Der expert Schlager-SOMMER!
16.03.2020 Konsole
von Dominique Rose und Wencke Schimmelpfennig

Mit „Monster Hunter“ und „Tom Clancy's The Division“ stehen 2020 beziehungsweise 2021 gleich zwei neue Videospiele für die große Kinoleinwand bereit. Höchste Zeit also, sich mal etwas eingängiger mit dem Genre der Videospielverfilmungen zu beschäftigen.


Ebenfalls als Arcade-Game startete der Spiele-Klassiker „Mortal Kombat“, der als Konkurrent zu dem sehr erfolgreichen Arcade-Kampfspiel „Street Fighter II“ auf den Markt kam. Erstmals veröffentlicht wurde das Spiel 1992. Knapp drei Jahre später kam das Kampf-Abenteuer dann auch auf die große Kinoleinwand, nachdem „Street Fighter“ ein Jahr zuvor eine Videospielverfilmung vorgelegt hatte. Die Regie für „Mortal Kombat“ übernahm Paul W.S. Anderson, der später durch seine Verfilmungen der erfolgreichen Spiele-Reihe „Resident Evil“ bekannt werden sollte.

Die Handlung des Streifens ist schnell erzählt, geht es doch darum, dass drei mutige Krieger in einem Kampf den mächtigen und bösen Zauberer Shang Tsung besiegen müssen, um zu verhindern, dass sich das Böse auf der Welt ausbreitet. Trotz schlechter Kritiken, die den Film als fantasielos und stumpf bezeichneten, bescherte „Mortal Kombat“ den Filmemachern einen großen Erfolg an den Kinokassen. So kam es 1997 sogar zu einer Fortsetzung, die allerdings hinter dem Erfolg des ersten Teils zurück blieb.

Für 2021 ist nun ein Reboot auf Grundlage des Spiele-Klassikers „Mortal Kombat“ angekündigt, das sich auf die beiden ersten Verfilmungen stützt. Die Regie für den Martial-Arts-Film übernimmt Simon McQuoid, der damit sein Regiedebüt gibt. Wir dürfen wohl gespannt sein, wie dieser von der Gamer-Community aufgenommen wird.


Der 2000er-Boom der Videospielverfilmungen

Nachdem es die ersten Videospielverfilmungen wie das 1993 erschienene „Super Mario Bros.“ noch ziemlich schwer auf dem Filmmarkt hatten, begann mit der größeren Verbreitung von Computern und der technischen Entwicklung zu Beginn des Jahrtausends ein regelrechter Boom im Videospielbereich. Mit der Popularität der Videospiele stieg auch das Interesse der Filmstudios an einer potentiellen Verfilmung selbiger. So kam es in den 2000ern zu einem Trend, der jede Menge Spiele-Hits wie „Resident Evil“ und „Tomb Raider“ auf die große Kinoleinwand brachte, teilweise mit großem Erfolg.


„Lara Croft: Tomb Raider“ (2001)


Vor allem für die Generation der 80er und 90er Jahre gehören Spiele wie „Tomb Raider“ unumstößlich zur Kindheit und Jugend dazu. Damals verbrachte man Stunden damit, die Archäologin Lara Croft durch Katakomben zu jagen, immer auf der Suche nach Artefakten, und manchmal wurde ein einzelner gelungener Sprung an eine Felswand zum Highlight des Tages. Die erste Auflage des Action-Abenteuers erschien bereits 1996 für Sega, Playstation sowie andere Medien.

2001 brachte Regisseur Simon West die sowohl toughe als auch attraktive Archäologin dann in Form von Angelina Jolie auf die große Kinoleinwand. Darin muss sich die gut trainierte Abenteurerin auf die Suche nach einem Relikt der Illuminaten machen, zu dem ihr ihr verstorbener Vater Hinweise hinterließ. Allerdings hat sie nur knapp 60 Stunden Zeit für diese Mission, die sie in den Dschungel von Kambodscha führt. Sie ist jedoch nicht die Einzige auf der Suche nach dem verlorenen Artefakt, das einem eine gottähnliche Macht und die Kontrolle über die Zeit ermöglicht. „Lara Croft: Tomb Raider“ spielte weltweit knapp 275 Millionen US-Dollar ein, wurde damit zum erfolgreichsten Actionfilm mit weiblicher Hauptrolle und ließ sogar „Aliens - Die Rückkehr“ hinter sich.

Die Macher des Films orientierten sich bei Waffen und Bewegungen der Actionheldin vor allem auf die Spielevorlage. Obwohl der Film finanziell die gewünschten Ergebnisse erzielte, waren es gerade die detailgetreuen Adaptionen, die bei Fans der Spiele auf Unmut trafen, denn man erhoffte sich neue Impulse und eine lebendigere Lara Croft. Für Unterhaltung sorgt „Lara Croft: Tomb Raider“ aber allemal und ein bisschen Nostalgie versprüht der Film obendrauf auch heute noch. Kein Wunder also, dass zwei Jahre später mit „Lara Croft - Tomb Raider: Die Wiege des Lebens“ eine Fortsetzung produziert wurde.


„Final Fantasy - Die Mächte in dir“ (2001)


Wenn von Videospielverfilmungen die Rede ist, darf natürlich auch eines der umfangreichsten und beliebtesten Videospiele nicht fehlen: „Final Fantasy“. Die bereits 1987 ins Leben gerufene Spielereihe umfasst mittlerweile über 15 Titel und wurde mehrfach filmisch adaptiert. Jedes Spiel ist dabei eine abgeschlossene Welt für sich, die nicht zwingend an andere gekoppelt sein muss.

