Star-gespicktes Sequel zum Science-Fiction-Überraschungshit, in dem die X-Men-Brigade erneut Jagd auf böse Mutanten macht.

Kinostart: 01.05.2003

Szenenbild aus X-Men 2 mit Patrick  StewartPatrick  Stewart

Patrick Stewart
als Professor Charles Xavier

Szenenbild aus X-Men 2 mit Hugh JackmanHugh Jackman

Hugh Jackman
als Logan/Wolverine

Szenenbild aus X-Men 2 mit Ian  McKellenIan  McKellen

Ian McKellen
als Eric Lensherr/Magneto

Halle Berry
als Storm

Famke Janssen
als Jean Grey

James Marsden
als Scott Summers/Cyclops

Rebecca Romijn
als Mystique

Brian Cox
als William Stryker

Alan Cumming
als Kurt Wagner/Nightcrawler

Bruce Davison
als Senator Kelly

Anna Paquin
als Rogue

Aaron Stanford
als John Allerdyce/Pyro

Kelly Hu
als Yuriko Oyama

Shawn Ashmore
als Bobby Drake/Iceman

Daniel Cudmore
als Colossus

James Kirk
als Ronnie Drake

Katie Stuart
als Kitty Pryde

Michael Reid MacKay
als Jason 143

Ty Olsson
als Mitchell Laurio

Keely Purvis
als kleines M

Kea Wong
als Jubilee

Connor Widdows
als Jones

Bryce Hodgson
als Artie

Shauna Kain
als Siryn

Cotter Smith
als Pr

Alf Humphreys
als Steven Drake

Jill Teed
als Madeline Drake

Handlung

Als ein anonymer Terrorist, möglicherweise ein Mutant von extremer Potenz, ein Unheil auf das nächste häuft, wendet sich die Stimmung in der Gesellschaft wieder einmal gegen Freaks mit Superkräften. An der Spitze der Hass-Bewegung steht der ominöse Ex-General Stryker (Brian Cox), der einst mit Mutanten experimentierte und nun sein ganz persönliches innenpolitisches Süppchen auf dem lodernden Volkszorn kocht. Viel Arbeit für die Damen und Herren von der X-Men-Brigade, die für diese schwere Mission sogar die Rivalität mit einem alten Erzfeind vergessen.

Effektgeladene, gleichwohl den Geist nicht unterfordernde Superhelden-Comic-Fantasy bietet Bryan Singers Star-gespicktes Sequel zum SF-Überraschungshit der Saison 2001.

Als sich ein anonymer Terrorist als Mutant von extremer Potenz entpuppt, wendet sich die Stimmung in der Gesellschaft wieder einmal gegen Freaks mit Superkräften - unterstützt von dem ominösen Ex-General Stryker, der mit seinen Rachegelüsten der X-Men-Brigade viel Arbeit macht.

Wolverine, Storm und die anderen haben sich für ihre aktuelle Mission weitere Mutanten wie etwa den deutschstämmigen Nightcrawler alias Kurt Wagner und aufstrebende Nachwuchsrecken wie den eiskalten Iceman oder den feurigen Pyro als Verstärkung geholt. Denn der cholerische Ex-Armeekommandant Stryker ist als neuer Feind wirklich nicht von Pappe. Den müssen die X-Men im Schulterschluss mit Erzfeind Magneto bekämpfen, schließlich versucht Stryker, sämtliche Mutanten - ob gut oder böse - zu vernichten.

Kritik

Nicht ein paar 100.000, sondern nur drei Jahre brauchte die Evolution für einen gewaltigen Sprung. Die kommerziell sehr erfolgreiche, aber hinter den Möglichkeiten des Stoffs zurückgebliebene Ouvertüre der genetischen Freaks mutiert dank sichtbar aufwändigerer Pflege zu einem gut zweistündigen Comicspektakel, dass nun endlich ist, was der Name einer Hauptfigur bisher nur andeutete: magnetisch. Dieses Morphing eines Versprechens zu seiner Einlösung resultiert in einem Sequel, das von der brillanten Eröffnung an in seinen Actionsequenzen überzeugt, mit Effekten verblüfft, die dem Evolutionszwang der Digital-Illusionisten gerecht werden und darüber hinaus biologische Wunder maskuliner und femininer Natur präsentiert, die im Gesamteindruck nur einen Schluss zulassen: im Kinofrühling werden diesen Mutanten wohl allenfalls Simulanten das Fürchten lehren.

