04.02.2020 Hannover
von Tyler Süß, Dominique Rose und Wencke Schimmelpfennig

Nach „Bohemian Rhapsody“ und Co. hat Hollywood musikalisches Blut geleckt. Der ideale Zeitpunkt also, um sich mal mit der Zukunft des Musik-Biopics im Kino zu beschäftigen.


Kurz nach dem überwältigenden Erfolg von „Bohemian Rhapsody“ kam mit „Rocketman“ gleich der nächste gigantische Coup aus dem Bereich der Musik-Biopics auf die große Leinwand. Der Film beleuchtet das bewegende Leben des Pop-Titanen Elton John. Dabei stehen nicht nur seine Kindheit und die schwierige Beziehung zu seinem Vater im Mittelpunkt, sondern auch sein unglaubliches musikalisches Talent, das sich durch ein unvergleichliches Gehör und ein ganz spezielles Gespür für die Musik an sich ausdrückt. „Rocketman“ zeigt jedoch auch die Schattenseiten eines Lebens im Rampenlicht. So musste Elton John lange Zeit seine wahre Persönlichkeit und seine Homosexualität verbergen, was ihn zusammen mit der Überbelastung immer weiter in einen Strudel aus Drogen und Alkohol trieb. „Rocketman“ ist ein bewegendes Drama über eine Ausnahmepersönlichkeit des Musikbusiness. Ohrwürmer wie der titelgebende Song „Rocketman“ oder Hits wie „Tiny Dancer“ und „Your Song“ dürfen natürlich nicht fehlen und untermalen das musikalische Biopic perfekt.

>> Auch interessant: Elton John singt mit Taron Egerton gegen AIDS <<
>> Und: Kein Fan: Elton John kritisiert „Der König der Löwen“-Remake <<


„Rocketman“ begeistert jedoch nicht nur mit Gänsehaut-Songs und einer dramatischen Lebensgeschichte. Ein absolutes Highlight des Films ist der junge Taron Egerton, der nicht nur Elton John verkörpert, sondern auch selbst sämtliche Songs des britischen Ausnahmekünstlers neu eingesungen hat. Was für eine beeindruckende Leistung das genau ist, zeigt der phänomenale Live-Clip oben! Elton John selbst lobte Egerton mehrfach für seine Leistung im Film, die sogar absolut verdient mit einem Golden Globe geehrt wurde. Doch nicht nur für die Ohren ist „Rocketman“ ein echter Leckerbissen. Elton John-Fans werden in diesem Film insgesammt voll auf ihre Kosten kommen, denn das Porträt zeigt zudem eine Vielzahl der berühmten exzentrischen Bühnenoutfits des Musikers. An Federn, Pailletten und Glitzer wurde da jedenfalls nicht gespart und die Kostüme wurden so originalgetreu wie nur möglich angefertigt.

„Rocketman“ gelingt es meisterlich, die ambivalente Persönlichkeit Elton Johns zwischen schüchternem Jungen, der sich nur die Anerkennung und Liebe seines Vaters wünscht, und dem exzentrischen Entertainer zu porträtieren. Der Film ist wahrlich eines der emotionalsten und gleichsam unterhaltsamsten Biopics der letzten Jahre!


Judy | 2019

© eOne Germany

Im zarten Alter von nur 16 Jahren ist Judy Garland über ihre Rolle der Dorothy in „Der Zauberer von Oz“ zum Weltstar geworden. Das Biopic „Judy“ betrachtet nun das Leben der Künstlerin und zeigt, was zu früher Ruhm mit einem Menschen machen kann. Mittlerweile ist Judy Garland 46 Jahre alt, abhängig von Tabletten und Alkohol, pleite. Sie vernachlässigt ihre Kinder und jagt immer noch dem großen Erfolg ihrer Anfangsjahre nach. Der Film „Judy“ begleitet die Schauspielerin und Sängerin im letzten Jahr vor ihrem frühen Tod.