So ist auch die Verfilmung von 2001 „Final Fantasy - Die Mächte in dir“ nur grob an das „Final Fantasy“-Universum angelehnt. Dabei machen es sich die beiden Doktoren Ross und Sid zur Aufgabe, die Welt von einer Alien-Invasion zu befreien. Bei diesen extraterrestrischen Lebewesen handelt es sich jedoch um sogenannte Phantome, die nur schwer zu bezwingen sind. Die „Final Fantasy“-Adaption von Regisseur und Schöpfer der „Final Fantasy“-Spiele Hironobu Sakaguchi sorgte damals für großes Aufsehen, gelang es den Machern doch erstmals, lebensecht wirkende, computergenerierte Menschen darzustellen. Dabei wurden die Bewegungen echter Schauspieler auf virtuelle Figuren übertragen. Die enormen Produktionskosten ließen sich jedoch nur schwer decken, da der Film trotz futuristischer und innovativer Optik nicht das gewünschte Einspielergebnis lieferte.


„Resident Evil“ (2002)

 
2002 erschien mit der „Resident Evil“-Verfilmung von Paul W.S. Anderson nicht nur eine der erfolgreichsten, sondern auch wegweisendsten Videospielverfilmungen aller Zeiten. Der Sci-Fi-Action-Horrorfilm erhielt in den folgenden Jahren sogar ganze fünf Fortsetzungen. Alle Filme der „Resident Evil“-Filmreihe stammen von Regisseur Anderson und zeigen Milla Jovovich in der Hauptrolle der Alice. Diese gehört zum Sicherheitspersonal der Umbrella Corporation, einem der größten Industrieunternehmen der USA, das sich mit Rüstungstechnologie, biologischen Waffen und Genmanipulation beschäftigt. Als nach einem Überfall auf eines der Labore ein gefährliches Virus freigesetzt wird und daraufhin das Sicherheitssystem des Zentralcomputers außer Kontrolle gerät, muss sich Alice in das unterirdische Labor begeben und stößt dort auf die mittlerweile zu Zombies mutierten Mitarbeiter.

„Resident Evil“ überzeugt vor allem durch das gelungene Horrorszenario und die ausgeklügelten Kampfszenen des Films, die vor allem starke Frauen in den Vordergrund stellen. Im Gegensatz zu anderen Videospielverfilmungen konnte „Resident Evil“ eine große Masse, auch an Nicht-Gamern, überzeugen und gilt als Vorreiter des Survival-Horror-Genres. Der auf dem 1996 durch Capcom veröffentlichten gleichnamigen Spiel basierende Film hat vielen späteren Videospielverfilmungen den Weg geebnet und das Genre des Survival-Horrors einem breiteren Publikum bekannt gemacht, auch wenn der Film deutlich von den Spielen abweicht.


„Doom“ (2005)


Das Videospiel „Doom“ zählte, als es 1993 von id Software herausgebracht wurde, zu den Meilensteinen der Videospielbranche. Der Ego-Shooter überzeugte damals nicht nur mit einer neuen 3D-Grafik, sondern sorgte auch für ordentlich Profit. In Deutschland landete das Spiel sogar auf dem Index für jugendgefährdende Medien. In „Doom“ befinden wir uns als Space Marine auf dem Mars Mond Phobos. Durch ein fehlgeschlagenes Teleportationsexperiment hat sich dort ein Tor zur Hölle geöffnet und Dämonen übernehmen nun die dortige Forschungseinrichtung und verwandeln die Menschen in Zombies.

In der Verfilmung von 2005 übernimmt Ex-Wrestler Dwayne Johnson alias „The Rock“ an der Seite von Karl Urban den Job des Monstertötens, nur dass es sich hier um Mutationen handelt und der mythische Aspekt komplett gestrichen wurde. Der Film zum Spiele-Hit „Doom“ übernimmt sogar eine fast fünfminütige Ego-Shooter-Sequenz in der man Reaper (Urban) auf seinem Feldzug begleitet. Die filmische Adaption sorgte zwar für eher schlechte Kritiken, doch vor allem die Ego-Shooter-Szene baut einiges an Spannung auf und nähert sich dann doch dem Original an.
 

„Alone in the Dark“ (2005)


Noch bevor Horrorspiele wie „Resident Evil“ den Markt eroberten und eine neue Trendwelle schufen, brachte das französische Unternehmen Infogrames 1992 das Spiel „Alone in the Dark“ heraus und begründete damit das Subgenre des Survival-Horror. Das Spiel basiert lose auf dem Cthulhu-Mythos des amerikanischen Horror- und Fantasy-Autors H.P. Lovecraft und dreht sich um den Privatdetektiv Edward Carnby. Die aus dem Jahr 2005 stammende Verfilmung des Spiels stammt von Regisseur Uwe Boll und ist nach dem vierten Teil der Spielereihe angesiedelt.

