Faszinierendes Biopic über das schizophrene Mathegenie John Nash, dessen Frau über Jahrzehnte der Krankheit zu ihm hält.

Kinostart: 28.02.2002

Russell Crowe

Russell Crowe
als John Nash

Jennifer Connelly

Jennifer Connelly
als Alicia Larde Nash

Ed Harris

Ed Harris
als William Parcher

Christopher Plummer
als Dr. Rosen

Paul Bettany
als Charles Herman

Adam Goldberg
als Sol

Josh Lucas
als Hansen

Vivien Cardone
als Marcee

Anthony Rapp
als Bender

Jason Gray-Stanford
als Ainsley

Judd Hirsch
als Helinger

Austin Pendleton
als Thomas King

Die Handlung von A Beautiful Mind - Genie und Wahnsinn

John Nash (Russell Crowe) beginnt 1947 das Studium in Princeton. Von den Kommilitonen wird er zwar als Sonderling betrachtet, doch seine Forschungen bringen ihm eine Anstellung. Er verliebt sich in eine Mitstudentin und wird vom Verteidigungsministerium zum Codeknacken engagiert. Doch seine Paranoia, Teil einer russischen Verschwörung zu sein, treibt ihn immer tiefer in die Schizophrenie.

Faszinierendes Biopic über den schizophrenen Nobelpreisträger John Forbes Nash Jr., den Russell Crowe ("Gladiator") in einer Oscar-reifen Leistung darstellt. Regisseur Ron Howard versteht es, bei seiner cleveren Inszenierung mit visuellen Kunstgriffen die Denkprozesse des Genies zu verdeutlichen und eine Balance zwischen Kopf und Herz her zu stellen.

John Nash beginnt 1947 das Studium in Princeton. Von den Kommilitonen als Sonderling betrachtet, bringen ihm seine Forschungen eine Anstellung. Er verliebt sich in eine Mitstudentin und wird vom Verteidigungsministerium zum Codeknacken engagiert. Doch seine Paranoia, Teil einer russischen Verschwörung zu sein, treibt ihn immer tiefer in die Schizophrenie.

Schon am ersten Tag in Princeton macht sich John Forbes Nash Jr. 1947 mit überragendem Intellekt und mangelnder Sozialkompetenz bei seinen Kommilitonen unbeliebt. Ein paar Jahre später hat es der skurrile Ausnahmemathematiker zu einem Job am Elite-Forschungszentrum MIT gebracht. Doch trotz glücklicher Ehe entwickeln sich Nashs Zwangsvorstellungen zu einer ausgewachsenen Schizophrenie. Nach langem schmerzhaften Genesungsprozess und der Rückkehr nach Princeton wird der oft belächelte Forscher 1994 mit dem Nobelpreis geehrt.

Trotz glücklicher Ehe entwickeln sich die Zwangsvorstellungen des Ausnahmemathematikers Nash zu einer ausgewachsenen Schizophrenie. Nach langem Genesungsprozess wird der oft belächelte Forscher 1994 mit dem Nobelpreis geehrt. Packendes Drama mit Russell Crowe, das mit vier Oscars zu den großen Gewinnern des Jahres 2002 zählte.

Kritik zu A Beautiful Mind - Genie und Wahnsinn

Die Grenzen zwischen Genie und Wahnsinn sind bekanntlich eng gesteckt und in Regisseur Ron Howards ("Apollo 13") biografischen Drama über 47 Jahre im Leben des schizophrenen Nobelpreisträgers John Forbes Nash Jr. wird diese innere Zerrüttung faszinierend auf die Leinwand gebannt. Oscargewinner Russell Crowe ("Gladiator") liefert eine brillante Darstellung als der von Paranoia zerfressene Protagonist und könnte dafür durchaus mit einer weiteren der begehrten goldenen Statuen belohnt werden.

