Komödie um die mit bekannten Comedians besetzte berühmte "Männer-WG", sehr frei nach den Brüdern Grimm.

Kinostart: 28.10.2004

Otto Waalkes

Otto Waalkes
als Bubi

Mirco Nontschew

Mirco Nontschew
als Tschakko

Boris Aljinovic

Boris Aljinovic
als Cloudy

Markus Majowski
als Cookie

Heinz Hoenig
als Brummboss

Martin Schneider
als Speedy

Ralf Schmitz
als Sunny

Cosma Shiva Hagen
als Schneewittchen

Nina Hagen
als B

Hans Werner Olm
als Spliss

Christian Tramitz
als J

Atze Schröder
als Hofnarr

Rüdiger Hoffmann
als Spiegel

Norbert Heisterkamp
als 8. Zwerg

Mavie Hörbiger
als Rotk

Helge Schneider
als Der weisse Helge

Hilmi Sözer
als Torw

Harald Schmidt
als Besucher

Tom Gerhardt
als 1. Wache

Helmut Zerlett
als Dirigent

Douglas Welbat
als Vollstrecker

Markus Hoffmann
als Schwule Wache

Lena Amende
als Speedys Freundin

Holger Franke
als Wache

Antonio Monfort
als Neger

Olaf Jacobs
als Wache

Horst Tomayer
als Fanfarenbl

Okko Bekker
als Fanfarenbl

Till Hoheneder
als 2. Wache

Katharina Beissel
als Frau Dr. Billerbeck

Doris Hasslinger
als Alter Dame

Isolde Gündisch
als Zofe

Corinne Courlet
als Zofe

Aranka Kosowksi
als Zofe

Andrea Furrer
als Zofe

Nadine Langholz
als Zofe

Heike Rosenbaum
als Zofe

Anne Hild
als Magd

Swantje Raettig
als Magd

Holger Franken
als Wache

Jan Drobeck
als Wache

Rafael Kozyra
als Wache

Nikolas Abs
als Wache

Roger Gracher
als Wache

Ansgar Döhmen
als Lakai

Tomek Grochoki
als Wache

Fabian Sack
als Wache

Christoph Burgstedt
als Lakai

Florian Poetsch
als Lakai

Philippe Siepen
als Lakai

Handlung

Die Zwerge Bubi, Brumboß, Cooky, Doc, Dändy, Speedy und Tschakko leben, von der Welt und besonders von den Frauen bitter enttäuscht, ihr idyllisches, sorgenfreies Leben als Männer-WG im hinteren Märchenwald. Da klopft eines Tages das Abenteuer in appetitlicher Gestalt der verfolgten Prinzessin Schneewitchen (Cosma Shiva Hagen) an ihre Pforten und bittet um zwergenhaften Beistand im Kampf gegen die intrigante Königin (Nina Hagen).

Profilierte Comedians von Mirco Nontschew über Hans Werner Olm, Atze Schröder und Rüdiger Hoffmann bis zu Helge Schneider und Harald Schmidt geben sich die Klinke zu Ehren des neuen Filmes von Otto Waalkes in die Hand, der sich mit dieser Grimmschen Märchenadaption einen Kindheitstraum erfüllte.

Die sieben Zwerge sind überzeugt, dass das Leben allein unter Männern in einem einsamen Wald ohne Frauen am besten sei. Bis das schöne Schneewittchen auf der Flucht vor der bösen Königin an ihre Tür klopft - da kann selbst der härteste Zwerg nicht nein sagen, und es beginnt ein gar erfreuliches Miteinander mit der neuen WG-Bewohnerin. Aber dann entführt die eitle Königin ihre Rivalin und plant eine öffentliche Verunstaltung des anmutigen jungen Mädchens.

Hinter den sieben Bergen, über die Steinbrücke rüber und tief in den Unterwald rein leben die 7 Zwerge in trauter, vegetarischer Männerrunde. Bis das holde Schneewittchen auftaucht und dem süßen Nichtstun ein Ende macht. Doch mit der rassigen Dunkelhaarigen tun sie's gerne: schrubben, waschen, bügeln und sich fein machen. Auch den lecker Fleischhappen im zarten Saitling können die Kurzen nicht widerstehen. Alles paletti also, bis die böse Königin Schneewittchen entführt und mit deren öffentlicher Verunstaltung droht.

Kritik

Bis "Bully" Manitu beschwor, war Otto der Größte. Nein, nicht Otto "Rehakles" Rehagel, Meistertrainer in griechischen Diensten, sonder Otto "der Außerfriesische", Otto, der Blödelbarde aus dem hohen Norden, der mit seinen Spielfilmen regelmäßig ein Millionenpublikum beglückte. So brachte es beispielsweise "Otto - Der Film" 1985 auf knapp neun Millionen Besucher. Wurden solche Zahlen später auch nicht mehr erreicht, blieb Otto dennoch ein Publikumsmagnet. Seinen bislang letzten Kinoauftritt, "Otto - Der Katastrofenfilm", beklatschten 2000 immer noch mehr als eine Million Fans. Und die werden sich seine aktuelle Märcheninterpretation wohl nicht entgehen lassen.