In dem Spielfilm mit Christian Slater und Tara Reed in den Hauptrollen findet Carnby auf der geheimnisvollen Insel Shadow Island ein Artefakt, das er zur Untersuchung zu seiner Ex-Freundin bringt, die als Kuratorin in einem Museum in den USA arbeitet. Doch bald schon tauchen nicht nur blutrünstige Monster auf, sondern immer mehr Menschen werden zu Zombies. Sie müssen daraufhin nicht nur versuchen das Portal, durch das die Monster gekommen sind, zu schließen, sondern haben es zudem noch mit einer anderen geheimnisvollen Macht zu tun. Obwohl der Film eher zerrissen wurde, verschaffte sein finanzieller Erfolg ihm sogar eine Fortsetzung. Punkten konnte „Alone in the Dark“ wohl eher durch seinen Soundtrack, der Bands wie Nightwish, Dimmu Borgir, In Flames und Napalm Death auf sich vereint.


„Silent Hill“ (2006)


Im Zuge des Hypes um Survival-Horror-Spiele, den „Resident Evil“ 1996 auslöste, erschien 1999 der erste Teil der Spiele-Reihe zu „Silent Hill“. In dem Horror-Klassiker macht sich der Schriftsteller Harold Mason nach einem Autounfall in der nahegelegenen Stadt Silent Hill auf die Suche nach seiner verschollenen siebenjährigen Tochter Cheryl. In der nebelverhangenen Stadt angekommen, muss Harry bald feststellen, dass diese von Monstern bevölkert wird. Auf seiner Suche taucht er in eine Welt ein, in der Realität und Traum stets zu verschwimmen scheinen. 2006 wagte sich der französische Regisseur Christophe Gans an eine filmische Adaption des Horror-Spiels.

Storytechnisch blieb die Handlung zwar nah an der Vorlage, wobei Namen und auch Geschlecht der Protagonisten abweichen und auch sonst einige Unterschiede zum Spiel zu verzeichnen sind. „Silent Hill“ überzeugt jedoch vor allem durch seine bedrückende Atmosphäre und die gelungene Optik. Regisseur Gans zeigt sich in seiner Adaption durchaus innovativ was das Horror-Genre angeht und setzt insbesondere auf das Gefühl der Hilflosigkeit und eine Ästhetik des Horrors. Damit gehört „Silent Hill“ durchaus zu den gelungensten Videospielverfilmungen.
 

„Hitman - Jeder stirbt alleine“ (2007)

 
Sieben Jahre nachdem 2000 der genreübergreifende Shooter „Hitman“ für PC und Spiele-Konsolen verfügbar war, brachte Xavier Gens den Auftragskiller Agent 47 auf die große Kinoleinwand. Die namenlose Tötungsmaschine entstammt einem Genlabor und wurde allein fürs Töten geschaffen. Als jedoch einer seiner Aufträge schief geht, steht Agent 47 plötzlich selbst auf der Abschussliste seiner Organisation. Zudem haben es auch noch das russische Militär und Interpol auf ihn abgesehen. In der filmischen Adaption „Hitman - Jeder stirbt alleine“ ist Timothy Olyphant in der Rolle des Agent 47 zu sehen. Der Film erhielt eher gemischte Kritiken, da er sich vor allem auf die optische Umsetzung des Ego-Shooter-Spiels konzentriert, wodurch die Story des Films etwas flach ausfällt. Wer jedoch auf Action-Filme mit ordentlichen Ballerorgien steht, wird bei „Hitman - Jeder stirbt alleine“ voll auf seine Kosten kommen. Übrigens war ursprünglich Vin Diesel für die Rolle des Agent 47 vorgesehen, was dem Film vielleicht entscheidend weitergeholfen hätte.

 

„Max Payne“ (2008)


Sieben Jahre nach der Veröffentlichung des Third-Person-Shooters „Max Payne“ durch Remedy Entertainment kam die gleichnamige Verfilmung von Regisseur John Moore („Im Fadenkreuz - Allein gegen alle“) in die Kinos. In die Rolle des Detective Max Payne schlüpfte der Hollywood-Schauspieler Mark Wahlberg und auch der Rest des Casts ist hochkarätig besetzt, mit Beau Bridges, Mila Kunis, Rapper Ludacris und Sängerin Nelly Furtado. Wie auch in der Spiele-Vorlage macht sich Detective Payne nach dem Mord an seiner Frau und seiner Tochter auf die Suche nach den Verantwortlichen. Dabei stößt er auf einen Drogenring, der für die Designerdroge Valkyr verantwortlich ist, die zur Leistungssteigerung eingesetzt wird, und im Zusammenhang mit dem Tod seiner Familie steht.

Die Videospielverfilmung sorgte nach ihrem Erscheinen für gemischte Kritiken. Viele lobten den düsteren Stil des Films, der auch schon in den Spielen essentiell war und von seinen Schöpfern als Film-Noir-Story bezeichnet wird. Doch die Actionszenen, die den Film eigentlich ausmachen sollten, kamen vielen viel zu kurz und wirkten zudem weichgespült, was wohl der Altersfreigabe geschuldet war. Schon das Spiel wurde 2001 in Deutschland indiziert, was die Filmemacher diesmal wohl verhindern wollten. Unterhaltsam ist das Ergebnis jedoch allemal und hat mit der Besetzung auch einiges zu bieten.
 

