Das perfekte Geheimnis - auf KINO&CO
01.12.2019 Nordpol
von Tyler Süß

Süßkram kann jeder - damit ihr auch genug Filmfutter über die Adventszeit bekommt, liefern wir euch hier je einen ganz besonderen Filmtipp pro Kalendertag. Türchen für Türchen!


Sich einmal wie Peter Pan durch die Lüfte schwingen und auf ewig jung, verspielt und kindlich unbeschwert sein - trotz der mitunter düsteren Hintergrundgeschichte des grün gekleideten Flattermannes, hat wohl jeder mal davon geträumt. Diverse Adaptionen, zuletzt in Form von „Pan“ 2015 als bildgewaltiges Abenteuer mit Musical-Einlagen und Hugh Jackman, haben sich der beliebten Geschichte bereits verschrieben. Abgesehen vom gleichnamigen Disney-Zeichentrickspaß kann jedoch nur eine wirklich jene Magie transportieren, mit der Peter stets frei heraus durch die Nacht flattert: „Hook“!

Regisseur Steven Spielberg hatte sich hier etwas ganz Besonderes überlegt. Statt nämlich schlicht erneut zu erzählen, wie Peter Pan seine Freunde Wendy, Klaus und Michael ins Nimmerland bringt und dort gegen seinen Erzfeind Captain Hook kämpft, hat Spielberg Smees Taschenuhr einfach ein gutes Stück vorgestellt. Peter ist nun erwachsen (unvergleichlich: Robin Williams), hat eine eigene Familie und vergessen, dass er mal jener tapfere Held war, den wir so schätzen und lieben. Als Hook (Dustin Hoffman) es irgendwie schafft, dem Nimmerland zu entkommen und Peters Kinder zu entführen, ist es an Glöckchen (Julia Roberts), ihren besten Freund zurück nach Hause zu holen. So braucht es nur die schlagfertige Hilfe seiner kindlichen Piratenfreunde und ein wenig Fantasie, um wieder der zu werden, der Peter Pan einst war…
 
Kann man einfach immer wieder schauen - besonders zur Gemütlichkeit des 3. Advents ist „Hook“ genau das richtige Filmfutter - lasst es euch schmecken!


Türchen 16: Die Peanuts - Der Film (2015)

© 20th Century Fox

Schon das Weihnachtsfeature „Die Peanuts - Fröhliche Weihnachten“ von 1965 hat gezeigt, wie gut Charlie Brown und Co. doch zur frostigsten Jahreszeit von allen passen. Auch die Neuauflage von 2015 folgte diesem Gedanken und bot u.a. neue Abenteuer im Schnee - wie man auf dem Szenenbild oben mit Snoopy und Woodstock wohl ganz gut erkennen kann. Das moderne Update der kultigen Clique ist alles, was man sich als Fan des Originals nur wünschen könnte - und mehr! Allein der Animationsstil, mit dem Regisseur Steve Martino („Horton hört ein Hu“, „Ice Age 4 - Voll verschoben“) die Peanuts in die Neuzeit gebracht hat, sorgt trotz modernster Technik für Nostalgieschübe am laufenden Band. Im verrückt charmanten Mix aus Knet- und Kreideoptik, der stets auch mit Stop-Motion-Elementen herumspielt, sind die neuen Peanuts perfektes Filmfutter für die Weihanchtszeit und somit Pflicht in unserem Adventskalender 2019!

Als ein neues Mädchen mit roten Haaren gegenüber von Charlie Brown einzieht, ist der introvertierte Glatzkopf sofort hin und weg. Natürlich versucht er alles, um seine smarte Nachbarin von sich zu beeindrucken - aber Charlie Brown ist eben Charlie Brown. Seine Chancen stehen zunächst gar nicht schlecht, als er einen Zwischentest mit perfektem Ergebnis abschließt. Doch nun steht Charlie vor einem echten Dilemma: Soll er seine neu gewonnene Beliebtheit aufgeben und so wahrscheinlich auch seine Chancen, das neue Mädchen zu beeindrucken, oder soll er verschweigen, dass den Lehrern bei seinem Test ein Fehler unterlaufen ist? In der Zwischenzeit muss sich Snoopy daheim mit seinem ärgsten Erzfeind herumschlagen, dem roten Baron...