Als einer der sieben Zwerge lebt Bubi alias Otto unter Oberzwerg Brummboss friedlich hinter den sieben Bergen. Jenseits der Steinbrücke, tief im so genannten Unterwaldt - Sven Unterwaldt zeichnet als Regisseur sowie, neben Otto Waalkes und Bernd Eilert, als Koautor verantwortlich -, frei von dominanter, besserwisserischer Frauengesellschaft, lassen's die Herren unter ihren kleidsamen Zipfelmützen ruhig angehen. Gegessen wird vegetarisch, den wenigen Befehlen des Chefs - gegen sein Image besetzt: Heinz Hoenig - Folge geleistet und im übrigen Fünf gerade sein gelassen. Bis eines Tages das schöne Schneewittchen an die Tür der Männer-WG klopft und Unterschlupf begehrt. Da ist es plötzlich vorbei mit dem "Frauen - nein danke!". Da richten sich die Zipfelmützen steif, pardon steil auf - außer beim Brummboss (das Alter vielleicht?) -, da ist plötzlich allgemeiner Waschtag angesagt und jeder der Herren versucht sich ins rechte Licht zu setzen. Die Hütte wird aufgemöbelt, Schneewittchens Hälfte in schickem Rosa gestrichen. Gemütlich soll sie's haben, diese edle Maid, die zur Freude aller - mit Ausnahme des Kochzwergs Cookie - endlich den Speiseplan mit deftig-knackigen Bratwürstchen (Deutschländer oder Brutzler?) aufwertet. Doch die Idylle währt nur kurz. Dann ist das Schneewittchen wieder weg, entführt von der bösen Königin, die es nicht dulden kann, nicht die Schönste im Land zu sein.

Otto trifft die Gebrüder Grimm - und sorgt für jede Menge Waalk'sches Chaos. Da reimt sich Flokati auf Party, dienen leichte Schläge auf den Hinterkopf als Motivationsschub und darf auch so manch grobe Zote nicht fehlen. Otto hat pausiert, Luft geholt, Deutschlands Comedy-Elite um sich versammelt und "Bully" Herbig auf seine Facon Kontra gegeben. Wie bei "(T)Raumschiff Surprise: Periode 1" oder "Der Wixxer" ist auch bei dieser, nicht nur für deutsche Verhältnisse aufwändigen Studioproduktion die Story ein bloßer Leitfaden, eine Richtschnur für eine Abfolge, eine Aneinanderreihung von Gags. Die zünden verschieden gut und verschieden laut, zielen auf ein möglichst breites Publikum. Während die Kleinen über simplen Slapstick, die Tölpelhaftigkeit der Zwerge lachen können, darf sich die Harald-Schmidt-Gemeinde über einen Kurzauftritt ihres Meisters freuen und dessen Ex-Kapellmeister Helmut Zerlett hoch oben auf den Burgzinnen in die Tasten des Keyboards greifen. Gleichzeitig reißt Atze Schröder als Hofnarr Witze über Schwarzhaarige statt Blondinen, spielt Helge "Doc" Schneider mit Schalk in den Augen das Orakel - "Herr der Ringe" lässt grüßen - und liefern sich die Hagens, Mama Nina und Töchterchen Cosma Shiva, einen schrillen, ungleichen Zickenkampf.

Das Spiel mit Klischees, die Variation des Altbekannten, das ist Ottos Spezialität. Darauf setzt er in "7 Zwerge - Männer allein im Wald", wie auch auf Nonsens, Kalauer und Wortverdreher, das "Zitieren" von Blockbustern. Comedy pur wird hier geboten und jedem Zuschauer sein ganz persönlicher Liebling. Ein simples Rezept. Altbekannt - vielleicht. Aber auch überaus erfolgsversprechend.geh.

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Info

Plakat des Films: 7 Zwerge - Männer allein im Wald

Kinostart: 28.10.2004

Deutschland 2004

Länge: 1 h 35 min

Genre: Komödie

Originaltitel: 7 Zwerge - Männer allein im Wald

Regie: Sven Unterwaldt

Drehbuch: Sven Unterwaldt, Otto Waalkes, Bernd Eilert

Musik: Joja Wendt

Produktion: Otto Waalkes, Bernd Eilert, Douglas Welbat

Kostüme: Susanne Platz, Bernd Gaebler

Kamera: Jo Heim

Schnitt: Julia Frihling

Ausstattung: Christian Bussmann

Website: http://www.7zwerge-derfilm.de