„Prince of Persia - Der Sand der Zeit“ (2010)


Im Jahr 2010 schaffte es auch der auf dem gleichnamigen Spiel aus dem Jahr 1989 basierende Film „Prince of Persia - Der Sand der Zeit“ in die Kinos. Das Action-Abenteuer von Regisseur Mike Newell, das eine 200 Millionen teure Hollywood-Produktion war, hält den Guinness-Record für die teuerste Videospielverfilmung. Doch leider hielt dies den Film nicht davon ab auf ganzer Linie zu floppen. Eigentlich war die Geschichte als Trilogie angelegt, doch durch die geringen Einspielergebnisse wurde dieser Plan gecancelt. „Prince of Persia - Der Sand der Zeit“ erzählt die Geschichte des einstigen Straßenkindes Dastan, dem ein einzigartiger Dolch in die Hände fällt. Mit diesem ist es ihm möglich die Zeit zu kontrollieren, denn der Dolch enthält einen magischen Sand, der die Zeit umkehren kann. Dunkle Mächte haben es jedoch ebenfalls auf den magischen Dolch abgesehen und so beginnt Dastans Abenteuer. Die Hollywood-Verfilmung mit Jake Gyllenhaal in der Hauptrolle weist etliche Unterschiede zum Spiel auf, was bei Fans der beliebten Spielereihe eine große Enttäuschung war.


Die neue Generation der Videospielverfilmungen

Der Videospiel-Trend riss auch in den darauffolgenden Jahren nicht ab, sondern erreichte hingegen eine immer größere Fangemeinde. Videospiele waren absolut im Mainstream angekommen und beschränkten sich nicht mehr nur auf eine bestimmte Alters- oder Personengruppe. Dementsprechend setzte auch die Filmindustrie weiterhin auf Videospielverfilmungen und brachte neben Neuauflagen alter Klassiker erstmals sogar Handyspiele auf die große Leinwand.


„Halo 4: Forward Unto Dawn“ (2013)


In der gesamten Galaxie wütet ein Bürgerkrieg, nachdem die Menschen begonnen haben andere Planeten zu bevölkern und zu kolonisieren. In der Militärakademie United States Nations Command werden die jungen Kadetten auf den Ernstfall vorbereitet, darunter auch Kadett Thomas Lasky. Als Aliens plötzlich die Militärbasis angreifen, müssen sich die jungen Kadetten beweisen. Die Adaption des beliebten Ego-Shooters der „Halo“-Spiele-Reihe erschien 2012 zunächst als kurze Miniserie und wurde gleichzeitig mit dem gleichnamigen Spiel veröffentlicht. 2013 wurde die fünfteilige Serie von Regisseur Stewart Hendler dann erneut als Film herausgebracht. „Halo 4: Forward Unto Dawn“ ist vor allem für Fans der Spiele-Reihe konzipiert und fängt die Details der Spiele authentisch ein. Für Noobs könnte es hier jedoch etwas langweilig werden, denn neben den packenden Action-Szenen mangelt es der Story ein wenig an Fülle. Für „Halo“-Fans aber auf jeden Fall eine gelungene Videospieladaption.


„Need for Speed“ (2014)


Was für Film-Liebhaber die „Fast & Furious“-Filmreihe ist, sind für Videospiele-Fans die „Need for Speed“-Spiele. Von der ersten Veröffentlichung im Jahr 1994 bis 2020 hat es die Spielereihe auf rund 25 Spiele gebracht. Ganz klar, als nächster Schritt musste eine Verfilmung folgen. Im März 2014 kam mit „Need for Speed“ die erste Verfilmung eines Autorenn-Videospiels in die deutschen Kinos. Der Film erzählt die Geschichte des Mechanikers Tobey Marshall, der sich nach einer ungerechtfertigten Haftstrafe an seinem ehemaligen Partner Dino Brewster rächen will, indem er ihn in dem weltweit größten Underground-Autorennen schlägt.

In die Hauptrolle des Mechanikers schlüpfte damals Aaron Paul, den die meisten womöglich als Jesse Pinkman aus der gefeierten Serie „Breaking Bad“ kennen. Anfangs waren Kritiker davon überzeugt, dass Aaron Paul damit eine eher schlechte Wahl für sein weiteres Schauspiel-Dasein gewählt hat, schließlich waren nicht immer alle Adaptionen von Videospielen von Erfolg gekrönt. Erschwerend kam hinzu, dass die Autospiel-Serie „Need for Speed“ noch nicht einmal eine richtige Handlung besitzt.

Vielleicht hat der Film „Need for Speed“ gerade aus diesem Grund alle Erwartungen übertroffen, konnten die Schreiber George und John Gatins sowie der Regisseur Scott Waugh doch dadurch einen originellen Film mit Persönlichkeit entwickeln. Hinzu kommen natürlich auch die vielen Parallelen zum Videospiel-Original, so werden unter anderem die Begriffe „Underground“ und „Rivalen“ sehr häufig erwähnt, die im Englischen auch die Untertitel der „Need for Speed“-Spiele sind.


„Assassin's Creed“ (2016)


2016 hat die Videospiele-Reihe „Assassin's Creed“ von Ubisoft endlich den Sprung auf die große Leinwand geschafft. In der Filmadaption des Videospiels lernt der Zuschauer den zum Tode verurteilten Schwerverbrecher Callum Lynch (Michael Fassbender) kennen. Noch vor der Urteilsvollstreckung wird dieser unter einem Vorwand von Abstergo Industries und der Wissenschaftlerin Sophia Rikkin (Marion Cotillard) rekrutiert. Lynch muss für die Firma, die in Wirklichkeit eine moderne Version des Templerordens ist, den legendären Edenapfel aufspüren, mit dem man angeblich den Willen der Menschen kontrollieren kann. Hierfür muss er die Erinnerungen seines Vorfahren Aguilar de Nerha durchleben, der Assassine zur Zeit der spanischen Inquisition war. Die Fähigkeiten, die er dadurch erlernt, sind jedoch nicht nur in der Vergangenheit nützlich.