Der Film zeigt die ungeschönte Wahrheit über das Leben der einst so gefeierten Sängerin von „Over The Rainbow“, deren Karriere sie eher früher als später in die Drogensucht trieb, an der sie viel zu früh, mit gerade einmal 47 Jahren, verstarb. Für den Film „Judy“ ist die Schauspielerin Renée Zellweger in die Rolle der Judy Garland geschlüpft, die sie meisterlich performt. Dafür wurde sie zurecht als beste Hauptdarstellerin mit einem Golden Globe geehrt, die Oscars warten ebenfalls bereits auf ihre Ankunft. „Judy“ erzählt vom bewegenden Leben Judy Garlands und gibt Einblicke in das verworrene Privatleben der Entertainerin, die man meist nur schillernd im Rampenlicht vor Augen hat. Ein einmaliges Filmerlebnis mit einer außergewöhnlichen schauspielerischen Leistung von Renée Zellweger, das nicht nur Fans von Musik-Biopics fesseln dürfte.

>> Auch interessant: Kein Zuckerschlecken: Renée Zellweger über ihren Part in „Judy“ <<


Lindenberg! Mach Dein Ding | 2020


Mit „Lindenberg! Mach Dein Ding“ kommt 2020 endlich auch ein Biopic über einen der größten deutschen Rockstars in die Kinos: Udo Lindenberg. Hierzulande muss man den Mann mit dem Hut und der Sonnenbrille, der mit Hits wie „Sonderzug nach Pankow“ und „Andrea Doria“ berühmt geworden ist, eigentlich gar nicht mehr groß vorstellen. Udo Lindenberg ist jedem ein Begriff und zur absoluten Rock-Legende Deutschlands geworden. Der Film „Lindenberg! Mach Dein Ding“ zeigt nun den Menschen hinter der Legende von seinen Anfängen in der westfälischen Provinz hin zum absoluten Bühnenprofi.

Die Regisseurin Hermine Huntgeburth schafft mit „Lindenberg! Mach Dein Ding“ eine außergewöhnliche Künstlerbiografie, die uns mit Spannung und jeder Menge Unterhaltung auf die ungewöhnliche Reise durch das Leben Udo Lindenbergs nimmt. Neben einem tollen 70er-Setting kann der Film vor allem durch die herausragende schauspielerische Leistung Jan Bülows als junger Udo Lindenberg punkten. Was natürlich auch nicht zu kurz kommt, sind die unvergesslichen Hits von Udo Lindenberg, die für jede Menge Ohrwürmer sorgen. Der deutsche Rock-Titan gibt sich am Ende sogar selbst die Ehre!



Die Zukunft der Musik-Biopics: Alle Projekte im Überblick


Bob Dylan

© Sony Music

Wenn es um Biopics im Allgemeinen geht, ist James Mangold definitiv kein unbeschriebenes Blatt. Gerade erst lieferte der Regisseur und Drehbuchautor mit „Le Mans 66 - Gegen jede Chance“ ein Porträt der beiden legendären Rennfahrer Schrägstrich Mechaniker ab, die sich einst im Ford-Bolliden mit Ferrari anlegten. Der Erfolg seiner aktuellen Produktion ist noch gar nicht so wirklich abgeebbt, da steht bereits die nächste Geschichte auf Basis wahrer Begebenheiten auf Mangolds Türschwelle. Diesmal widmet er sich nach „Walk the Line“ bereits zum zweiten Mal der Musik: Bob Dylan ist James Mangolds musikalisches Ziel der Wahl. Der aktuell noch titellose Streifen soll sich mit dem Wendepunkt in Bob Dylans Karriere auseinandersetzen, als er seine Folk-Klampfe durch eine elektrische Rock-Gitarre ersetzte. Trotz des nachfolgenden Ruhmes gilt dieser Schritt bis heute als gewagt, wird von vielen Fans der ersten Stunde gar noch immer stark kritisiert.

