Action geladener Entführungs-Thriller, in dem ein Paar nur 24 Stunden Zeit hat, ihre Tochter wiederzubekommen.

Kinostart: nicht bekannt

Charlize Theron

Charlize Theron
als Karen Jennings

Kevin Bacon

Kevin Bacon
als Joe Hickey

Courtney Love

Courtney Love
als Cheryl Hickey

Stuart Townsend
als Will Jennings

Pruitt Taylor Vince
als Marvin Pool

Dakota Fanning
als Abby Jennings

Colleen Camp
als Joan Evans

Die Handlung von 24 Stunden Angst

Joe und Cheryl Hickey (Kevin Bacon und Courtney Love) träumen vom perfekten Verbrechen und entführen zu diesem Zweck die sechsjährige Tochter des schwerreichen Ehepaars Jennings (Charlize Theron und Stuart Townsend). Innerhalb von 24 Stunden soll das Lösegeld in ihren Händen sein, sonst stirbt das Kind. Leider hat der minutiös ausgearbeitete Plan auch ein paar Schwächen, und als die Jennings Wind von diesen bekommen, gehen sie zum Gegenangriff über.

Luis Mandoki

Während sich Star-Mediziner Will auf einem Ärzte-Kongress feiern lässt, wird seine Tochter Abby gekidnappt. Die Eltern sehen sich mit einem unglaublich raffiniert ausgeklügelten Entführungsplan konfrontiert, der unbarmherzig nur eins besagt: in 24 Stunden sind die Entführer im Besitz des Lösegeldes oder ihre Tochter stirbt.

24 Stunden nach der Lösegeldübergabe soll die entführte Abby wieder zu ihren Eltern zurückkehren. Die Stunden dazwischen verbringen drei ungewöhnliche Duos miteinander. Kidnapper Joe passt auf Abbys Mutter Karen auf, die er auch zu vergewaltigen versucht. Joes durchgeknallte Frau Cheryl spielt Wachhund für Karens Mann Will und der leicht debile Marvin hält Abby in Schach. Unerwartet fügt sich die Familie aber nicht in die ihr zugedachte Rolle und es entbrennt ein gefährliches Kräftemessen zwischen Tätern und Opfern.

Kritik zu 24 Stunden Angst

Der eher für romantische Schnulzen bekannte Regisseur Luis Mandoki ("Angel Eyes", "Message in a Bottle") überrascht mit einem soliden Entführungsthriller, der ein vertracktes psychologisches Spiel zwischen Opfer und Täter, einen fulminanten Action-Showdown und vier attraktive Hauptdarsteller vorweisen kann: Ehepaar Charlize Theron und Stuart Townsend stehen als Eltern Courtney Love und Kevin Bacon als skrupellosem Entführerpärchen gegenüber, dessen perfekt ausgeklügelter Plan schließlich mit den eigenen Waffen geschlagen wird.

Das von Greg Isle auf Grundlage seines Romans "24 Hours" adaptierte Drehbuch ragt dabei dank eines so spannenden wie interessanten Ploteinfalls aus dem Genreangebot heraus: Ein dreifach bewährter Entführungsplan, dessen Ziel stets eine wohlhabende Familie, ein Kind gewissen Alters und eine Mutter von gewisser Attraktivität vorsieht, hat in diesem Fall nicht nur das Asthmaleiden des Entführungsopfers übersehen, sondern gleichzeitig nicht mit der heftigen Konfrontation mit den Eltern gerechnet. Aus der eigentlichen Absicht ergeben sich damit drei Paar-Konstellationen, in denen sich Täter und Opfer jeweils 24 nervenaufreibende Stunden lang im Bemühen um die Kontrolle über die Situation gegenseitig belauern.

Nach genau einem Tag und der Übergabe einer Lösegeldsumme von $250.000 will Kidnapper Joe Hickley (Kevin Bacon) die kleine Abby Jennings (Jungstar Dakota Fanning aus "I Am Sam") wieder zurück in die Arme ihrer Mutter Karen (stark: Charlize Theron) und ihres Vaters Will (Stuart Townsend, sehr bemüht um Glaubwürdigkeit als erfolgreicher Arzt, Wissenschaftler und Familienvater) übergeben, der sich im Moment der Entführung auf einer Geschäftsreise befindet. Während Joe in diesem Zeitraum Karen nicht aus den Augen lässt, hält seine durchgeknallte Ehefrau Cheryl (auf den Punkt besetzt: Courtney Love) den aufgelösten Vater in seinem Hotelzimmer in Schach, derweil Joes leicht beschränkter und beleibter Cousin Marvin (Pruitt Taylor Vince) das Kind an einem geheimen Ort versteckt. Bleibt einer der im Dreißigminutentakt verabredeten Anrufe seines "Bosses" aus, muss Marvin umgehend die kleine Abby töten. Doch: Karen kämpft entschlossen mit allen Mitteln und Reizen und versucht, den Spieß umzudrehen, als deutlich wird, dass Joes Plan offensichtlich die Vergewaltigung der Mutter einschließt; ebenso findet Will parallel die Schwachstelle in Cheryls Vergangenheit, die sich schnell zu seinem Vorteil ausspielen lässt - und selbst der naive Marvin ist schließlich hin- und hergerissen zwischen den Anweisungen seines Cousins und der Sympathie für die leidende Abby.

Mit Hilfe ausgezeichneter schauspielerischer Leistungen und brillanter Kameraarbeit kreiert Regisseur Luis Mandoki eine düstere, unsichere und ruhelose Atmosphäre, emotional dicht und spannungsintensiv, die lediglich gen Ende der Unglaubwürdigkeit erliegt und die Lösung des Plots in einer haarsträubenden Verfolgungsjagd mit einem Wasserflugzeug und zwei Autos explodieren lässt. Dass der Film an den U.S.-Kinokassen so gar kein Feuerwerk der Begeisterung entfachte, mag tatsächlich weniger an der zeitweise vorhersehbaren Story, als an deren dramatischem Realitätsbezug zum Zeitpunkt des Starttermins liegen. Nachdem bereits nach einer Woche Drehzeit Kameramann Piotr Sobocinski ("Kopfgeld") am Set verstarb und Frederick Elmes einsprang, erwies sich als weitaus größeres Problem die Tatsache, dass die nach einer Reihe bestürzender realer Fälle gegenüber dem Thema Kindesentführung äußerst sensibilisierte amerikanische Bevölkerung kein Interesse daran verspürte, dieses auch noch zum abendlichen Unterhaltungsprogramm zu machen. cm.

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Info

Plakat des Films: 24 Stunden Angst
  • FSK ab 16 freigegeben

FSK: ab 16

Kinostart: nicht bekannt

USA 2002

Länge: 1 h 45 min

Genre: Thriller

Originaltitel: Trapped

Regie: Luis Mandoki

Drehbuch: Greg Iles

Musik: John Ottman

Produktion: Mimi Polk Gitlin, Luis Mandoki

Kostüme: Michael Kaplan

Kamera: Piotr Sobocinski, Frederick Elmes

Schnitt: Jerry Greenberg

Ausstattung: Richard Sylbert, William Heslup

Website: http://www.24stundenangst-derfilm.de