Während sich die Videospiele, die übrigens schon seit 2007 existieren, großer Beliebtheit erfreuen, schlägt die Filmadaption vor allem bei den Spiele-Fans negative Wellen. Schließlich werden gerade die Sequenzen in der Vergangenheit, die den Charme der „Assassin's Creed“-Reihe ausmachen, ziemlich kurz gehalten. Stattdessen steht im „Assassin's Creed“-Film die Gegenwart im Fokus, was für viele Gamer eher nervige Unterbrechungen waren.


„Angry Birds - Der Film“ (2016)

© Sony Pictures

2009 ursprünglich für das Apple iPhone entwickelt, eroberten die „Angry Birds“ die Gaming-Branche im Sturm. Mittlerweile gibt es das beliebte Spiel für etliche Betriebssysteme und in zahlreichen Varianten und Erweiterungen. In „Angry Birds“ schlüpft der Spieler in die Rolle von Vögeln, die nicht nur ihre von den Schweinen entwendeten Eier zurückholen, sondern dabei auch noch alle Schweine vernichten wollen. 2016 schaffte es der verrückte Kampf zwischen Vögeln und Schweinen dann sogar auf die große Kinoleinwand. Der kunterbunte Spaß für die ganze Familie stammt von den beiden Regisseuren Clay Kaytis und Fergal Reilly. „Angry Birds - Der Film“ schickt die schießwütigen Vögel, die auf einer idyllischen Insel leben, erst einmal in einen Anti-Aggressionskurs. Eines Tages legt jedoch ein Schiff an ihrer Insel an, auf dem sich eine Gruppe Schweine befindet. Die Vögel hatten noch nie Kontakt zu Fremden und empfangen sie daher freundlich. Nur einer der Vögel bleibt misstrauisch und sollte mit seiner Vermutung recht haben, denn die Schweine entpuppen sich als echte Gauner, die es nur auf die wertvollen Eier der Vögel abgesehen haben.

Der Animationsfilm greift viele Elemente der Spiele auf, wobei die Vögel und Schweine optisch angepasst wurden und nun auch über Gliedmaßen verfügen, die in den Spielen nicht zu sehen waren. „Angry Birds - Der Film“ ist ein actionreiches und verdammt lustiges Abenteuer, das auch überzeugt, wenn man die Spielevorlage nicht kennt.


„Warcraft: The Beginning“ (2016)

© Universal Pictures

Warcraft: The Beginning“ ist die erste filmische Adaption und Realverfilmung aus dem umfassenden Warcraft-Franchise. Der Film geht zurück auf das 1994 durch Blizzard herausgebrachte Echtzeit-Strategie-Spiel „Warcraft: Orcs & Humans“, das damals das Franchise begründete, und basiert auf Teilen des Buches „World of Warcraft - Der Aufstieg der Horde“. „Warcraft“ gehört nicht nur zu den beliebtesten und bekanntesten Computerspielen, sondern umfasst ein riesiges Franchise aus diversen Spielen, Büchern und Merchandiseartikeln.

Die Regie für die Computerspiel-Adaption übernahm Duncan Jones, der durch Filme wie „Moon“ und „Source Code“ bekannt wurde. In „Warcraft: The Beginning“ geht es um den erbitterten Kampf zwischen Menschen und Orks, nachdem diese das friedliche Menschenreich Azeroth auf der Suche nach neuem Lebensraum überrannt haben. Zusammen stellen sich König Llane, der Krieger Anduin Lothar und der Magier Medivh dem Kampf gegen die Orks, um ihr Königreich zu beschützen. Von den Kritikern wurde vor allem die visuelle Umsetzung des erfolgreichen Computerspiels gelobt und Fans der Spiele wird bei dieser liebevollen und detailreichen Adaption sowieso das Herz höher schlagen. Es wurde auch höchste Zeit, dass diese umfangreiche und beeindruckende Geschichte rund um das Warcraft-Universum in einen Film umgewandelt wird. Doch auch für Noobs, die noch nie was mit den Spielen am Hut hatten, ist „Warcraft: The Beginning“ ein wirklich sehenswerter Fantasyfilm.


„Tomb Raider“ (2018)

© Warner Bros.

Auch 2018 hält die Popularität von Lara Croft weiter an. Nachdem das Spiel „Tomb Raider“ von 1996 bereits 2001 und in einer weiteren Fortsetzung mit Angelina Jolie in der Rolle der Lara Croft verfilmt wurde, kam die Geschichte 2018 erneut in die Kinos. Der Abenteuerfilm von Regisseur Roar Uthaug basiert jedoch auf dem 2013er Reboot des erfolgreichen Computerspiels. „Tomb Raider“ ist somit auch keine weitere Fortsetzung der Lara Croft Geschichte, sondern ein Reboot der ersten beiden Filme. In die Rolle der Lara Croft schlüpft hier die Schauspielerin Alicia Vikander, die bei ihrer Suche nach ihrem verschollenen Vater auf allerhand Mythen stößt, die sie auf eine gefährliche Expedition führen. Die Neuverfilmung von „Tomb Raider“ wurde vor allem für seine Nähe zur Spiel-Vorlage gelobt. Zudem sorgte Alicia Vikander für viel positives Feedback, das ihr die Rolle der Lara Croft zurecht zusprach. Viele Kritiker halten ihn sogar für den besten der Reihe und damit besser als den 2001er „Lara Croft: Tomb Raider“.


