10.10.2022
von Der Praktikant


Es gibt Filme und es gibt Kultfilme. In der langen Reihe der James-Bond-Filme gehört Casino Royale zu den Kultstreifen, die jeder Fan gesehen haben muss. In diesem Agentendrama jagt Bond niemand geringeren als Le Chiffre, seines Zeichens ein geldgieriger Banker. Bonds Ziel: Er möchte zum Superagenten werden und dafür muss er seinem Widersacher beim Poker das gesamte Geld abknöpfen. Atemberaubende Spannung machte sich schon im Kino breit, als Bond erst einen Herzinfarkt erleidet und dann einfach weiterspielt.

Casino Royale gilt als einer der Bond-Filme, bei dem die Filmemacher wieder zur alten Schule zurück fanden. In Anlehnung an die ersten Teile der Kultreihe ist Bond wieder ein junger und dynamischer Schurkenjäger mit einem überdimensionalen Ego. Die beiden Rivalen spielen brillant und sorgen für einen nicht abreißenden Spannungsbogen. Und auch das neue Bondgirl hat seinen Teil dazu beigetragen, dass dieser Film ein Highlight der Reihe ist. Ein Make-Over mit neuen Innovationen und einer Lady, die Bond problemlos in die Schranken weisen kann.

 

2. Knives Out – die Actionkomödie mit Jamie Lee Curtis und Daniel Craig


Es harmoniert gut zwischen Daniel Craig und Kultschauspielerin Jamie Lee Curtis, die gemeinsam mit Christoph Plummer vor der Kamera stehen. Letzterer hat allerdings nur eine kleine Rolle, er ist das tote Familienoberhaupt, dessen Ableben aufgeklärt werden muss. Daniel Craig spielt den smarten Detektiv Blanc, der erst einmal alle Familienmitglieder des Mordes verdächtigt. Doch die sorgen bei den Befragungen für jede Menge Action. Da werden Familiengeheimnisse gelüftet und Sünden offenbart.

Während des gesamten Filmes fühlt sich der Zuschauer immer einen Schritt voraus und glaubt zu wissen, wer der Täter ist. Doch der wendungsreiche Krimi hat immer noch eine Überraschung in petto. Das ist einer der Gründe, warum er im Jahr 2020 die Oscar-Nominierung zum besten Drehbuch einheimsen konnte. Auch wenn der Oscar nicht an die Krimi-Komödie ging, bietet sie doch jede Menge Unterhaltung für die ganze Familie.

 

3. Und noch einmal James Bond – Skyfall von Sam Mendes

Zugegeben, auch wenn es noch weitere Top-Filme mit Daniel Craig gibt, muss hier noch ein zweiter Bond genannt werden. Skyfall bietet während der gesamten Laufzeit atemberaubende Spannung und erstmals ein bisschen Einblick in die weiche Seite von James Bond. Nicht umsonst ist der Actionfilm von 2012 der bis jetzt erfolgreichste Bond.  Satte 1,1 Milliarden Dollar spielte Skyfall ein. Seine Aufgabe im actiongeladenen Streifen ist es, die Daten wiederzufinden, die seiner Chefin M. (gespielt von Judi Dench) gestohlen wurden.

Der britische Geheimdienst wird schon bald aufgrund der brisanten Daten zur Zielscheibe und nur Bond kann die Gegenspieler aufhalten. Allerdings sind diese bestens über alle Aktivitäten der M16-Organisation informiert. Könnte womöglich ein ehemaliger Agent hinter den Attentaten stecken? Bonds größte Herausforderung ist es, sich nicht erneut zu überschätzen, denn dieser Gegenspieler befindet sich auf Augenhöhe.

 

4. Stieg Larssons Verblendung – von David Fincher

Stieg Larsson ist einer der bekanntesten Krimiautoren. David Fincher hingegen gehört global zu den interessantesten Regisseuren. Das Ergebnis ist eine Buchadaption, die mit Daniel Craig als Hauptdarsteller zum Highlight wird. Craig spielt einen Enthüllungsjournalisten, der in einem Vermisstenfall ermitteln soll. Beauftragt wird er von Christopher Plummer, der den Industriellen Henrik Vanger spielt.

40 Jahre ist es her, dass dessen Nichte wie vom Erdboden verschluckt ist, doch Vanger konnte sich nie damit abfinden. Blomkvist (Daniel Craig) erklärt sich bereit, den Fall zu übernehmen. Hierfür verpartnert er sich mit Lisbeth Salander (gespielt von Rooney Mara). Das Duo hat nicht nur humorvollen Wortwitz, sondern bringt auch Scharfsinn bei den Ermittlungen mit. Am Ende decken die beiden ein hochkomplexes Geflecht aus Verrat, Geheimnissen und jeder Menge Lügen auf. Ob die seit 40 Jahren verschwundene Nichte Vangers am Ende gar nicht tot ist?

 

5. Layer Cake – von Matthew Vaughn

Ein waschechter Gangsterfilm ist Layer Cake, bei dem Daniel Craig die Rolle des Bösewichts übernimmt. Er ist Kokaindealer von Beruf und muss sich über Geldmangel nicht beklagen. Seine Pläne sind solide, er möchte das Geschäft beenden und dann einfach nur noch sein Geld ausgeben. Alles könnte perfekt sein, wenn sein Boss nicht plötzlich zwei weitere Gefallen erbitten würde. Und da selbst Kokaindealer ihre Prinzipien haben, schlägt Craig die beiden Wünsche nicht aus.

Das Problem dabei ist, dass die Erfüllung alles andere als ein Selbstläufer ist. Stattdessen warten Probleme und jede Menge Gefahren auf den fast schon in Rente befindlichen Drogen-Großhändler. Kurzweilig, spannungsgeladen und mit einer guten Prise Humor gewürzt, ist der Film für alle ab 16 wirklich sehenswert.

 

Aus der Filmografie von Daniel Craig – weitere sehenswerte Titel

Auch wenn es gute und weniger gute Filme mit dem Schauspieler gibt, lohnt es sich für Fans doch, seine Filmografie etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Allein in den 2000er-Jahren hat der smarte Bond-Darsteller so einige Klassiker auf die Leinwand gebracht, die mehr oder weniger gute Einspielergebnisse erzielt haben. Wirklich sehenswert sind dabei unter anderem:
  • James Bond: Spectre, Keine Zeit zu sterben, ein Quantum Trost
  • Das Erwachen der Macht – Star Wars
  • Kings
  • Knives Out 2
  • Cowboys & Aliens
  • Der goldene Kompass
  • Renaissance
  • Infamous



Fazit: Daniel Craig ist Bond, James Bond und noch vieles mehr

Auch wenn seine Zeit als Bond wohl abgelaufen ist, kann Daniel Craig noch viel mehr liefern als den bissigen Agenten. Als smarter und wandlungsfähiger Schauspieler mimt er Bösewichte mit ebensolcher Leichtigkeit wie die Hüter des Rechts. Ob mit scharfer Zunge oder geladener Waffe – Gegner des charismatischen Craigs sollten sich warm anziehen. Für einen echten Daniel Craig-Filmabend gibt es weit mehr als 20 Streifen, die wirklich sehenswert sind. Welcher am Ende den Weg auf die Mattscheibe schafft, hängt von den persönlichen Vorlieben ab.