Als Basis des Films soll ersten Informationen zufolge zusätzlich die Romanvorlage von Elijah Wald dienen. Dieser hatte sich über sein Werk „Dylan Goes Electric“ bereits in 2015 intensiv mit der Thematik auseinandergesetzt. Betrachtet man die Genialität seines Johnny Cash-Porträts, könnte es wohl kaum einen Besseren für die Position des Bob Dylan-Regisseurs geben als eben James Mangold. Der Mann weiß einfach, wie man eine wahre Geschichte cineastisch in Szene setzt, ohne sich zu sehr in Pathos oder kompliziertem Hickhack zu verstricken. Zumindest die Wahl des Hauptdarstellers scheint der Gute bereits besten Gewissens getroffen zu haben. Diverse Quellen brachten zuletzt Jungstar Timothée Chalamet mit der Rolle Bob Dylans in Verbindung. Zwar bliebt eine offizielle Bestätigung bis heute aus, machen ihn seine unverkennbaren Qualitäten jedoch ohne Frage zur idealen Besetzung des legendären Folk-Musikers im Wandel. Auch Dylan selbst soll wohl an der Produktion beteiligt sein, sicherte dem Regisseur gar bereits die Rechte an seinen Songs zu.

>> Auch interessant: Wird Timothée Chalamet demnächst zu Bob Dylan? <<


Michael Jackson

© Sony Pictures

Wie könnte es auch anders sein: Natürlich steht nach Queen, Elton John und Co. längst auch ein aufwendiges Porträt des King of Pop höchstselbst auf dem Plan. Tatsächlich soll es diversen Quellen zufolge erneut Graham King sein, der mit der Produktion des Michael Jackson-Biopics betraut wurde. King saß schon bei „Bohemian Rhapsody“ am Erfolgshebel, soll sogar bereits einen passenden Autoren für dieses ambitionierte Projekt gefunden haben. Wie Deadline vor einiger Zeit berichtete, soll John Logan das Skript zum bislang noch unbetitelten Michael Jackson-Biopic beisteuern. Logan war unter anderem mit „Gladiator“ in 2001 für den Drehbuch-Oscar nominiert, bringt also von Haus aus schon ausreichend Brillanz mit, um MJ angemessen zu porträtieren.

Während das Musik-Biopic aktuell noch ohne Studio dasteht, sind bereits einige mögliche Details zur Story ans Tageslight gelangt. Tatsächlich sieht es ganz danach aus, als würde sich das Michael Jackson-Porträt in ähnlich ungeschönter Dramaturgie entfalten, wie es schon die in 2017 veröffentlichte Dokumentation „Leaving Neverland“ tat. Statt aber schlichtweg haltlose Anschuldigungen aufzustellen, soll sich das Biopic vermehrt mit Michael Jacksons Sicht der Dinge beschäftigen - mit allem, was dazugehört. Bestätigt wurde dies von offizieller Seite aus jedoch noch nicht.


Bee Gees

© Universal Music

Es scheint ganz so, als wolle sich Graham King ab sofort ausschließlich im Porträtgeschäft austoben. Nach „Bohemian Rhapsody“ und neben dem Michael Jackson-Biopic wird der Produzent aktuell ebenfalls mit der Realisierung einer Adaption der Bee Gees-Erfolgsgeschichte in Verbindung gebracht. Die aus den drei Gibb-Brüdern bestehende Band war in den 70ern vor allem für ihre Disco-Songs „Stayin‘ Alive“ und „Night Fever“ sowie ihr Grammy-prämiertes Album „Saturday Night Fever“ bekannt. Was jedoch nicht viele wissen: Die Brüder standen aufgrund des schlagartigen Ruhmes zu Beginn ihrer Karriere kurz vor einem Zerwürfnis.

Wie der Rolling Stone berichtet, habe Barry Gibb, das einzige noch lebende Mitglied der Bee Gees, die Rechte an der Bandgeschichte sowie der Musik sogar bereits abgetreten. Anders als das Projekt zur Geschichte Michael Jacksons ist die Bee Gees-Verfilmung längst in trockenen Studiotüchern. So wird Graham King gemeinsam mit Paramount und Steven Spielbergs Amblin an der Realisierung des Projekts werkeln.

Erst im November hat das Bee Gees-Biopic grünes Licht erhalten, trotzdem steht eine offizielle Einigung zwischen den einzelnen Parteien noch aus. Gespannt warten alle Fans der Kult-Band indes auf erste Infos zur Geschichte sowie dem Cast - immerhin steht und fällt eine solche Produktion mit ihren Darstellern!