Aktuelle Videospielverfilmungen

Momentan werden wir an allen Fronten mit Videospielverfilmungen konfrontiert, sei es bei den heimischen Streamingdiensten oder aktuell im Kino. Videospielverfilmungen sind mittlerweile keine Ausnahmeerscheinung mehr und oftmals wissen Zuschauer nicht einmal mehr, dass es sich bei der Handlung eines Films um eine Spiele-Adaption handelt. Videospiele haben einen riesigen Einfluss auf unser alltägliches Leben und sind allgegenwärtig. Ob auf dem Handy unterwegs, im Urlaub oder auf den heimischen Konsolen oder PCs, wir haben uns daran gewöhnt unsere Zeit mit Spielen zu vertreiben. Ebenso hat sich die Filmindustrie an die Videospiele als festen Bestandteil ihres Ideenpools gewöhnt.


„Rampage - Big Meets Bigger“ (2018)

© Warner Bros.

Mehr als 30 Jahre sind seit der Veröffentlichung des Arcade-Spiels „Rampage“ 1986 vergangen, bis 2018 erstmals eine Verfilmung des Tier-Horror-Spiels in die Kinos kam. In dem Spiel, das bis zu drei Personen spielen konnten, verwandelten sich die zunächst menschlichen Protagonisten in einen riesigen Gorilla, ein Godzilla ähnliches Reptilienmonster und einen riesigen Werwolf. Aufgabe des Spiels war es auf Häuser zu klettern und diese durch Gewalt zum Einsturz zu bringen. Die filmische Adaption dieses Spiele-Klassikers von Regisseur Brad Peyton verpackt diese doch sehr simple Story in etwas mehr Hintergrundgeschichte.

In „Rampage - Big Meets Bigger“ kommt es zu einer Explosion einer Genforschungseinrichtung im Weltall, wodurch mutierende Genproben auf die Erde gelangen und dort drei Lebewesen zu riesigen Monstern mutieren lassen. Der Primatenforscher Okoye (Dwayne Johnson) und die Gentechnikerin Dr. Caldwell machen sich daraufhin auf die Suche nach einem Gegenmittel, um die drei alles zerstörenden Monster zu stoppen. Der Film greift die klassischen drei Monster aus dem Spiel auf, wobei diese keinen menschlichen Ursprung haben. „Rampage“ ist ein klassischer „The Rock“-Actionfilm ohne tiefgehende Handlung, doch für den Unterhaltungsfaktor reicht es. Mehr als bloße Zerstörung verlangte ja auch die Spiele-Vorlage nicht von seinen Akteuren.


„Angry Birds 2“ (2019)


Mit „Angry Birds 2“ schaffte es das beliebte Handyspiel nun schon zum zweiten Mal auf die Kinoleinwand und lässt den Kampf zwischen Vögeln und Schweinen erneut aufleben. Diesmal müssen sich die verfeindeten Lager von Schweinen und Vögeln jedoch zusammentun, um eine neue Gefahr in Form von Adlerdame Zeta aus dem Weg zu räumen. Wie schon der erste Teil der Videospielverfilmung ist auch „Angry Birds 2“ 2019 sehr erfolgreich gewesen und konnte weltweit über 147 Millionen Dollar einspielen. Der Animationsfilm mit den knallbunten Vögeln und den verrückten Schweinen spricht zwar vor allem ein jüngeres Publikum an, verspricht aber reichlich Spaß für jede Altersgruppe. Nach vielen eher misslungenen Videospiel-Adaptionen beweist „Angry Birds 2“, dass solche Filme auch verdammt viel Unterhaltung bringen können und es dazu manchmal gar nich so viel braucht. Die Sprechrollen in der deutschen Version übernehmen übrigens deutsche Comedy-Stars wie Christoph Maria Herbst, Anke Engelke und Axel Stein, wodurch auch einige Lacher zumindest schon mal sicher sind.


„Deine Geschichte in Dragon Quest“ (2019)


Neben „Final Fantasy“ zählt die Spiele-Reihe „Dragon Quest“ zu den wohl erfolgreichsten Franchises aus Japan. Die Abenteuer-Spiele-Reihe zählt mittlerweile über 12 Spiele, unzählige Ableger sowie diverse Manga- und Anime-Adaptionen. 2019 erschien mit „Deine Geschichte in Dragon Quest“ ein computer animierter Anime-Film, der sich inhaltlich auf den 1992 veröffentlichten fünften Teil der Spiele-Reihe „Dragon Quest V.“ stützt. Die Handlung folgt dem jungen Luca, der zusammen mit seinem Vater alle möglichen Abenteuer erlebt. Doch eines Tages wird er zusammen mit Prinz Harry von dem bösen Slon gefangen genommen.

Nun liegt es an Luca, sich aus der Gefangenschaft zu befreien, das Geheimnis um seine Mutter zu lüften und sich auf die Suche nach dem legendären Helden zu machen. Lange Zeit war der Spiele-Hit aus Japan bei uns völlig unbekannt. Obwohl bereits seit 1986 veröffentlicht, schaffte es das Spiel erst im Jahr 2000 mit einem Ableger und sogar erst 2006 mit einem Spiel der Hauptreihe zu uns nach Deutschland. Umso mehr dürfte es Fans der Spiele-Reihe gefreut haben, dass Netflix einen Spielfilm zu einem der beliebtesten Geschichten aus dem Franchise veröffentlichte. Der animierte Film begeistert vor allem durch seine komplexe Geschichte, die einige Generationen umspannt und mit Zeitsprüngen arbeitet. Was „Dragon Quest“-Fans begeistern wird und für jede Menge Nostalgie sorgen wird, ist für Noobs jedoch manchmal etwas verwirrend. Trotzdem ist „Deine Geschichte in Dragon Quest“ ein toll animierter Film mit überraschenden Wendungen und einem wirklich zufriedenstellenden Ende.


„Pokemon Meisterdetektiv Pikachu“ (2019)

© Warner Bros.

Mit „Pokémon Meisterdetektiv Pikachu“ kam letztes Jahr eine der wohl erfolgreichsten Spiele-Adaptionen in die Kinos. Der Film aus dem Pokémon-Franchise, der auf dem Spiel „Meisterdetektiv Pikachu“ von 2018 basiert, spielte 2019 über 400 Millionen US-Dollar an den Kinokassen ein und schaffte es sogar die Kritiker zu überzeugen, was noch nicht so vielen Videospielverfilmungen gelungen ist. Die Handlung spielt innerhalb des Pokémon-Universums, in dem Menschen und Pokémon zusammenleben. Der junge Tim Goodman beschließt mit Hilfe von Meisterdetektiv Pikachu das geheimnisvolle Verschwinden seines Vaters aufzuklären. Der ehemalige Partner Pikachus und ebenfalls Detektiv ist nach einem Autounfall spurlos verschwunden.

Nach etlichen Verfilmungen aus dem Pokémon-Universum ist „Pokémon Meisterdetektiv Pikachu“ nicht nur die erste Spiele-Verfilmung, sondern auch die allererste Realverfilmung. Und noch eine weitere Besonderheit gibt es bei diesem Film, Pikachu spricht! Auch wenn nur Tim Goodman ihn verstehen kann, ist dies eine absolute Neuerung entgegen den bisherigen Pokémon-Veröffentlichungen. „Pokémon Meisterdetektiv Pikachu“ ist mit Abstand eine der erfolgreichsten Videospielverfilmungen, die sogar „Lara Croft: Tomb Raider“ bereits am Startwochenende überholen konnte. Wem der Erfolg des Films geschuldet ist, dem beliebten Pokémon-Franchise, dem süßen Pikachu oder der Riege an Hollywood-Personal, kann man schwer sagen, wichtig ist nur, er ist absolut sehenswert und unterhaltsam.


„Sonic the Hedgehog“ (2020)

© Paramount Pictures

Neben Figuren wie Link aus Zelda und Super Mario, ist Sonic, der blaue Igel und Maskottchen des Spiele-Herstellers Sega, wohl einer der bekanntesten Videospiel-Helden. 1991 ins Leben gerufen ist der flinke Igel Sonic in unzähligen Spielen zu sehen und dient auch als Vorlage für diverse Serien. Mit „Sonic the Hedgehog“ erschien 2020 unter Regie von Jeff Fowler nun der neueste Output aus dem Sonic-Universum. Die Realverfilmung sorgte jedoch bereits vor Veröffentlichung für viel Aufhebens, als sich Fans über das misslungene Charakterdesign des blauen Igels beschwerten. Tatsächlich nahmen die Macher des Films die Kritik der Fans sehr ernst und entwickelten ein komplett neues Design für Sonic. Die Mühen haben sich auf jeden Fall gelohnt, denn „Sonic the Hedgehog“ legte mit 111 Millionen US-Dollar Kinoeinnahmen weltweit in der ersten Woche einen bombastischen Kinostart hin und konnte auch die letzten Kritiker restlos überzeugen.

Nachdem Sonic auf die Erde geflohen ist, fühlt er sich einsam, da ihm ein Freund fehlt. Bei dem Versuch sich abzulenken macht er jedoch den bösen Wissenschaftler Dr. Robotnik auf sich aufmerksam. Auf der Suche nach einem sicheren Ort trifft er auf den Polizisten Tom Wachowski, in dem er nicht nur endlich einen Freund, sondern auch einen Beschützer findet. Zusammen erleben sie einige Abenteuer auf der Flucht vor Dr. Robotnik. „Sonic the Hedgehog“ ist eine durchaus gelungene Videospielverfilmungen geworden, die den ikonischen Igel mal wieder in einem neuen Format zeigt.

>> Auch interessant: Neues Design: „Sonic the Hedgehog“-Regisseur zufrieden <<


Vorschau: Die Zukunft der Videospielverfilmungen

Der Ideenpool für neue Videospielverfilmungen ist noch lange nicht erschöpft und so dürfen wir uns natürlich auch in Zukunft auf jede Menge neue Spiele-Adaptionen freuen. Denn nicht nur neue Konsolen- und Computerspiele inspirieren immer wieder Filmemacher zu einer filmischen Adaption, auch Klassiker werden zu neuem Leben erweckt, wie kürzlich erst mit „Rampage - Big Meets Bigger“ zu sehen war. Dieses und nächstes Jahr schaffen es nicht nur ein Spiele-Klassiker aus den frühen 2000er Jahren, sondern auch ein neueres Release zu uns auf die Leinwand, Capcoms „Monster Hunter“ und „Tom Clancy's The Division“ von Ubisoft. Da dürfte das Gamer-Herz wohl wieder etwas höher schlagen, denn der Trend der Videospielverfilmungen wird so schnell nicht abreißen. Und allen, die jetzt wieder herummeckern, sei gesagt: Nehmt es doch als das, was es ist, ein wenig Unterhaltung mit einem gewissen Nostalgie-Faktor. Denn auch wenn nicht jede Verfilmung dem entspricht, was sich eingefleischte Gamer erhoffen, haben die Filme doch einen gewissen Charme und lassen unsere geliebten Spiele-Universen erneut aufleben.