Türchen 17: Rare Exports - Eine Weihnachtsgeschichte (2010)

© Splendid

Was gibt es Schöneres zur Weihnachtszeit, als Filme rund um Santa, seine Reise durch die Kamine dieser Welt und die vielen, tollen Geschenke, die der bärtige Mann vom Nordpol jedes Jahr unter dem Christbaum oder in unseren Socken hinterlässt? Das genaue Gegenteil! Wo Jahre später auch „Krampus“ die eher brutalere Horror-Schiene gefahren ist, beschäftigten sich 2010 schon die Finnen mit der düsteren Kehrseite der Weihnachtslegende. „Rare Exports: Eine Weihnachtsgeschichte“ glorifiziert Santa nicht, ganz im Gegenteil: Regisseur Jalmari Helander („Big Game“ mit Samuel L. Jackson) sperrt jenes Kerlchen, das wir allgemeinhin als Weihnachtsmann kennen, sogar in einen Käfig, um das wahre Übel dieser Welt anzulocken!

Die Freunde Pietari (Onni Tommila) und Juuso (Ilmari Järvenpää) staunen nicht schlecht, als einige Männer in der Nähe ihres Dorfes damit beauftragt werden, den Weihnachtsmann auszugraben. Als dann auch noch ein Großteil der Rentiere des Waldes brutal zerfleischt wird, ist sich Pietari endgültig sicher: Das war Santa! In der Zwischenzeit geht den Arbeitern ein Mann in die Falle, den sie sofort für den Weihnachtsmann halten. Dass der wahre Nikolaus allerdings noch im Eis verschlossen ist und es sich bei ihrem Fund um einen Wichtel handelt, müssen die Männer und Pietari letztlich schmerzlich am eigenen Leib erfahren...

Mehr soll an dieser Stelle auch gar nicht verraten werden. Ganz ohne jede Frage zählt „Rare Exports“ zu den außergewöhnlichsten Weihnachtsfilmen aller Zeiten, der Anti-Santa ist schon jetzt Kult! Es gibt eben leider viel zu wenig gute Genre-Titel, die sich dem Weihnachtsfest zur Abwechslung mal von einer anderen Seite nähern...


Türchen 18: Das finstere Tal (2014)

© Warner Bros.

So langsam aber sicher hat's sich aber mal mit der Gemütlichkeit! Dafür gibt es einfach viel zu viele brillante Thriller und andere Genre-Stücke, die sich auch und vor allem visuell mit frostiger Winteratmosphäre in den Vordergrund gespielt haben. Für den heutigen Filmtipp hinter Türchen Nummer 18 unseres Adventskalenders müsst ihr allerdings entweder des Süddeutschen bzw. Österreichischen mächtig sein oder zur Abwechslung mal auf Untertitel setzen...

Das finstere Tal“ ist eine deutsch-österreichische Co-Produktion von Regisseur Andreas Prochaska, die als fies entschleunigter, ausgesprochen garstiger Alpen-Western daherkommt und die Geschichte eines Lone Rangers erzählt, der in einem kleinen Dorf in der Einöde nach der einen Wahrheit sucht. Brillanter Cast, einmaliges Setting und Bilder, die teils wie gemalt erscheinen: Wer intensive Geschichten mag und die düstere Seite der Natur (und die des Menschen) liebt, fährt hiermit genau richtig.

Im Zentrum der Geschichte steht Greider (Sam Riley), ein einsamer Reisender, der sich in dem entlegenen Alpennest sammeln möchte, bevor er die Rückreise antritt. Einzig die junge Luzi (Paula Beer) fühlt sich von der fremden Natur des Reisenden angezogen, die übrigen Dorfbewohner meiden Greider so gut es geht. Ein Geheimnis liegt in der Luft, schwer, erdrückend, welches in gewisser Weise auch mit Greider selbst zusammenzuhängen scheint. Vor allem der Brenner-Clan um Hans (Tobias Moretti) und Luis (Clemens Schick) scheint etwas zu verbergen - und die Männer würden alles dafür tun, um sich und ihre Familie zu schützen...