Die Prämisse eines genialen Exzentrikers, der das furchterregende Abtauchen in die Abgründe des eigenen Geistes durch die Liebe einer starken Frau überwindet, wurde bereits in dem Drama "Shine" (Oscar für Hauptdarsteller Geoffrey Rush) aufgegriffen. Statt um musikalischer Noten dreht sich das Denken des Protagonisten hier um mathematische Gleichungen. Für das Gros des Publikums dürfte dies zunächst nach einem abschreckend trockenen Thema klingen. Doch Howard versteht es bei seiner cleveren Inszenierung mit einigen geschickten visuellen Kunstgriffen eine gewisse Transparenz des Denkprozesses des Genies zu kreieren, wobei die eigentliche Materie von Nashs Theorien über Dynamikprinzipien lediglich angeschnitten wird. Das Drehbuch von Akiva Goldsman basiert auf der gleichnamigen Biografie von Sylvia Nasar und schildert mit einer ausgewogenen Balance zwischen Kopf und Herz den beschwerlichen Werdegang Nashs.

Angeknüpft wird mit seinem ersten Tag an der renommierten Princeton-Universität im Jahr 1947. Innerhalb weniger Minuten werden seine überragende Intelligenz und seine proportional unterentwickelten sozialen Umgangsformen dargelegt. Nashs Studienkollegen halten ihn für einen brüsken Sonderling, der unaufhörlich auf der Suche nach einer "wirklich originellen Idee" ist, mit der er sich distinguieren kann. Er erreicht tatsächlich sein Ziel und dies führt in den frühen fünfziger Jahren zu einer Anstellung am MIT. Kurz darauf macht er zwei bedeutsame Bekanntschaften: den mysteriösen Agenten William Parcher (der stets zuverlässige Ed Harris), der ihn zum Codebrechen fürs Verteidigungsministerium rekrutiert und die attraktive MIT-Studentin Alicia (träumerisch schön: Jennifer Connelly aus "Requiem For A Dream"), die er alsbald heiratet. Doch seine Paranoia in einer russischen Konspiration verwickelt zu sein, treiben ihn zu zunehmend schizophreneren Verhaltensweisen und Alicia sieht sich gezwungen, Psychiater Dr. Rosen (Christopher Plummer, agierte bereits mit Crowe in "nsider") hinzuziehen. Ein langer, emotional schmerzhafter Genesungsprozess beginnt und Nash kehrt schließlich nach Princeton zurück, wo er viele Jahre, von der Administration geduldet und von Studenten gehänselt, seinen Studien nachgeht. Beträchtlich gealtert (dank des hervorragenden Makeups von Greg Cannon, der Crowe bereits in "Insider" sensationell transformierte) erlebt er im Jahr 1994 mit der Verleihung des Nobelpreises den größten Triumpf seines Lebens. Mit der finalen ergreifenden Dankesrede am Podium, die Nash seiner Frau widmet, wird nochmals betont, wie es sich im Kern um eine inspirierende Liebesgeschichte handelt.

Crowe macht sich die Figur des komplexen Mathematikers mit Haut und Haaren zu eigen. Er adaptierte eine verhalten-ruckartige Sprechweise, einen schleppenden Gang und diverse Körpergesten, die eine leicht gestörte Motorik suggerieren. Die extremen Auswirkungen seiner Krankheit spielt er - abgesehen von seinem (insulin)schockreichen Psychatrieaufenthalt - mit effektivem Understatement. Mit Kostar Connelly verbindet Crowe eine beträchtliche Chemie, die das glaubwürdige Fundament für die Porträtierung einer unerschütterlichen Lieben bildet. Die exquisite Kameraarbeit, die zahlreiche Großaufnahmen insbesondere von Connelly umfasst, wurden von Kameraas Roger Deakins beigesteuert, während der relativ unaufdringliche Instrumentalscore auf das Konto von James Horner geht. ara.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 28.02.2002

USA 2001

Länge: 2 h 15 min

Genre: Drama

Originaltitel: A Beautiful Mind

Regie: Ron Howard

Drehbuch: Akiva Goldsman

Musik: James Horner

Produktion: Ron Howard, Brian Grazer

Kostüme: Rita Ryack

Kamera: Roger Deakins

Schnitt: Mike Hill, Dan Hanley

Ausstattung: Wynn Thomas, Robert Guerra

Auszeichnungen

2 Oscars: 2 Golden Globes: