Charmantes Großstadtmärchen mit Super-Besetzung, in dem vier sehr gegensätzliche Menschen in einer skurrilen Pariser WG die Chance zum Glücklichsein ergreifen.

Kinostart: 16.08.2007

Audrey Tautou

Audrey Tautou
als Camille Fauque

Guillaume Canet

Guillaume Canet
als Franck

Laurent Stocker
als Philibert

Françoise Bertin
als Paulette

Alain Sachs
als Betriebsarzt

Firmine Richard
als Mamadou

Béatrice Michel
als Carine

Kahena Saïghi
als Samia

Hélène Surgère
als Yvonne

Alain Stern
als Restaurantbesitzer

Halima Guizami
als Krankenschwester

Juliette Arnaud
als Aur

Danièle Lebrun
als Camilles Mutter

Handlung

Anstatt ihr Zeichentalent zu entfalten, verausgabt sich die weltfremde Camille (Audrey Tautou) lieber abends in einer Putzkolonne. Kränkelnd haust sie in einem kleinen Pariser Dachzimmer, bis der schüchterne Hobbyhistoriker Philibert (Laurent Stocker) sie aufnimmt - sehr zum Verdruss seines Mitbewohners Franck (Guillaume Canet). Der leichtlebige Gourmetkoch, dessen einzige persönliche Beziehung die zu seiner schlagfertigen Großmutter Paulette (Françoise Bertin) ist, sieht seine friedliche Männer-WG in Gefahr. Chaos ist vorprogrammiert.

Zauberhafte Komödie, die das Leben mit einem Lächeln betrachtet und zugleich eine sensible Lovestory erzählt. Das moderne Großstadtmärchen von Meister Claude Berri nach dem gleichnamigen Bestseller von Anna Gavalda schaut seinen Figuren mit Humor bei der Suche nach dem Glück zu.

Die zeichnende Putzfrau Camille lädt im Treppenhaus ihren Nachbarn spontan zum Essen ein. Der stotternde Postkartenverkäufer holt sie dafür später in seine große Wohnung, als sie krank ist. Sein Mitbewohner, ein gestresster Koch, der sich um seine Oma kümmert, ist davon erst gar nicht angetan. Doch zusammen ist man weniger allein.

Philbert, verhinderter Historiker aus Adelsgeschlecht, der Postkarten vor dem Museum verkauft, staunt nicht schlecht, als ihn die künstlerisch begabte Putzfrau Camille zum Essen einlädt. Später revanchiert er sich, als er die erkrankte Camille aus ihrem Loch unterm Dach in seine riesige Belle-Etage-Wohnung holt, die er mit dem melancholischen Koch und Womanizer Franck teilt. Erst ärgert der sich über das weibliche Wesen als Störfaktor in der Männer-WG, aber - nicht ganz wie im richtigen Leben - wendet sich nach einigen Schwierigkeiten alles zum Guten.

Kritik

Charmantes Großstadtmärchen mit super Besetzung, in dem vier sehr gegensätzliche Menschen in einer skurrilen Pariser WG die Chance zum Glücklichsein ergreifen.

Regie- und Produktionsaltmeister Claude Berri beweist souverän, dass man auch im Alter von über 70 Jahren jung im Kopf sein kann, und überzeugt durch erfrischende Charakterzeichnung und Dialoge. Geschickt entlarvt er den Begriff Individualismus als Deckmäntelchen für Anonymität und Einsamkeit. Wenn in einer Metropole wie Paris die junge Camille ihren Nachbarn im Treppenhaus des großen Mietshauses spontan zum Essen einlädt, ist der erst mal verdattert, lebt doch sonst jeder allein vor sich hin. Der verhinderte Historiker aus Adelsgeschlecht, der Postkarten vor dem Museum verkauft, holt die 27-jährige "Fachfrau für Oberflächen" (Putzfrau) aus ihrem Loch unterm Dach in seine riesige Belle-Etage-Wohnung, die er mit einem melancholischen Koch und Womanizer teilt, der von einer Affäre in die andere schlittert und sich noch liebevoll um seine nach einem Unfall im Heim gelandete Großmutter kümmert. Erst ärgert er sich über das weibliche Wesen als Störfaktor in der Männer-WG, aber - nicht ganz wie im richtigen Leben - wendet sich nach einigen Schwierigkeiten alles zum Guten. Die finale Harmonie wirkt trotz einiger Klischees nicht aufgesetzt, sondern bildet den märchenhaften Schlusspunkt einer romantischen Komödie, die humorvoll und unterhaltsam davon erzählt, wie es gelingt, Widersprüche aufzulösen und Gegensätzlichkeiten zu akzeptieren. Sofern man den Mut hat, zu sich und seinen Gefühlen zu stehen. Verletzbarkeit ist hier keine Schwäche, sondern wird zur Stärke, auch wenn die Protagonisten schon so manchen Dämpfer abgekriegt haben. Wie sie sich in ihrer Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit langsam annähern, das inszeniert Berri als anrührende Ode an die Zärtlichkeit, als Hymne an das moderne Familienmodell, nämlich Freunde, die sich gegenseitig auffangen, mit Audrey Tautou, die versucht, vom "Amélie"-Image wegzukommen, Guillaume Canet als dünnhäutigem Macho, Laurent Stocker als stotternder Blaublütler und die "rüstige Seniorin" Françoise Bertin. Anna Gavaldas Bestseller als lebensbejahendes Feel-Good-Movie, da sollte niemand im Kino allein bleiben. mk.

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Info

Plakat des Films: Zusammen ist man weniger allein

Kinostart: 16.08.2007

Frankreich 2007

Länge: 1 h 37 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Ensemble, c' est tout

Regie: Claude Berri

Drehbuch: Claude Berri

Musik: Frédéric Botton

Produktion: Claude Berri, Nathalie Rheims

Kostüme: Sylvie Gautrelet

Kamera: Agnès Godard

Schnitt: François Gédigier

Ausstattung: Laurent Ott

Website: http://www.zusammen-ist-man-weniger-allein.de