Urbayerisches Dorfleben, exzentrische Charaktere und ein kurioser Todesfall: Regisseur Marcus H. Rosenmüller kehrt mit dieser göttlichen Komödie auf die Leinwand zurück.

Kinostart: 16.08.2012

Christian Ulmen

Christian Ulmen
als Georg

Marie Leuenberger

Marie Leuenberger
als Emilie

Nikolaus Paryla
als Papst Innozenz XIV.

Lisa Maria Potthoff
als Evi

Fahri Yardim
als Pater Paolo Barsotti / Vincenzo Barsotti

Hannelore Elsner
als Daisy

Simon Schwarz
als Polizist Hartl

Maximilian Schafroth
als Lehrer Pellhammer

Jürgen Tonkel
als Bestattungsunternehmer M

Johannes Herrschmann
als Supermarktbesitzer Karl-Heinz Gumberger

Gerhard Wittmann
als Pfarrer Felix

Billie Zöckler
als Haush

Hubert Mulzer
als Kardinal Santi

Franz Bauer
als Metzger Sigi Fischer

Max von Thun
als Pornodarsteller

Handlung

Fischkopp Georg hat es einst der Liebe wegen in den bayerischen Skiort Hollerbach verschlagen. Doch weil dort nun schon seit Jahren der Schnee ausbleibt, ist nicht nur die Existenz der Dorfbewohner bedroht, auch Georgs Eheleben wird dadurch in Mitleidenschaft gezogen. Da bringt ausgerechnet der ebenso tragische wie kuriose Tod der Schwiegermutter die rettende Idee: Man könnte die Verstorbene heilig sprechen lassen und Hollerbach so in einen Wallfahrtsort verwandeln. Doch dazu benötigt man ein Wunder, am besten sogar zwei.

Nordlicht Georg hat es der Liebe wegen in den bayerischen Skiort Hollerbach verschlagen. Doch weil dort nun schon seit Jahren der Schnee ausbleibt, ist nicht nur die Existenz der Dorfbewohner bedroht, auch Georgs Eheleben wird dadurch in Mitleidenschaft gezogen. Da bringt ausgerechnet der ebenso tragische wie kuriose Tod der Schwiegermutter die rettende Idee: Man könnte die Verstorbene heilig sprechen lassen und Hollerbach so in einen Wallfahrtsort verwandeln. Doch dazu benötigt man ein Wunder, am besten sogar zwei.

Um ein bayerisches Dorf und sein Liebesleben zu retten, will ein Nordlicht die Gemeinde zum Wallfahrtsort erklären lassen. Ausgelassene Komödie von Marcus H. Rosenmüller in Stil von von "Wer früher stirbt ist länger tot".

Kritik

"Wer früher stirbt, ist länger tot"-Kultfilmer Marcus H. Rosenmüller besinnt sich seiner Anfänge und findet mit dieser wahrhaft göttlichen Komödie zu alter Stärke zurück.

Neun Spielfilme in sechs Jahren, das muss einer dem bayerischen Workaholic Marcus H. Rosenmüller erst einmal nachmachen. "Wer's glaubt, wird selig" erinnert nicht nur vom Titel her an seinen ersten großen Erfolg "Wer früher stirbt, ist länger tot". Beide Filme spielen im tiefsten ruralen Bayern, beide bieten sie ein Panoptikum skurriler Figuren und beide besitzen einen Protagonisten, der gewissermaßen auf der Suche nach Erlösung, aber auch nach Liebe und Zuneigung ist. In diesem speziellen Fall ist es der von Christian Ulmen verkörperte Fischkopp Georg, den es - eben der Liebe wegen - in das bayerische Skiparadies Hollerbach verschlagen hat. Weil aber dort seit Jahren schon der Schnee ausbleibt, ist nicht nur die materielle Existenz der Dorfbewohner bedroht, auch Georgs Eheleben wird durch die Krise negativ beeinflusst. Ausgerechnet der unter kuriosen Umständen herbeigeführte Tod von Schwiegermutter Daisy bringt die rettende Idee: Man könnte die Verstorbene heilig sprechen lassen und Hollerbach so in einen florierenden Wallfahrtsort verwandeln. Der Versuch, dieses in die Tat umzusetzen, ist die Triebfeder einer Story, in der ein paar sympathische Dorfdeppen um den schießwütigen Polizisten Hartl (Simon Schwarz), den Leichenbestatter Möslang (Rosi-Regular Jürgen Tonkel mit Rauschebart) und einen altklugen Lehrer (Maximilian Schafroth) versuchen, bei den für die Heiligsprechung dringend benötigten Wundern etwas nachzuhelfen.

Zwar führt Ulmen mit dem Papst (Nikolaus Paryla) ein paar Zwiegespräche zu viel und wird das Ende des Films unnötig in die Länge gezogen, doch sind dies Marginalien im Vergleich zu dem, was Rosenmüller zu bieten hat: Schräge Situationen, wenn etwa Hannelore Elsner als weiße Hexe Daisy im Rollstuhl auf der Ladefläche eines Pick-Ups zur Messe gefahren wird; großartigen Wortwitz wie zum Beispiel ein lateinisches "Asterix"-Gebet des falschen Pfarrers (Fahri Yardim); urkomische Szenen wie der wie im klassischen Heist Movie durchgeplante "Wunder"-Coup, der natürlich völlig daneben geht; und schließlich zwei betörende Damen, die in diesem "Männer"-Film weniger durch ihr schauspielerische Leistung als durch ihr attraktives Äußeres auffallen: Die oftmals nur spärlich bekleidete Marie Leuenberger, die als Georgs Gattin diesem ebenso viele feuchte Träume bereitet wie Lisa Maria Potthoff als Pornostar Evi der kompletten maskulinen Dorfgemeinschaft. Fazit: Rosenmüller hat eindrucksvoll zu alter Stärke zurückgefunden und mit Nordlicht Ulmen in der Hauptrolle beste Chancen, nun auch jenseits des Weißwurstäquators ein breites Publikum zu finden. lasso.

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Info

  • FSK ab 6 freigegeben

FSK: ab 6

Kinostart: 16.08.2012

Deutschland 2012

Länge: 1 h 41 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Wer's glaubt wird selig

Regie: Marcus H. Rosenmüller

Drehbuch: Marcus H. Rosenmüller, Jeremy Leven

Musik: Gerd Baumann

Produktion: Quirin Berg, Max Wiedemann

Kostüme: Walter Schwarzmeier

Kamera: Stefan Biebl

Schnitt: Georg Söring

Ausstattung: Johannes Sternagel, Doerthe Komnick

Website: http://www.wers-glaubt-wird-selig-film.de/#/intro