Bitterböse Satire über den Heiligen Geist, der den Sohn Gottes überzeugen will, die anstehende Apokalypse noch einmal zu vertagen.

Kinostart: 17.02.2011

Adele Neuhauser
als Frau Holacek

Alfred Dorfer
als Pfarrer Erdinger

Julia Hartmann
als Mona

Michael Schweighöfer
als Gottvater

Raimund Wallisch
als Mann vom Abschleppdienst

Hannes Ringlstetter
als Pensionsbetreiber

Karl Fischer
als Hoteldirektor

Jana Podlipná
als Mariza

Stefanie Dvorak
als Sandra

Christian Ulmen
als Langl

Volker "Zack" Michalowski
als Barbesucher

Handlung

Der Heilige Geist, der auf den klingenden Namen Hage hört, fristet auf Erden ein kümmerliches Dasein. Ein Musical, das in der Tanzbar von Friedl am 31. Dezember uraufgeführt werden soll, soll das Blatt wenden. Dummerweise erscheint ausgerechnet jetzt Christl, der Sohn Gottes, und eröffnet Hage, dass er gekommen ist, um die Apokalypse vorzubereiten. Das gilt es zu verhindern. Hage versucht Christl mithilfe der Go-go-Tänzerin Mona von der Menschheit zu überzeugen. Damit nimmt das Unheil seinen Lauf.

Der Heilige Geist, der auf den klingenden Namen Hage hört, fristet auf Erden ein kümmerliches Dasein. Ein Musical, dessen Uraufführung in der Tanzbar von Friedl am 31. Dezember ansteht, soll das Blatt wenden. Dummerweise erscheint ausgerechnet jetzt Christl, der Sohn Gottes, und eröffnet Hage, dass er gekommen ist, um die Apokalypse vorzubereiten. Das gilt es zu verhindern. Hage versucht Christl mithilfe der Go-Go-Tänzerin Mona von der Menschheit zu überzeugen. Damit nimmt das Unheil seinen Lauf.

Kritik

Apokalypse - nein danke! Weniger göttliche Komödie denn bitterböse Satire um den Heiligen Geist, Gottes Sohn und einen schlitzohrigen Barbetreiber.

"A b'soffene G'schicht im Heiligenmilieu" ist "3faltig", sie spielt zur Weihnachtszeit im malerischen Bad Ischl und wenn man nach den Bildern urteilt, dürfte dem österreichischen Fremdenverkehrsverband das Herz aufgehen. Viel Schnee, malerische Bergkulisse und kernige Einheimische - fehlt eigentlich nur die singende Lederhose Hansi Hinterseer. Aber ihn vermisst man nicht wirklich, gibt es hier doch genügend andere skurrile Figuren. Den Hage etwa, den Heiligen Geist (sympathisch: Christian Tramitz), der auf Erden ein kümmerliches Dasein fristet und sich mit Devotionalienverkauf über Wasser hält und sogar vom Dorfpfarrer (aalglatt: Alfred Dorfer) übers Ohr hauen lässt. Aber er hat einen Plan. Er arbeitet an einem Musical, "Holy Spirit Megastar" - Parallelen zu "Jesus Christ Superstar" sind rein zufällig! -, das in der Go-Go-Bar "Beverly Hills" vom Friedl (Roland Düringer) an Silvester uraufgeführt werden soll. Da erscheint blöderweise Christl (etwas blass: Matthias Schweighöfer), der Sohn Gottes, und eröffnet ihm, dass er gekommen ist, um die Apokalypse vorzubereiten - mit Zweidrittelmehrheit habe man das im Himmel beschlossen.

Die Satire geht auf eine Idee des Comedy-Spezialisten Murmel Clausen ("Bullyparade") und Tramitz zurück, die mit Regisseur Harald Sicheritz ("Hinterholz 8") bereits die zehnteilige ORF-Sitcom "Die Gipfelzipfler", eine "Realzeit Volksmusik-Verarsche" (Sicheritz) gedreht haben. Die Ausgangsidee ist originell, das Personal, sprich die Darsteller sind spielfreudig und gut gewählt, nur das Kinogefühl will nicht so richtig aufkommen. Anstatt eine stringente Erzählstruktur zu entwickeln, begnügen sich Regisseur und Autorenteam mit einer Aneinanderreihung mehr oder weniger komischer Episoden. Hat man sich damit abgefunden, steht dem hinterfotzigen Vergnügen jedoch nichts mehr im Wege. Der Wortwitz kommt scharf und präzise, Düringer, hier mit Vorarlberger Dialekt, ist in dieser Beziehung eine Klasse für sich. Ihm und seiner angeliebten Sado-Maso-Beziehung Adele Neuhauser alias Frau Holacek hätte man mehr Leinwandzeit gewünscht. Ebenso wie dem optischen Augenschmaus, dem züchtigen Animiermädchen Mona (Julia Hartmann), die mehrere Tode stirbt und der als Leiche ein ähnliches Schicksal beschieden ist wie weiland Hitchcocks Titelhelden in "Immer Ärger mit Harry". Fehlt nur noch zu erwähnen, dass auch "Herr Lehmann" Christian Ulmen als Skitourist kurz vorbeischaut und dem Hage im unpassenden Moment ein Gespräch über dessen kaputtes Auto anhängt. Typisch Piefke - aber einen Ösi kann so etwas nicht aus der Ruhe bringen. geh.

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Info

Plakat des Films: 3faltig
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 17.02.2011

Deutschland/Österreich 2010

Länge: 1 h 37 min

Genre: Komödie

Originaltitel: 3faltig

Regie: Harald Sicheritz

Drehbuch: Christian Tramitz, Murmel Clausen, Harald Sicheritz, Herman Bräuer

Musik: Lothar Scherpe

Produktion: Kurt J. Mrkwicka, Andreas Fallscheer

Kostüme: Thomas Oláh

Kamera: Thomas W. Kiennast

Schnitt: Paul M. Sedlacek

Ausstattung: Bertram Reiter

Website: http://www.3faltig-film.de

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