17 Mädchen eines französischen Gymnasiums beschließen gemeinsam schwanger zu werden. Der sensibel erzählte Film beruht auf einer wahren Begebenheit in den USA.

Kinostart: 14.06.2012

Louise Grinberg
als Camille

Juliette Darche
als Julia

Roxane Duran

Roxane Duran
als Florence

Esther Garrel
als Flavie

Yara Pilartz
als Cl

Solène Rigot
als Mathilde

Noémie Lvovsky
als Schulkrankenschwester

Florence Thomassin
als Camilles Mutter

Carlo Brandt
als Schuldirektor

Frédéric Noaille
als Florian

Arthur Verret
als Tom

Die Handlung von 17 Mädchen

Eine Schülerin wird schwanger und will keine Abtreibung. Erst machen es ihr die engen Freundinnen nach, am Ende erwarten weitere 16 Mädchen ein Kind. Gegen den Rat von Eltern und Lehrer und ohne Interesse an den Erzeugern hoffen sie, sich durch die Mutterschaft aus Langeweile und Perspektivlosigkeit in der kleinen bretonischen Stadt zu retten. Sie halten zusammen wie Pech und Schwefel, träumen von einer großen Frauen-WG, in der sie selbständig und selbstbestimmt leben können, bis die Wirklichkeit sie einholt.

Kritik zu 17 Mädchen

Dramödie über Schülerinnen, die Schwangerschaft als Unabhängigkeitserklärung an die Gesellschaft begreifen.

In Massachusetts soll im Frühjahr 2008 eine Gruppe von Schülerinnen einen Pakt geschlossen haben, zur gleichen Zeit schwanger zu werden. Diese Idee greifen Delphine und Muriel Coulin in ihrem vielschichtigen Jugendporträt auf und siedeln sie in der Bretagne an. Irgendwo am Meer liegt der kleine Ort Lorient, es ist nichts los, alles wirkt ein bisschen heruntergekommen und wie von Gestern. Camille ist ein hübsches Mädchen und hofft auf ein Leben weit weg vom Alltag im Betonhochhaus. Als sie schwanger wird, entscheidet sie sich gegen eine Abtreibung. Bald machen es ihr die engen Freundinnen nach, am Ende erwarten weitere 16 Mädchen ein Kind. Gegen den Rat von Familie und Lehrer und ohne Interesse an den Erzeugern hoffen sie, sich durch die Mutterschaft aus Langeweile und Perspektivlosigkeit zu retten, den Zwängen des Elternhauses zu entrinnen, vielleicht ein bisschen bedingungslose Liebe zu erlangen. Sie halten zusammen wie Pech und Schwefel, träumen von einer großen Frauen-WG, in der sie selbständig und selbstbestimmt leben können, bis die Wirklichkeit sie einholt.

Der Blick auf eine verlorene Generation, die sich von den Erwachsenen abgrenzen möchte, sich an Schwangerschaftsgymnastik und Ultraschall erfreut und die Konsequenzen für die Zukunft nicht bedenkt, ist pädagogikfrei und schafft den Spagat zwischen Komik und Konflikt. Die bewegte Kamera spiegelt die Unsicherheiten der (etwas zu zahlreichen) Protagonistinnen wieder, die weiter trinken und rauchen, ihre Angst und ihre Hoffnung. Dann wieder fängt sie fast romantisch den Himmel ein und das Meer, sogar die Ansammlung von Beton wirkt plötzlich wie weich gezeichnet. Der Zusammenprall gesellschaftlicher Normen und Suche nach Identität zieht sich wie ein roter Faden durch den Film. Aus 600 Mädchen wurden die Darstellerinnen herausgepickt, eine Mischung aus Schauspielerinnen und Laien. Großartig ist Louise Grinberg, die auch schon in Michael Hanekes "Das weiße Band" vor der Kamera stand, als trotzige und optimistische Anführerin. mk.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 14.06.2012

Belgien/Frankreich 2011

Länge: 1 h 30 min

Genre: Drama

Originaltitel: 17 Filles

Regie: Muriel Coulin, Delphine Coulin

Drehbuch: Muriel Coulin, Delphine Coulin

Produktion: Denis Freyd

Kostüme: Dorothée Guiraud

Kamera: Jean-Louis Vialard

Schnitt: Guy Lecorne

Ausstattung: Benoît Pfauwadel

Website: www.17-maedchen.de