Letzte Hauptrolle des verstorbenen Philip Seymour Hoffman als deutscher Anti-Terror-Agent in einem Top-Thriller nach John Le Carrés Bestseller.

Kinostart: 11.09.2014

Philip Seymour Hoffman

Philip Seymour Hoffman
als G

Rachel McAdams
als Annabel Richter

Grigori Dobrigin
als Issa Karpov

Willem Dafoe
als Tommy Brue

Robin Wright
als Martha Sullivan

Homayoun Ershadi
als Dr. Faisal Abdullah

Nina Hoss
als Erna Frey

Franz Hartwig
als Karl

Daniel Brühl
als Maximilian

Kostja Ullmann
als Rasheed

Vicky Krieps
als Niki

Mehdi Dehbi
als Jamal

Rainer Bock
als Dieter Mohr

Tamer Yigit
als Melik Oktay

Derya Alabora
als Leyla Oktay

Herbert Grönemeyer
als Michael Axelrod

Charlotte Schwab
als Ursula

Max-Volkert Martens
als Otto Burgdorf

Bernhard Schütz
als Otto Keller

Martin Wuttke
als Der Admiral

Ursina Lardi
als Mitzi

Handlung

Der russisch-tschetschenische von Folter gezeichnete Issa Karpow fordert bei einer Hamburger Bank das im Schließfach liegende illegale Vermögen seines Vaters ein und sucht Kontakt zur islamischen Gemeinde. Günther Bachmann, Leiter einer halb offiziellen deutschen Anti-Terrorismus-Einheit, will durch den Fremden die Hintermänner eines islamistischen Finanznetzes, das Al Kaida zuarbeitet, entlarven. Dazu braucht er Zeit. Die lassen ihm aber weder CIA und noch andere deutsche konkurrierende Geheimdienste.

Der russisch-tschetschenische, von Folter gezeichnete Issa Karpow fordert bei einer Hamburger Bank das im Schließfach liegende illegale Vermögen seines Vaters ein und sucht Kontakt zur islamischen Gemeinde. Günther Bachmann, Leiter einer halb offiziellen deutschen Anti-Terrorismus-Einheit, will durch den Fremden die Hintermänner eines islamistischen Finanznetzes, das Al Kaida zuarbeitet, entlarven. Dazu braucht er Zeit. Die lassen ihm aber weder CIA und noch andere deutsche konkurrierende Geheimdienste.

Ein Anti-Terror-Experte hofft in Hamburg, an Al-Kaida-Hintermänner heranzukommen, wird aber vom CIA ausgespielt. Atmosphärisch dichter, intensiver Agententhriller nach einer Vorlage von Bestsellerautor John Le Carré.

Kritik

Der unvergessliche Philip Seymour Hoffman in einer seiner letzten Rollen als deutscher Spion in der fesselnden Adaption des John Le Carré-Thrillers "Marionetten".

Einen passenderen Zeitpunkt für Anton Corbijns dritten Film nach "Control" und "The American" könnte es eigentlich nicht geben. Wie in der Realität intrigiert auch auf der Leinwand ein Geheimdienst gegen den anderen, funkt die CIA den deutschen Kollegen kräftig ins Geschäft. Zentrum des düsteren Spionage-Thrillers ist Hamburg, für die Amerikaner der unheilige Ort, an dem die "Todespiloten" die 9/11-Anschläge planten und wo man wohl auch heute niemandem trauen darf. Genau da taucht der dubiose Flüchtling Issa Karpov auf, ein von Folter gezeichneter Ex-Tschetschenien-Kämpfer, meldet bei einer renommierten Bank Ansprüche auf das illegal erworbene Vermögen seines nicht ganz sauberen russischen Vaters an und knüpft Kontakt zur islamischen Gemeinde. Schnell will der US-Geheimdienst zugreifen. Dabei hat Günther Bachmann, Leiter einer halboffiziellen deutschen Antiterrorismus-Einheit, ganz andere Pläne, will den Fremden als Köder benutzen, um über einen moslemischen Führer ein islamistisches Finanznetz auszuheben. Dazu braucht er aber Zeit, die ihm weder andere deutsche Dienste noch die CIA lassen. Karpov wird zum "most wanted man".

In von Benoit Delhomme eingefangenen grauen, manchmal wackeligen Hamburgbildern spielt der größte Teil des melancholischen Thrillers. Der grandiose Philip Seymour Hoffman gibt als ständig rauchenden und Whisky-saufenden Bachmann einen zynischen Spion alter Schule, der cool die smarten neumodischen Agenten deklassiert. Weit weg vom James-Bond-Glamour durchstreift er die dunklen Ecken der Hansestadt, dominiert das doppelte Katz-und-Maus-Spiel schauspielerisch in allen Nuancen, auch wenn Nina Hoss als seine rechte Hand, Rachel McAdams als Menschenrechtsanwältin, Robin Wright als CIA-Schlange und Willem Dafoe als zwielichtiger Bankier beachtliche Performances liefern. Die packende Adaption von Le Carrés Roman aus dem Jahr 2008 muss natürlich mit einem Rückschlag für den enden, der in seiner Strategie das Ganze sieht und nicht nur kurzfristigen Erfolg. Im akribisch wie ein Puzzle aufgebauten Plot bleibt es in der allgemeinen Paranoia trotzdem schwierig, die einzelnen Teile zuzuordnen. Mag die Atmosphäre weniger intensiv sein als in Tomas Alfredsons "Dame, König, As, Spion" über den britischen Auslandsgeheimdienst, "A Most Wanted Man" ist bestes Kino vom alten Schlag, entmystifiziert Geheimdienstarbeit als undankbaren Job, setzt weniger auf Action denn auf Charakterzeichnung. Niemand ist wirklich gut oder wirklich böse. Herbert Grönemeyer sorgte nicht nur für den Soundtrack, sondern übernahm auch eine kleine Rolle. mk.

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Info

  • FSK ab 6 freigegeben

FSK: ab 6

Kinostart: 11.09.2014

Deutschland/Großbritannien/USA 2014

Länge: 2 h 2 min

Genre: Thriller

Originaltitel: Most Wanted Man

Regie: Anton Corbijn

Drehbuch: Andrew Bovell

Musik: Herbert Grönemeyer

Produktion: Simon Cornwell, Stephen Cornwell, Andrea Calderwood, Gail Egan, Malte Grunert

Kostüme: Nicole Fischnaller

Kamera: Benoît Delhomme

Schnitt: Claire Simpson

Ausstattung: Sebastian T. Krawinkel

Website: http://www.senator.de/movie/a-most-wanted-man

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