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Die Handlung von A Haunting in Venice

Einst war Hercule Poirot ein angesehener Detektiv, doch die Zeiten liegen hinter ihm. Zu viel Leid hat er schon sehen und ertragen müssen. Seine letzten Jahre will er deshalb ohne Vorkommnisse und Mordfälle auf seinem Altersruhesitz in Venedig verbringen. Damit sein Vorhaben auch wirklich klappt, sorgt Leibwächter Vitale Portfoglio dafür, dass niemand sich ihm nähern kann.

Doch bei Schriftstellerin Ariadne Oliver scheint Vitale geschlafen zu haben. Plötzlich steht sie vor dem einstigen Profi-Ermittler und bittet ihn um einen Gefallen. Es hat auch nichts mit einem Mordfall zu tun, versichert sie. Er soll lediglich dabei sein, wenn das renommierte Medium Joyce Reynolds eine Séance abhält. Ariadne will sie nämlich der Lügenmärchen überführen.

Und tatsächlich kann sie Poirot wirklich dazu überreden. So gesellt er sich auf dem Anwesen der Gastgeberin Rowena Drake zu einer illustren Gesellschaft, die aus dem Arzt Leslie Ferrier, dessen Sohn Leopold und Maxime Gerard, dem ehemaligen Liebhaber der verstorbenen Drake-Tochter, besteht.

Wer hätte denn ahnen können, dass sie es an diesem Abend wirklich mit dem Tod zu tun bekommen? Wer hätte ahnen können, dass einer von ihnen das Zeitliche segnet?


Kritik zu A Haunting in Venice

Agatha Christie und ihre Detektivgeschichten um Miss Marple und Detektiv Hercule Poirot sind klassisches Literaturgut. Kein Wunder, dass die Filmindustrie schon das ein ums andere Mal die Fühler ausgestreckt hat, um einige ihrer Werke zu verfilmen. Eine der erfolgreichsten Adaptionen unserer Zeit ist definitiv die damalige Verfilmung von „Mord im Orientexpress“ aus der Hand Sir Kenneth Branaghs gewesen. Schließlich wurden die Produktionskosten um ein Vielfaches wieder eingenommen.

Dass man bei so einem Erfolg natürlich direkt das nächste Werk nachlegen muss und am besten wieder Sir Kenneth Branagh für die Inszenierung und die Titelrolle verpflichten, liegt ebenfalls auf der Hand, was uns letztlich „Tod auf dem Nil“ bescherte, der leider in vielerlei Hinsicht nicht an die Leistungen seines Vorgängers heranreichte.

Trotzdem, und das ist für uns ziemlich verwunderlich, begrüßt uns Sir Kenneth Branagh dieser Tage wieder mit gespitztem Bart und ebenso spitzem Verstand auf den großen Leinwänden. „A Haunting in Venice“ erzählt eine weitere Geschichte aus dem Leben des Hercule Poirot. Und dieses Mal kleidet sich das Whodunit sogar in einem Haunted House-Gewand. Ob das „A Haunting in Venice“ zum Erfolg verhilft, muss sich natürlich erst noch zeigen, doch das Staraufgebot, dass Sir Branagh für „A Haunting in Venice“ ans Set geholt hat, kann sich definitiv sehen lassen. So ist „Belfast“-Newcomer Jude Hill dabei. Außerdem arbeitet Sir Branagh wieder mit Jamie Dornan („Heart of Stone“) zusammen. Darüber hinaus dürfen wir uns auf tolle Darbietungen von Tina Fey („Unbreakable Kimmy Schmidt“), Michelle Yeoh („The School for Good and Evil“) und Kelly Reilly („Yellowstone“) freuen.

Lohnt sich, weil Branagh mit seinem Genre-Wagnis einen Glückstreffer gelandet hat. Komisch und unterhaltsam zugleich.