22.01.2021
von Dominique Rose und Wencke Schimmelpfennig

Der talentierte Schauspieler Timothée Chalamet ist nicht nur in aller Munde, sondern gehört derzeit wohl zu den begehrtesten Jungschauspielern, die die Filmbranche zu bieten hat.


Für das neueste optische wie erzählerische Meisterwerk des Ausnahmeregisseurs Wes Anderson stand diesmal die New Yorker Zeitung The New Yorker Pate, die für ihre außergewöhnlichen Geschichten bekannt geworden ist. In seiner üblichen verrückten Manier lässt der Regisseur hier einige der skurrilen Geschichten zum Leben erwachen, die von mindestens ebenso obskuren Charakteren bevölkert werden.

Wie wir es von Anderson gewohnt sind, versammelt er auch für „The French Dispatch“ eine Riege der herausragendsten Schauspieler, die die Filmwelt derzeit zu bieten hat, unter denen auch einige Wiederholungstäter sind. So gehören Bill Murray, Owen Wilson, Adrien Brody und Tilda Swinton erneut zum Cast von Wes Andersons neuem Film.

Seine Premiere mit diesem außergewöhnlichen Regisseur feiert diesmal auch unser junges Ausnahmetalent Timothée Chalamet, der in „The French Dispatch“ bereits zum dritten Mal zusammen mit Saoirse Ronan vor der Kamera stehen wird. Viel ist zur Handlung des Films zwar noch nicht bekannt, aber Timothée Chalamets exzentrisches Äußeres lässt auf viele verrückte Geschichten und Charaktere hoffen.


Dune

© Warner Bros.

Mit Denis Villeneuves Neuverfilmung von Frank Herberts Science-Fiction-Roman „Dune“ steht 2021 ein bombastischer Blockbuster in den Startlöchern. Bereits 1984 nahm sich Ausnahmeregisseur David Lynch des Stoffes unter dem Titel „Der Wüstenplanet“ an. Was Lynch damals auf Grund von technischen Grenzen nur bedingt gelang, verspricht nun ein gigantisches Science-Fiction-Epos zu werden, das die Herzen der Fans höherschlagen lassen wird.

Auch für das Nachwuchstalent Timothée Chalamet wird „Dune“ ein großer Schritt sein, denn er wird nicht nur die Hauptrolle des Paul Atreides übernehmen, sondern sich damit auch aus dem Independent-Bereich hinein in die Welt der Blockbuster begeben.

Denn etwas Anderes ist nach dem atemberaubenden Trailer von Denis Villeneuves Film nicht zu erwarten, der mit seinem Vergleich zum „Star Wars“-Franchise die Erwartungen der Fans noch einmal befeuert hat.

„Dune“ spielt in einer weitentfernten Zukunft, in der Fürst Leto zusammen mit seinem Sohn Paul und seiner Konkubine Lady Jessica nach Arrakis, besser bekannt unter dem Namen Dune, geschickt wird. Hier wird das wertvolle Spice abgebaut, ein Stoff, der nicht nur das Leben verlängert, sondern zudem übernatürliche Gedankengänge und die Navigation durch das Universum ermöglicht. Der Abbau wird jedoch durch riesige Sandwürmer erschwert und die Bevölkerung des Planeten von Imperator Shaddam unterdrückt. Paul wird in diesem Konflikt bald schon eine bedeutende Rolle zu teil, die ihm einiges abverlangt.


Don't Look Up

 
Über den neuen Netflix-Film „Don't Look Up“ von Erfolgsregisseur Adam McKay („The Big Short“,„Vice - Der zweite Mann“) ist bisher eher wenig an die Öffentlichkeit gesickert. Sicher ist jedoch, dass die schwarze Komödie noch dieses Jahr zum Streaming-Riesen wandern wird.
 
In den Hauptrollen ist hier mit Leonardo DiCaprio und Jennifer Lawrence ein eher ungewöhnliches Gespann zu sehen, die sich als mittelmäßige Astronomen verdingen. Gemeinsam entdecken sie einen Meteoriten, der in gerade einmal sechs Monaten die Erde zerstören wird. Die Bevölkerung hat davon jedoch keinen Schimmer, da sie durch die Politik und die parteiischen Medien wie gelähmt sind. So machen sich die beiden selbst auf zu einer medialen Tour, um die Menschen vor der bevorstehenden Gefahr zu warnen.
 
Neben den beiden Hollywood-Größen umfasst der Cast des Films jedoch noch einige weitere Hochkaräter, wie unseren Liebling Timothée Chalamet, Meryl Streep, Cate Blanchett, Jonah Hill, Ariana Grande sowie Matthew Perry. Welche Rolle Chalamet in dieser an Filme, wie „Network“ oder „Dr. Setsam oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben“, angelehnten Satire spielen wird, ist bisher nicht bekannt. Doch scheinbar werden Streep und Hill als US-Präsidentin sowie ihr Stabschef fungieren, wobei wir bei dem nächsten ungewöhnlichen Gespann wären.


Going Electric

© Sony Pictures / Jerry Schatzberg

Dass er einen Hang zu außergewöhnlichen Persönlichkeiten und eher Außenseiterpositionen hat, beweist Timothée Chalamet auch mit seiner kommenden Rolle in James Mangolds Film „Going Electric“. Für diesen schlüpft Timothée in die Rolle des großen Musikers und Songwriters Bob Dylan. Der Film soll die umstrittene Phase in Dylans Schaffen portraitieren, in der er vom Folk zum Rock wechselte und damit eine ganz neue Richtung einschlug.

James Mangold ist zudem kein unbeschriebenes Blatt was musikalische Biopics angeht, bewies er doch bereits mit seinem oscarprämierten Film „Walk the Line“ ein unglaubliches Talent in diesem Metier. Mit Timothée Chalamet scheint er zudem nicht nur einen der herausragendsten jungen Schauspieler für die Hauptrolle gefunden zu haben, sondern zugleich die perfekte Verkörperung des jungen Dylan. Mit seinem drahtigen Körperbau und seinem wilden Lockenkopf ist er zumindest optisch auch wie gemacht für die Rolle des eigensinnigen Musikers.

Leider sind es gerade die aufwendigen Kostüme, die Maske und die detailreichen Kulissen, die die Produktion von „Going Electric“ derzeit erschweren. So ist das Filmprojekt momentan auf Grund der anhaltenden Pandemie zunächst unfreiwillig auf Eis gelegt. Doch die Hoffnung bleibt bestehen, wäre es doch zu Schade, Timothée Chalamet nicht in der Rolle dieses Ausnahmekünstlers zu sehen. Immerhin hat der Jungschauspieler dafür sogar extra das Gitarre spielen angefangen.

Trailer

Szenenbild aus Her

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