David Bowie

© Jimmy King

Mit „Stardust“ wird 2020 auch der in 2016 verstorbenen Musik-Legende David Bowie ein Biopic gewidmet. Der Titel des Films geht auf Bowies Alter-Ego Ziggy Stardust zurück, das Bestandteil seiner Musik und der andersweltlichen Bühnenshow war. „Stardust“ geht dabei zurück in das Jahr 1971 und damit hin zu Bowies erster Amerika-Reise. Auf dieser wurde der noch junge David Bowie zu der Figur des Ziggy Stardust inspiriert. In die Rolle des David Bowie wird das britische Schauspieltalent Johnny Flynn (der junge Albert Einstein in „Genius“, „Emma“) schlüpfen. Flynn ist ebenfalls Musiker und wird dadurch vielleicht ein besonderes Gespür für die Rolle bekommen.

Für die Regie des Films wird Gabriel Range („Death of a President“) verantwortlich sein und das Drehbuch kommt aus der Feder von Newcomer Christopher Bell. Die Dreharbeiten zum Film begannen bereits im Sommer 2019, der genaue Starttermin für das David Bowie-Biopic steht allerdings noch nicht fest. Einen kleineren Dämpfer wird es für das Biopic jedoch geben: David Bowies Sohn Duncan Jones („Moon“) verkündete bereits im Vorfeld, dass sich die Produktion nicht die Rechte an den Songs seines Vaters sichern würde. Die Familie Bowies steht somit nicht hinter dem Film „Stardust“, was die Verantwortlichen dazu bringen wird, sich im Bereich der Musik ausschließlich auf Bowies Cover-Songs zu stützen.


Aretha Franklin

© Sony Music

Erst im November 2019 kam die Doku „Aretha Franklin: Amazing Grace“ in die deutschen Kinos und zeigte unveröffentlichtes Videomaterial von einem ganz besonderen Gospel-Konzert der Queen of Soul. Fast ein Jahr später, am 29. Oktober 2020, kommt passend dazu ein Musik-Biopic zu Aretha Franklin mit dem Titel „Respect“ heraus. Das Drehbuch zu „Respect“ stammt aus der Feder von Callie Khouri, die bereits die ABC-Serie „Nashville“ ins Leben gerufen hatte. Regie übernimmt Liesl Tommy, die sich zuvor bei diversen Serien als Regisseurin einen Namen machen konnte.

„Respect“ folgt Franklins musikalischem Aufstieg, von ihren Anfängen im Gospel-Chor ihres Vaters bis hin zu ihrer Krönung zur Queen of Soul. Das Publikum kommt dabei nicht nur in den Genuss des namensgebenden Songs „Respect“, sondern wird auch Songs wie „Dr. Feelgood“, „Amazing Grace“ und viele weitere ihrer beliebtesten Stücke zu hören bekommen.

In die Rolle Aretha Franklins schlüpft indes die Sängerin und Schauspielerin Jennifer Hudson, die von Aretha Franklin höchstpersönlich noch vor ihrem Tod in 2018 auserkoren wurde. Das gewaltige Star-Ensemble um Jennifer Hudson wird dabei unter anderem mit Schauspielern und Sängern wie Mary J. Blige, Tituss Burgess und Forest Whitaker perfekt ergänzt. 


Elvis Presley

© Sony BMG Archive

Für 2021 haben Warner Bros. und Regisseur Baz Luhrmann bereits das noch titellose Musik-Biopic zum King of Rock'n'Roll angekündigt: Elvis Presley. Luhrmann hat sich vor allem durch sein erfolgreiches Musical-Filmdrama „Moulin Rouge“ in 2001, in dem Nicole Kidman und Ewan McGregor in den Hauptrollen zu sehen waren, einen gern gesehenen Namen gemacht. Doch auch legendäre Filmperlen wie „Australia“ und „Der große Gatsby“ gehen auf das Konto des kunstfertigen Australiers. So scheint eben nur Regisseur Baz Luhrmann der richtige Mann für den Job zu sein, um das Leben der Rock'n'Roll-Ikone Elvis Presley für die große Kinoleinwand zu interpretieren.

