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Filmplakat

Das weiße Rauschen
Drama

  • FSK nicht bekannt

"Wer das weiße Rauschen sieht, der wird sofort wahnsinnig. Außer wenn er schon wahnsinnig ist. Dann wird er normal." Regisseur Hans Weingartner bringt Licht in düstere Visionen und sucht den Sinn im Wahn.

Das weiße Rauschen in Berlin

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Ab 31. Januar 2002 im Kino

In einer Großstadt laufen jede Menge Irre herum. Wirklich wahnsinnig sind jedoch die wenigsten. Der Kölner Hauptbahnhof ist für das Landei Lukas (Nichts bereuen-Star Daniel Brühl) die erste Station in einem neuen, aufregenden Leben.

Der Zug aus der miefigen Provinz führt den 21-jährigen Möchtegern-Studenten geradewegs in das Kölner Nachtleben. Seine ältere Schwester Kati (Anabelle Lachatte) zeigt Lukas, wo's langgeht: Parties, jede Menge Drinks und noch mehr Parties. Kein Wunder, dass Lukas Interesse an der Universität bei diesem Freizeitangebot absackt. Nach einem verpatzten Date mit einer Partybekanntschaft, bei dem Lukas vor den Augen seiner entsetzten Begleiterin die Kinokassiererin (Daniel Brühls Schauspiellehrerin Ilse Strambowski) aus nichtigem Anlass angepöbelt und bedroht hat, entschließen sich Kati und ihr Freund Jochen (Patrick Joswig) den niedergeschlagenen Lukas mit einem Ausflug aufs Land aufzuheitern.

Im Picknickkorb befinden sich Drogen. Während sich die psychedelischen Pilze bei Kati und Jochen in wohlklingendes Gelächter auflösen, manifestiert sich bei Lukas ein albtraumhafter Realitätsverlust. Er bleibt auf einem Psylocibin-Trip hängen, beginnt, Stimmen zu hören, und fühlt sich verfolgt.\r\nEr durchstöbert sein Zimmer nach Mikrofonen, versucht verzweifelt, die bedrohlichen Stimmen zu orten, zu analysieren oder durch lautes Wasserrauschen in der Dusche zu übertönen. Das Ausmaß der Katastrophe erkennen Kati und Jochen erst, als Lukas in einem Anfall von Wahn aus dem Fenster springt. In der Psychiatrie wird Lukas als paranoid schizophren diagnostiziert und mit Medikamenten ruhig gestellt.\r\nKati, die sich mit der Apathie und dem Krankheitsbild ihres Bruders nicht abfinden kann, sucht nach möglichen Ursachen der Geisteskrankheit und entdeckt ein bitteres Familiengeheimnis: Auch ihre Mutter litt unter Schizophrenie und hat sich vor Jahren während eines Aufenthalts in der Psychiatrie das Leben genommen.\r\nVersuche, Lukas nach seinem Klinikaufenthalt ins "normale Leben" einzugliedern, erweisen sich als schwierig. Das Absetzen der Medikamente, die Nebenwirkungen hervorrufen, mit denen Lukas nicht leben will, ruft schizophrene Schübe hervor und nach einer heftigen Auseinandersetzung der Geschwister, beschließt Lukas, das zu tun, was ihm die Stimmen befehlen: Das weiße Rauschen zu suchen. \r\nVon den "Szenen mit Schweineblut" seiner experimentellen Splatter-Movies, die Hans Weingartner vor über 10 Jahren bei einem Underground-Festival in der Wiener Arena zur Vorführung brachte, hat sich der Vorarlberger Filmemacher inzwischen entfernt. Sensibel, einfühlsam und ohne falschen Pathos inszeniert er den Ausbruch einer Krankheit, dessen Erscheinungsbild abschreckt. Die körperliche Bedrängnis und die seelische Qual des Protagonisten übertragen sich durch Weingartners Kameraführung direkt auf die Zuschauer. das weisse rauschen, Weingartners erster Spielfilm, wurde mit dem Max Ophüls Preis 2001, dem Förderpreis für den besten Absolventenfilm einer deutschen Filmhochschule und dem First Steps- Award, dem deutschen Nachwuchspreis für die beste Regie ausgezeichnet. \r\n

Credits

2001 104 Min.
FSK nicht bekannt

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