein nahezu unfehlbares Starcharisma aus.

Die Figur des Luther Whitney, ein alternder Berufskrimineller, in dessen zerfurchtem Gesicht sich wissender Stolz, bedauernder Schmerz und das verletzliche Bewußtsein der eigenen Sterblichkeit widerspiegelt, fügt sich nahtlos in Eastwoods vom fortgeschrittenen Alter diktierte Rollenwahl ein. Vor allem seinem konfliktbeladenen Secret-Service-Agenten aus "In the Line of Fire" steht sie sehr nahe. Nach seiner Abkehr vom konventionellen Actionheldentum vor etwa fünf Jahren zeigt sich Eastwood wieder von einer sehr menschlichen Seite. In diesem Fall kämpft er nicht nur gegen ruchlose Killer mit politischen Verbindungen, sondern auch mit der Schuld, nie für seine Tochter Kate (Laura Linney aus "Congo"), einer aufstrebenden Staatsanwältin, dagewesen zu sein. In eine prekäre Lage gerät Whitney, als er bei einem letzten Coup hinter einem doppelten Spiegel versteckt Zeuge wird, wie das Liebesspiel zwischen einer jungen Frau (Melora Hardin) und dem US-Präsidenten Alan Richmond (Gene Hackman, der für seine letzte Eastwood-Zusammenarbeit "Erbarmungslos" mit einem Oscar prämiert wurde) plötzlich zum brutalen Clinch eskaliert und damit endet, daß sie von zwei Secret-Service-Agenten erschossen wird. Vor seinem lautlosen Abgang nimmt Whitney ein belastendes Beweisstück an sich. Damit setzt er ein tödliches Katz-und-Maus-Spiel in Bewegung, bei dem er zwischen die Fronten gerät, denn die Mordkommision unter der Leitung von Seth Frank (Ed Harris, gewohnt zuverlässig) hält Whitney für den Hauptverdächtigen...

In seiner nunmehr neunzehnten Regiearbeit bleibt Eastwood seinem geradlinigen Inszenierungsstil treu und kommt ohne große Umschweife und Schnörkel auf den jeweiligen Punkt einer Szene. Die erstklassige Produktion und die exzellente Besetzung nimmt man bei einem Altmeister wie Eastwood beinahe schon als selbstverständlich hin. Ein Wermutstropfen trübt den Spaß an einem ansonsten grundsoliden Kinovergnügen von altem Schrot und Korn: Allzu sehr verläßt sich das von William Goldman (Oscars für "Zwei Banditen" und "Die Unbestechlichen") adaptierte Drehbuch, in dem reißerische Zutaten wie Sex, Mord, Machtmißbrauch und Verrat Eastwoods Charakter und dessen Gerechtigkeitsgefühl, Ehre und Schuldbewußtsein gegenüberstehen, auf logische Implausiblitäten und eine Anhäufung von Zufällen. Dennoch ist dem handwerklich hervorragend gelungenen Suspensethriller sein kraftvoller, energiegeladener Unterhaltungswert nicht abzusprechen. ara.

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Info

Plakat des Films: Absolute Power
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 22.05.1997

USA 1997

Länge: 2 h 0 min

Genre: Thriller

Originaltitel: Absolute Power

Regie: Clint Eastwood

Drehbuch: William Goldman

Musik: Clint Eastwood, Lennie Niehaus

Produktion: Clint Eastwood, Karen Spiegel

Kamera: Jack N. Green

Schnitt: Joel Cox

Ausstattung: Henry Bumstead, Jack G. Taylor