„Monster Hunter“ (2020)

© Constantin Film

Mit „Monster Hunter“ steht 2020 ein Spiele-Klassiker von Capcom in den Startlöchern, der in die Fußstapfen der Erfolgs-Spielereihe „Resident Evil“, ebenfalls aus dem Hause Capcom, treten wird. Denn für die Realisierung des Films ist kein Geringerer als „Resident Evil“-Regisseur Paul W.S. Anderson verantwortlich. Auch in der Besetzungsriege finden wir mit Milla Jovovich eine alte Bekannte wieder, die auch schon der Verfilmung von „Resident Evil“ ihr Gesicht und ihre sportlichen Moves lieh. Neben ihr wird übrigens Kampfkunst-Profi und „Ong Bak“-Star Tony Jaa zu sehen sein. Also kampferprobt ist dieser Cast auf jeden Fall schon mal und das müssen sie für „Monster Hunter“ auch sein. Ihre Aufgabe wird es nämlich sein, auf einem fremden Planeten Monster zu jagen und zu bekämpfen. Wie genau die Handlung aussehen wird, ist bisher noch nicht bekannt, aber bis zum 3. September 2020, da kommt der Film zu uns in die Kinos, werden sicherlich noch einige Informationen durchsickern. Die Charakterposter der beiden Protagonisten lassen zumindest schon mal auf ziemlich originalgetreue Nachbildungen der verwendeten Waffen hoffen.

>> Mehr lest ihr hier: „Monster Hunter“: Milla Jovovich mit neuer Videospielverfilmung <<


„Tom Clancy's The Division“ (2021)

© Ubisoft

Für 2021 schickt Ubisoft seinen Loot-Shooter „Tom Clancy's The Division“ ins Rennen und hat sich mit Regisseur David Leitch dafür einen echten Hochkaräter gesichert. Leitch stellte sein Können immerhin schon mit actionreichen Filmen wie „John Wick“ und „Deadpool 2“ unter Beweis. Auch an der Schauspielfront wurden mit Jake Gyllenhaal („Prisoners“, „Southpaw“) und Jessica Chastain („X-Men: Dark Phoenix“) bereits zwei namhafte Hollywood-Größen bestätigt. Für „Tom Clancy's The Division“ sah es zunächst nicht gut aus, befindet sich der Film nun bereits seit fast drei Jahren in der Planung. Im letzten Jahr bestätigte der Streamingdienst Netflix jedoch die Veröffentlichung und gab auch schon einige Infos zum Setting bekannt. Die Verfilmung wird sich wohl stark an die Spielevorlage halten. Damit ist die Handlung in New York angesiedelt, wo sich vor kurzem durch einen künstlich hergestellten Virus eine Epidemie ereignete. Die Stadt wurde ins Chaos gestürzt und die gesellschaftliche Ordnung ist gänzlich zum Erliegen gekommen. Um diese wiederherzustellen entsendet die Regierung eine besondere Einheit von Agenten, „The Division“, die für solche Fälle ins Leben gerufen wurde. Diese hat es jedoch nicht nur mit Gangster-Banden, sondern auch mit abtrünnigen Agenten zu tun. Das Videospiel „Tom Clancy's The Division“ wurde 2016 von Ubisoft auf den Markt gebracht und erhielt 2019 sogar eine Fortsetzung.

Auch wenn „Tom Clancy's The Division“ nun voraussichtlich 2021 veröffentlicht wird, stehen die Zeichen für Tom Clancy Spiele-Verfilmungen nicht gut. Bereits 2014 wurde eine Verfilmung des Spiele-Klassikers „Tom Clancy's Splinter Cell“ von Ubisoft angekündigt. Nach vielem Hin und Her in den letzten Jahren gab es immer mal wieder einen neu angesetzten Termin für den Film, doch bis heute ist dieser nicht realisiert worden. In der Zwischenzeit ist dem Projekt der Regisseur abgesprungen und das Script ist auch noch unklar. Die einzige Konstante ist wohl Tom Hardy, der die Hauptrolle in der Videospielverfilmung übernehmen soll. Gerüchten zu Folge soll „Tom Clancy's Splinter Cell“ zwar noch 2020 herauskommen, doch daran glaubt wohl niemand mehr.

Ähnlich erging es auch der Videospielverfilmung zu „Uncharted: Drakes Schicksal“. Das 2007 erschienene Action-Adventure-Spiel sollte bereits seit einer geraumen Zeit filmisch adaptiert werden. Doch zunächst gestalteten sich sowohl die Suche nach einem geeigneten Regisseur sowie einem Darsteller des Protagonisten Nathan Drake als schwierig. So wurden Drehbeginn als auch Veröffentlichung des Films immer weiter nach hinten verschoben. Nun wurde das Release jedoch auf den 5. März 2021 festgelegt. Die Rolle des Schatzsuchers Nathan Drake wird voraussichtlich von Jungstar Tom Holland übernommen, während Mark Wahlberg seinen treuen Freund und Begleiter Sully mimen wird. Ob es dabei bleibt und wer den bisher leeren Regiestuhl besetzen wird, wird die Zukunft zeigen.

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