Das Musik-Biopic wird sich vor allem mit dem Höhepunkt in Presleys Karriere als Rock'n'Roll-Superstar beschäftigen, legt dabei ein besonderes Augenmerk auf die Beziehung zwischen ihm und seinem kontrollsüchtigen Manager Colonel Tom Parker. Für die Rolle des machthungrigen Geschäftsmannes ist kein Geringerer als Tom Hanks („Forrest Gump“) vorgesehen. Für die Rolle des Kings höchstselbst gingen Ex-One Direction-Mitglied Harry Styles, „Kick-Ass“-Star Aaron Taylor-Johnson, der sogar schon Beatles-Legende John Lennon in „Nowhere Boy“ verkörperte, Miles Teller („Whiplash“), Ansel Elgort („Baby Driver“) sowie Austin Butler („Once Upon a Time in... Hollywood“) ins Rennen.

Letzterer konnte sich schlussendlich gegen seine weitaus erfahreneren Konkurrenten durchsetzen und darf an der Seite von Tom Hanks als Elvis Presley auftreten. Die Wahl macht gerade deshalb ungemein Sinn, weil Butler im Gegensatz zu seiner Casting-Konkurrenz noch deutlich unverbrauchter daherkommt, um den Elvis-Part mit unvoreingenommener Brillanz zu rocken.


Amy Winehouse

© Universal Music

Nach der beeindruckend aufgezogenen Dokumentation „Amy“ von 2015, in der sich Doku-Maestro Asif Kapadia („Diego Maradona“) mit dem dramatischen Leben der Ausnahmesängerin Amy Winehouse beschäftigte, bestätigte die Familie der Sängerin nun die Produktion eines cineastischen Biopics. Die Arbeiten an dem Film sollen bereits 2019 begonnen haben. Ihre Eltern werden nach ihrer persönlichen Enttäuschung über die Dokumentation „Amy“ selbst als Produzenten des Films agieren, der Erlös des Projektes soll nachfolgend der Amy Winehouse Foundation zugutekommen.

Amys Vater Mitch sagte dazu, dass sie sich nun dazu bereit fühlen würden, das außergewöhnlich hürdenreiche Leben und Talent ihrer Tochter zu zelebrieren. Zudem weiß er durch die Arbeit der Amy Winehouse Foundation, dass die wahre Geschichte hinter der Krankheit seiner Tochter vielen anderen helfen kann, die selbst mit einer ähnlichen Krankheit zu kämpfen haben. Unter den Produzenten des Amy Winehouse-Biopics befinden sich ebenfalls Debra Hayward („Cats“) und Alison Owen, die Mutter der Sängerin Lily Allen. Das Drehbuch über das bewegte Leben der britischen Sängerin stammt aus der Feder von Geoff Deane („Kinky Boots“). Entgegen einer früheren Annahme wird Amy Winehouse wohl von einer bislang unbekannten englischen Schauspielerin verkörpert werden, die Amy nicht nur ähnlich sieht, sondern auch ihre besondere, lustige, manchmal charmante, aber auch bodenlose Art perfekt imitieren kann. Wann das Biopic genau erscheinen wird, ist bislang noch nicht bekannt.


Boy George


Nach Freddie Mercury und Elton John bekommt auch Culture Club-Sänger Boy George ein eigenes Biopic spendiert. Ähnlich wie seine beiden Musikerkollegen hatte auch Boy George wegen seiner Homosexualität und seines extravaganten Auftretens mit diversen Hürden auf seinem Weg nach oben zu kämpfen. Allerdings machte Boy George von Anfang an nie ein Geheimnis aus seiner sexuellen Orientierung und avancierte so in Windeseile zur gefeierten Ikone der Schwulenbewegung.

Das Biopic über den extrovertierten Musiker Boy George beginnt bei seiner Herkunft aus einer irischen Arbeiterfamilie und begleitet seinen Weg zum großen Popstar als Frontmann der 80er-Band Culture Club, die mit „Karma Chameleon“ und „Do You Really Want To Hurt Me“ enorme Erfolge feiern konnte. Regie und Drehbuch zum noch unbenannten Film kommen von Sacha Gervasi („Terminal“, „Hitchcock“). Wer in die schillernden Outfits Boy Georges und dessen Charakter schlüpfen und wann genau das Biopic über die Leinwand laufen wird, ist bisher leider noch nicht bekannt.