Türchen 19: The Witch (2015)

© Universal Pictures

Was haben wir euch gestern noch gleich gesagt? Korrekt, gemütlich war es in diesem Dezember, diesem Adventskalender bis hierhin schon genug. Jetzt wird's düster! Mit seinem Debüt „The Witch“ hat sich Regie-Neuling Robert Eggers sogleich unsterblich gemacht, zumindest was sein Standing innerhalb der Indie-Szene betrifft. Seine ganz eigene Vision wurde vom Fleck weg deutlich: Eggers hält nicht viel von Stereotypen und Hollywood-Klischees, arbeitet sich lieber mit innovativen Kameraeinstellungen und ausgesprochen einzigartiger Erzählweise am Kino der Neuzeit ab. Während sein Zweitwerk „Der Leuchtturm“ mit Robert Pattinson und Willem Dafoe erst vor wenigen Wochen Premiere feierte, werfen wir nun also noch einmal einen Blick auf Eggers' frostigen Erstling!

Neuengland um 1630: Nur wenige Jahre nachdem sich die ersten Pioniere aus Großbritannien auf amerikanischem Grund niedergelassen haben, sind die alten Strukturen unlängst zurückgekehrt. Weil William (Ralph Ineson) gemeinsam mit seiner Frau Katherine (Kate Dickie) und ihren fünf Kindern (u.a. Anya Taylor-Joy) ein christliches Leben führen will, werden sie von der puritanischen Gemeinde Plymouths verstoßen. Während die Familie unweit der Gemeinde ein neues Heim für sich findet und versucht, sich ein ruhiges, tatkräftiges Leben aufzubauen, zieht urplötzlich ein Schatten über das Land. Als nach einer missratenen Ernte auch noch der jüngste Spross der Familie spurlos verschwindet, beginnt die paradiesische Ruhe zusehends zu bröckeln. Schuld sind eben all jene, die sündigen...

Doppelt brillantes Debüt: Nicht nur Regisseur und Drehbuchautor Robert Eggers meldete sich mit „The Witch“ erstmals zu Wort, auch Jungstar Anya Taylor-Joy machte hier zum ersten Mal auf sich aufmerksam. Inzwischen ist die talentierte Charakterdarstellerin kaum aus Hollywood wegzudenken, hat sich mit Filmen wie „Split“ oder „Vollblüter“ quasi unsterblich gemacht und wird auch in Zukunft die eine oder andere Perle aus dem Hut zaubern (z.B. „Last Night in Soho“ von Edgar Wright).


Türchen 20: A Most Violent Year (2014)

© Universum Film

Okay, der Bezug zur Weihnachtszeit läuft hier ausschließlich über den Winter, der in vielen Momenten von „A Most Violent Year“ die Szenerie bestimmt. Aber hey, uns reicht das vollkommen aus, um das gern unter den Tisch gekehrte Meisterstück von Regisseur J.C. Chandor hinter Türchen Nummer 20 unseres Adventskalenders zu verpacken. Allein beim Blick auf den Cast dürfet ihr euch nun verwundert selbst hinterfragen, weshalb ihr diesen Film bisher noch nicht auf dem Zettel hattet - mit Oscar Isaac, Jessica Chastain oder auch David Oyelowo sind hier gleich mehrer Hochkaräter involviert, die der vertrackten Gangster-Posse unheimlich viel charakterlichen Tiefgang mitgeben.

Wer heute über Isaac oder Chastain spricht, kommt leider eben zuerst auf „Star Wars“ bzw. „Es: Kapitel 2“ zu sprechen - Perlen wie „A Most Violent Year“ geraten da immer häufiger in Vergessenheit.

Im New York der frühen 80er bestimmen enorm hohe Kriminalitätsraten das Panorama der Stadt. Hier sind es Abel Morales (Oscar Isaac) und dessen Frau Anna (Jessica Chastain), die kurz vor ihrem bislang größten Coup stehen, beim Kauf einer Industrieoption jedoch auch ihr bislang größtes Risiko eingehen. Der Plan: Innerhalb nur eines Monats müssen die beiden den geforderten Restbetrag in Millionenhöhe beschaffen, ansonsten verliert das Ehepaar alles. Obwohl Abel sein Geschäft stets ehrlich und rechtschaffen betrieben hatte, zwingen ihn wiederholte bewaffnete Überfälle auf seine Transporter zum Handeln. Ohne Gewalt kommen die Morales’ eben doch nicht weiter...


Türchen 21: The Visit (2015)

© Universal Pictures

Zugegeben, der Name M. Night Shyamalan steht nicht immer auch direkt für überragende Qualität. Zwar hat sich der Kult-Regisseur mit Filmen wie „The Sixth Sense“ oder „Signs - Zeichen“ selbst ein Denkmal gebaut, selbiges mit ultimativen Flops wie „Die Legende von Aang“, „After Earth“ oder dem längst zum Meme verkommenen „The Happening“ gleichzeitig aber auch immer wieder mit Negativschlagzeilen besprayt.
 
