Bestechende Ode an das Jungsein, in der drei Freunde in Hamburg ihre letzte gemeinsame Nacht zelebrieren.

Kinostart: 30.09.1999

Frank Giering

Frank Giering
als Floyd

Florian Lukas

Florian Lukas
als Ricco

Antoine Monot, Jr.

Antoine Monot, Jr.
als Walter

Julia Hummer
als Telsa

Albert Kitzl
als Elvis

Jochen Nickel
als Snake

Hannes Hellmann
als Klaus

Sven Pippig
als Pornomann

Guido Schick
als Dulle

Silvana Bosi
als Walters Oma

Barbara de Koy
als Irmgard

Gustav Peter Wöhler
als Horst

Michael Sideris
als Dieter

Peter Franke
als Meister

Alfons Lütje
als Bew

Andreas Schröders
als Burger-Manager

Ina Holst
als Riccos Mutter

Anna Krosigk
als Riccos Schwester Manuela

Jessica Persson
als Riccos Schwester Chantal

Richard Beek
als Tankwart

Johannes Silberschneider
als Hans

Die Handlung von Absolute Giganten

Aus heiterem Himmel unterbreitet Floyd seinen besten Freunden Walter und Rico, daß er auf einem Dampfer angeheurt hat und Hamburg bereits am nächsten Morgen für immer verlassen wird. Die letzten Stunden sollen unvergeßlich werden: Die drei Freunde stürzen sich in eine Nacht der großen Abenteuer und kleinen Niederlagen - und finden sich unvermittelt bei einem Tischfußballspiel wieder, bei dem es um Alles oder Nichts geht.

Der melancholische Floyd, dessen Bewährungsauflagen ausgesetzt werden, unterbreitet seinen Kumpels Walter und Rico, dass er ihre gemeinsame Heimatstadt Hamburg am nächsten Morgen für immer verlassen wird. Deshalb sollen die letzten Stunden unvergesslich werden. Das Trio stürzt sich sogleich ins Nachtleben, und während die drei Unzertrennlichen durch Bars, Clubs und Straßen ziehen, erleben sie große Abenteuer, aber auch schmerzliche Niederlagen. Am Ende landen sie bei einem Kickerspiel, bei dem es plötzlich um Alles oder Nichts geht.

Der melancholische Floyd teilt seinen Kumpels Walter und Rico mit, dass er ihre gemeinsame Heimatstadt Hamburg für immer verlassen wird. Zum Abschied stürzen sie sich ins Nachtleben und ziehen durch Bars, Clubs und Straßen. Beeindruckendes Regie-Debüt des Schauspielers Sebastian Schipper, der für seine Geschichte von wahrer Freundschaft mit Frank Giering, Florian Lukas und Antoine Monot Jr. ein mitreißendes Schauspielertrio zusammenstellte.

Kritik zu Absolute Giganten

Mit Sebastian Schipper läßt X-Filme Creative Pool erstmals einen Nicht-Gesellschafter als Regisseur für ein Projekt der Produktionsfirma von "Lola rennt" und "Das Leben ist eine Baustelle" reüssieren. Das Regiedebüt des Schauspielers über die letzte Nacht, die drei jugendliche Freunde in Hamburg miteinander verbringen, bevor einer von ihnen für immer in die Ferne zieht, ist eine wunderbare Ode an das Jungsein, die genau das ist, was sich das von Frank Giering, Florian Lukas und Antoine Monot Jr. auf den Punkt dargestellte Trio unter Leben vorstellt: sehnsüchtig, traurig, lustig, aufregend, wild, unberechenbar. Ein bewußt ungeschliffener Rohjuwel der stillen Gesten und unausgesprochenen Gefühle, der strahlender glänzt, je länger man ihn nachwirken läßt.

Zwei Jahre hat eine Bewährungsauflage den schweigsamen, charismatischen Floyd an Hamburg und ein Leben gefesselt, das ihn nur dann glücklich macht, wenn er mit seinen Freunden, dem liebenswerten Großmaul Rico und dem stillen, jeden Moment mit den anderen genießenden Walter, auf die Piste geht. Als die Bewährung aufgehoben wird, ändert sich alles auf einen Schlag: Als freier Mann heuert Floyd auf einem Dampfer an, der schon am nächsten Morgen Richtung Afrika auslaufen wird. Die letzten Stunden davor sollen unvergeßlich werden - sagen sich die drei Freunde und stürzen sich in eine Nacht der kleinen Niederlagen, von denen jede einzelne sie noch stärker aneinander schweißt. In Walters 74er Granada gurken sie ziellos durch die Straßen, nehmen sich gegenseitig beim Fußball hoch, machen auf dem Gelände einer Autoshow Mist und ziehen den Zorn der ansässigen Stunttruppe zu und landen nach einer Odyssee der Irrungen schließlich in einem kleinen Club, in dessen Keller sie zu einem Tischfußballspiel antreten, in dem es auf einmal um Alles oder Nichts geht.

Kein falscher Ton findet sich in diesem schwermütigen, leidenschaftlichen Film über Freundschaft, Jungsein, Träume und den Moment des absoluten Glücks. Völlig unprätentiös und unaufgeregt fängt Sebastian Schipper seine Helden ein und kreiert in seinem Streifzug durch die Hamburger Nacht ohne viel Worte eine zum Greifen dichte Stimmung, die auch die oft banalen Erlebnisse der Jungs auf ihrer Suche nach der großen Sause, die nicht kommt, zu einem großen Filmerlebnis macht. Daß "Absolute Giganten" so tief bewegt, ist vor allem den erschütternd guten Schauspielleistungen von Florian Lukas, Antoine Monot Jr. und Frank Giering zu verdanken. Jederzeit würde man ihnen abnehmen, daß sie auch in natura so sind wie im Film: Vor allem Frank Giering, 20 Kilo leichter als noch in "Funny Games", mit seiner starken Präsenz bietet eine Leistung, die mit den Auftritten von Franka Potente in "Lola rennt" oder August Diehl in "23" konkurriert. Das schönste daran: Sebastian Schipper bläst seinen Film nicht unnötig auf. Er weiß um die Wirkung der wie immer bestechenden Bilder von Frank Griebe und der brillant eingesetzten Musik (in erster Linie wunderbare Elektroschlaufen des Weilheimer Trios The Notwist). Und er gönnt sich den Luxus, sie wirken zu lassen, ganz unmittelbar, ganz intensiv. Das Ergebnis ist bezaubernde Romantik für das neue Jahrtausend, die immer weiter wächst und nicht mehr losläßt. Absolut gigantisch. ts.

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Info

Plakat des Films: Absolute Giganten
  • FSK ab 6 freigegeben

FSK: ab 6

Kinostart: 30.09.1999

Deutschland 1999

Länge: 1 h 20 min

Genre: Drama

Originaltitel: Absolute Giganten

Regie: Sebastian Schipper

Drehbuch: Sebastian Schipper

Produktion: Tom Tykwer, Stefan Arndt

Kostüme: Tina Klömpken

Kamera: Frank Griebe

Schnitt: Andrew Bird

Ausstattung: Andrea Kessler