Boy George äußerte sich jedoch bereits dazu, dass er nur zu gern die „Game of Thrones“-Schauspielerin Sophie Turner in seinen Kleidern sehen würde und auch Turner selbst zeigte sich dieser extravaganten Idee gegenüber ganz und gar nicht abgeneigt. Unsere Stimme hat sie jedenfalls!


Bob Marley

© Universal Music

Dokus über den wohl bekanntesten Rastafari aller Zeiten gibt es bereits wie Sand am Meer, zuletzt war es vor allem Kevin MacdonaldsMarley“, der sich enorm erfolgreich etablieren konnte. Das passende Biopic über das Leben Bob Marleys fehlte bislang allerdings noch. Bereits 2018 kündigte Ziggy Marley, einer der Söhne des legendären Reggae-Musikers, die Produktion eines solchen Films an. So berichtete NME seinerzeit, dass Marleys Sohn gemeinsam mit Paramount Pictures an einer Aufarbeitung der damaligen Ereignisse arbeiten würde. Seither sind jedoch gute zwei Jahre vergangen, ohne dass sich weitere Informationen zum Bob Marley-Biopic einen Weg ans Tageslicht graben konnten.

Gänzlich aufgegeben hat man das Projekt scheinbar allerdings noch nicht. So lassen sich vereinzelt angepeilte Startdaten um 2022 herum finden, die die Hoffnung auf ein hochwertiges Bob Marley-Biopic weiterhin am Leben erhalten. Genauere Infos dazu gibt es allerdings noch nicht.


Madonna

© Universal Music

Wer in der prominent besetzten Riege der Könige und Titanen des Musikgeschäfts definitiv nicht fehlen darf, ist ohne jede Frage Madonna. Schon seit längerer Zeit kursieren diverse Gerüchte rund um ein Biopic über die Queen of Pop mit dem Titel „Blond Ambition“ im Netz, angelehnt an die gleichnamige Konzertreise Madonnas Anfang der 90er. Das Drehbuch zum Film soll von Elyse Hollander stammen und vor allem die frühen Jahre in Madonnas Karriere behandeln, in denen sie ihr erstes Album produzierte.

Fifty Shades of Grey“-Produzent Michael De Luca soll zudem ebenfalls an dem Projekt beteiligt sein.
Allerdings meldete sich die Queen of Pop bereits selbst via Social Media zu Wort und sagte klipp und klar, dass nur sie selbst ihre eigene Geschichte erzählen könne. Damit zog sie der Produktion direkt zu Beginn der Planung den Boden unter den Füßen weg, denn auf das Einverständnis der Sängerin oder die Musikrechte braucht das Team nun wohl nicht mehr zu hoffen.


Céline Dion


Musikalisch sorgte die Sängerin zuletzt für Furore, als sie den herrlich theatralen Soundtrack zu „Deadpool 2“ beisteuerte. Eher scherzhaft ging Ryan Reynolds damals mit seiner Meinung an die Öffentlichkeit, man müsse Céline Dion ganz, ganz dringend ein Biopic spendieren. Glaubt man den Gerüchten, die Mitte 2019 erstmals im Netz kursierten, so stehen aktuell gar zwei Filmporträts auf einen Schlag auf dem Programm! So berichtete The Hollywood Reporter vor gut einem Jahr von einem Projekt mit dem Titel „Celine Before Celine“, das im englischsprachigen Raum produziert werden soll. Als Pendant dazu würde man eine französische Produktion mit dem Titel „The Power of Love“ anvisieren, die in semi-fiktionaler Erzählweise das Leben der gebürtigen Kanadierin behandeln soll.

Während ersteres Projekt aktuell noch in einer ersten Findungsphase verweilt, schreitet die Planung zum Céline Dion-Biopic bereits schnellen Schrittes voran. Die Idealbesetzung der Sängerin steht zwar noch aus, dafür füllt sich der übrige Cast bereits zusehends. Inzwischen wurden hier Valérie Lemercier, Carole Weyers oder auch Maynard Bagang bestätigt. Lemercier wird zudem die Regie übernehmen und das passende Drehbuch verfassen. Kann die Produktion den angepeilten Zeitplan einhalten, wird „The Power of Love“ bereits am 11. November 2020 in die Kinos kommen.