Gerade als ihn seine Fans quasi schon abgeschrieben hatten, kam der Regisseur mit „The Visit“ um die Ecke. Genretechnisch lässt sich der schwarzhumorige Handkamera-Grusel kaum fassen, dafür ist dieses kleine aber ausgesprochen feine Stück Filmkunst einfach viel zu breit aufgestellt. Was als schlichter Enkelbesuch zur Winterzeit beginnt, ändert nach gut 30 Minuten langsam aber gefährlich stetig die Stoßrichtung und mündet letztlich in einem Finale, dass vielleicht nicht komplett überraschend daherkommt, handwerklich aber eben alles exakt richtig macht!
 
Ihre Großeltern kannten Becca (Olivia DeJonge) und Tyler (Ed Oxenbould) bisher noch nicht, dafür war das Verhältnis zwischen ihrer Mutter (Kathryn Hahn) und ihren Eltern in all den Jahren einfach zu brüchig. Doch als Beccas und Tylers Mama gemeinsam mit ihrem neuen Freund in den Urlaub fahren will, gibt sie schließlich doch nach: Die beiden dürfen nach all den Jahren endlich ihre Großeltern kennenlernen! Während Becca beschließt, die Reise mit ihrer Kamera zu dokumentieren, damit auch ihre Mama später ein paar Eindrücke davon bekommen kann, beginnen die beiden Geschwister ihre Reise nach Norden. Zunächst verläuft auch alles ausgesprochen entspannt im kleinen Häuschen von Nana (Deanna Dunagan) und Pop Pop (Peter McRobbie). Doch schon nach kurzer Zeit häufen sich die merkwürdigen Ereignisse und bevor sie sich versehen, stecken Becca und Tyler in einem wahr gewordenen Albtraum der eher spezielleren Art...


Türchen 22: Nightmare Before Christmas (1993)

© Walt Disney

Richtig perfekt wäre es ja gewesen, wenn der vierte Advent in diesem Jahr direkt auf den Tag vor Heiligabend gefallen wäre. Dann hätte unser Filmtipp hinter Türchen Nummer 22 wahrscheinlich sogar noch besser gepasst. Schade, so verläuft der Titel unseres heutigen Kalendertürchens selbst leider ein wenig im (zumindest bei uns im Norden noch nicht vorhandenen) Schnee.
 
Die Rede ist natürlich von „Nightmare Before Christmas“, einem Film, den wir sogar gleich zweimal im Jahr hervorkramen und der eben auch zur Weihnachtszeit einfach niemals fehlen darf - zumindest bei uns nicht! Gern mal als alleiniges Werk von Tim Burton missverstanden - der Meister des Bizarren hat hier allerdings nur das Figurendesign beigesteuert - hat sich dieses kultige Animationsfilmchen von Regisseur Henry Selick („Coraline“) vor allem in den Herzen der alternativen Szene auf Anhieb einen fixen Platz gesichert. Selbst in 2019 sind die Merch-Artikel rund um Jack Skellington und Co. noch immer überall präsent, werden vor allem zu Halloween sowie eben einem semi-stark eingeschwärzten Weihnachtsfest stets in der Auslage zahlreicher Geschäft präsentiert.
 
Er ist der Kürbiskönig von Halloweentown, doch langsam hat Jack Skellington (im Original gesprochen von Soundtrack-Maestro Danny Elfman) die Nase voll vom immer selben Gruselzeugs zur Kürbiszeit. Als es Jack dann eines Tages ganz zufällig in die Weihnachtswelt verschlägt, kommt ihm die Idee: Warum nicht einfach mal Weihnachten anstelle von Halloween feiern? Kurzerhand macht sich Jack mit den übrigen Bewohnern von Halloween Town daran, sich auf die wohl festlichste Zeit des Jahres vorzubereiten - doch so wirklich verstanden haben die Ghoule, Fledermäuse und übrigen Kreaturen der Nacht den heimeligen Geist der Weihnacht nicht...