Dass die Konkurrenz von der Matrix schon drei Wochen nach Start der "X-Men" ein nahezu identisches Zielpublikum bedient, ist für beide Filme keine Ideallösung, zeigt aber auch das Selbstbewusstsein der Konkurrenten. Auch ohne die kultige Cyperpunk-Aura des Warner-Rivalen setzt der Fox-Gigant in seinem eigenen Kosmos Ausrufezeichen. Alles ist größer, eleganter, hypnotischer und packender als im Vorgänger, der 25 Millionen Dollar weniger ausgeben durfte und etwas darunter litt, das X-Men-Universum erklären und seine Protagonisten halbwegs gleichwertig einführen zu müssen. Der Nachfolger benötigt keine Vorstellungen mehr, sondern beginnt mit einem furiosen Actionhighlight, das den Zuschauer auf Anhieb erobert und an den Film bindet. In einer virtuosen Harmonisierung von Visual Effects, Soundtrack und dramatischer Inszenierung fällt der blauhäutige Nightcrawler, ein Neuzugang unter den X-Men, im Weißen Haus ein, duelliert sich akrobatisch mit dem Wachpersonal und telportiert sich mit coolen Verpuffungswolken in Sekundenschnelle durch die Gänge, bis nur ein Schuss in letzter Sekunde ihn hindert, die Amtszeit des US-Präsidenten gewaltsam zu verkürzen. Das Attentat verstärkt die bereits im Vorgänger illustrierte Kluft zwischen Menschen und Mutanten, spielt dem Anführer der Intoleranzfraktion endlich die Karte zur Vernichtung der Genfreaks in die Hand. Stryker ist der zentrale bad guy des Films, der aus ganz persönlichen Motiven Rache an den X-oten nehmen will. Die Hauptrolle in seiner Strategie fällt dabei Cerebro zu, das durch Professor Xaviers mächtige Gedankenkontrolle gesteuerte Instrument, in dem jedes Lebewesen der Erde lokalisiert und damit auch vernichtet werden kann. Der Diebstahl der Apparatur in Xaviers Internat ist ein weiterer Actionhöhepunkt des Films und wird schließlich auch sein dramatischer Motor. Denn um den Missbrauch von Cerebro zu verhindern, müssen die beiden Mutantenfraktionen des Vorgängers nun im Team arbeiten. Weitere Plotstränge sind Wolverines Suche nach seiner traumatischen Vergangenheit, seine Zuneigung für Jean Grey, aber auch seine Anziehungskraft auf Magnetos Shapeshifter Mystique. Schließlich wird auch das Unberührbarkeitsdilemma von Teenager Rogue thematisiert, die Figur von Iceman ausgebaut und Wolverine ein weibliches Pendant gegeben, mit dem er sich mit ausgefahrenen Klauen ein für beide wohl befriedigendes S&M-Finale liefern darf. Hier wie auch in anderen Passagen zeigt der Film Sinn für schwarzen Humor, ohne die humanen Aspekte seiner Geschichte aus den Augen zu verlieren. Dass man trotz einer finalen Verlusterfahrung nicht wirklich betroffen ist, liegt an der Vielzahl der Figuren, die eine notwendige enge Bindung fast unmöglich macht. Dass Teamerlebnis ist aber auch die große Stärke der X-Men-Welt, die in diesem zweiten Auftritt im Grunde von zwei Frauen dominiert wird. Die eine verändert virtuos ihre Gestalt, obwohl sie dies nicht nötig hätte, die andere im Schlussbild vielleicht auch, was den Film mit einem originellen Cliffhanger enden lässt. "We'll be watching", verspricht Wolverine - und Millionen werden ihm folgen. kob.

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Info

Plakat des Films: X-Men 2
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 01.05.2003

USA 2003

Länge: 2 h 10 min

Genre: Action

Originaltitel: X-Men 2

Regie: Bryan Singer

Drehbuch: Michael Dougherty, Dan Harris

Musik: John Ottman, Michael Kamen

Produktion: Ralph Winter, Bryan Singer, Lauren Shuler Donner

Kostüme: Louise Mingenbach

Kamera: Newton Thomas Sigel

Schnitt: John Ottman

Ausstattung: Guy Dyas, Geoff Hubbard, Helen Jarvis

Website: http://www.x-men2-derfilm.de