Türchen 23: Einer nach dem anderen (2014)

© Neue Visionen

Habt ihr zufällig unsere Liste der miesesten Filme des Jahres 2019 gelesen und/oder den Fehler gemacht, dieses Jahr „Hard Powder“ mit Liam Neeson zu ertragen? Dann dürfte euch dieser Titel hier überraschend bekannt vorkommen. Mit „Einer nach dem anderen“ lieferte Regisseur Hans Petter Moland 2014 einen der spannendsten, brutalsten und abgedrehtesten Filme ab, die wohl jemals im skandinavischen Raum produziert wurden. Leider unterlief Moland dann eben gut fünf Jahre später der arge Fehler, sein Erfolgsrezept einfach noch mal neu aufzulegen und für das US-amerikanische Publikum zu inszenieren - mit eher mäßigem Erfolg, vorsichtig ausgedrückt. Remakes können ja theoretisch Sinn machen - siehe Türchen Nummer - doch einen ohnehin schon perfekten Film nach kürzester Zeit eigenständig zu adaptieren, nur, um dem lesefaulen US-Ami zu gefallen, kann nie der richtige Weg sein...
 
>> Zur Wall of Shame: Unsere Flop 10 der schlechtesten Filme 2019 <<
 
Im Zentrum der Geschichte von „Einer nach dem anderen“ steht Nils Dickman (Stellan Skarsgård), seines Zeichens glücklicher Familienvater und Schneemobilfahrer. Als sein Sohn jedoch bei einem Überfall ermordet wird, bricht für Nils eine Welt zusammen. Zerrüttet vom tragischen Verlust seines eigenen Fleisch und Blutes, entschließt er sich schließlich, die Schuldigen zur Rechenschaft zu ziehen. Stück für Stück arbeitet sich Nils also durch die Reihen der hiesigen Verbrecherorganisation, lässt keinen Gangster lebendig zurück und mordet sich so schnellen Schrittes zum Kopf der Bande vor - da waren die vielen Stunden Krimi- und Action-Unterhaltung in den letzten Jahren letztlich doch noch zu etwas gut...
 
Was „Hard Powder“ vermissen ließ, macht das nordische Original eben deutlich besser: Knackige Dialoge bestimmen die frostig blutige Szenerie, bestückt mit schwarzem Witz und einem charismatischen Hauptdarsteller in Höchstform. Genre-Ausreißer wie diesen hier muss man eben einfach lieben!


Türchen 24: Die Muppets Weihnachtsgeschichte (1992)

© Walt Disney

24 Türchen, 24 Filmtipps - es mag zwar ein überladen wirkendes, ausgelutschtes Klischee sein, doch die Zeit verfliegt ganz ohne jede Frage wirklich wie im Fluge! Da hat man gerade erst angefangen, die Gemütlichkeit des örtlichen Glühweinstandes zu schätzen, schon ist wieder Heiligabend und quasi alles wieder vorbei. Bevor ihr euch jetzt aber auf Hochtouren mit der Planung für Silvester und das neue Jahr die Tage und Nächte um die Ohren schlagt, haben wir heute noch einen letzten, ganz besonderen Film für euch in der Mache. Denn obwohl wir im Zuge dieser Liste eigentlich auf Weihnachtsfilme verzichten wollten, MÜSSEN euch heute einfach die Muppets auf den festlichen Abend einstimmen.

Variationen der Weihnachtsgeschichte nach Charles Dickens gibt es wie Flocken im Schnee. Neben etlichen Adaptionen, die sich mit der düsteren Kehrseite der Erzählung beschäftigen und ausgesprochen ernst, geradewegs deprimierend daherkommen, laden Kermit, Miss Piggy und Sir Michael Caine auf eher gemütlichere Art und Weise zur Reise durch die Weihnachtszeit ein. Auch hier sind es die Geister der vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Weihnacht, die Ebenezer Scrooge (Michael Caine) an die gute Seite im Menschen erinnern sollen und ihn wieder zu dem machen, der er einst war. Genial: Als Erzähler fungieren hier die beiden Muppets Gonzo und Rizzo, die Ratte - als Charles Dickens selbst und dessen pelziger Begleiter! Auch die beiden Kult-Nörgler Waldorf und Statler bekommen in „Die Muppets Weihnachtsgeschichte“ von Puppenmeister Brian Henson einen Sonderauftritt, läuten mit ihrer klassischen Meckerpartie diesmal die gruselige Geisterzeit ein.

Das war er nun also, unser Adventskalender 2019 mit etwas anderen Filmtipps zu Weihnachtszeit. Wir wünschen euch nun ein besinnliches Fest, gemütliche Tage mit den Liebsten und einen wundervoll entspannten Rutsch ins neue Jahr!