Ebenso romantischer wie abenteuerlicher Raubzug-Epos, das allen High-Tech-Anforderungen gerecht wird.

Kinostart: nicht bekannt

Sean Connery
als Robert MacDougal

Catherine Zeta-Jones

Catherine Zeta-Jones
als Gin Baker

Ving Rhames
als Thibadeaux

Will Patton
als Hector Cruz

Maury Chaykin
als Conrad Greene

Kevin McNally
als Hans

William Marsh
als Technition

Handlung

Eine Versicherungsdetektivin überzeugt ihren Chef, daß nur sie in der Lage ist, dem legendären Gentleman-Gauner Robert MacDougal das Handwerk zu legen, indem sie sich selbst als Meisterdiebin ausgibt. Im gleichen Maße, wie die Zuneigung der beiden zueinander wächst, entwickelt sich auch Mißtrauen - dennoch lassen sich die beiden auf einen spektakulären Raubzug zum Jahrtausendwechsel ein.

Mac ist der weltbeste Kunstdieb - sehr zum Ärger diverser Versicherungen, die schon Unsummen an Entschädigungsgeldern zahlen mußten. Als wieder einmal ein Rembrandt spurlos verschwindet, heftet sich die Versicherungsagentin Gin Baker auf die Fersen des Meisterdiebs. Mit der Absicht, ihn zu überführen, macht sie ihm schließlich ein verlockendes Angebot: die Entwendung einer antiken chinesischen Goldmaske. Mißtrauisch, doch fasziniert nimmt Mac an. Zur Vorbereitung auf den Coup lädt er Gin auf sein Schloß ein...

Versicherungsagentin Gin will Mac, den weltbesten Kunstdieb, überführen und beauftragt ihn, eine antike chinesische Goldmaske zu stehlen. Bestechende Mischung aus Romantik, Witz und Abenteuer in bester Hitchcock-Tradition, in der es zwischen den Hauptdarstellern Catherine Zeta-Jones und Sean Connery gewaltig knistert.

Kritik

Mit einer auf Sex-Appeal und Action fundierten Werbekampagne stellte Fox die Falle, die nun mit einem lukrativen Einspiel von 20,7 Mio. Dollar ganz nach vorsommerlichem Plan zuschnappte. Der romantische Krimithriller von "Copykill"-Regisseur Jon Amiel in der Tradition alter Caper-Movies wie "Über den Dächern von Nizza" oder "Thomas Crown ist nicht zu fassen" hält denn auch weitgehend, was versprochen wird: Zwischen dem scheinbar alterslosen 007-Haudegen Sean Connery und der "Zorro"-Schönen Catherine Zeta-Jones entfaltet sich ein erotisch knisterndes Katz- und Maus-Spiel, das auch ordentlich Spannung parat hält.

Das von Connery (mit)produzierte Gaunerabenteuer teilt nicht nur den Hauptdarsteller der erfolgreichen Bond-Filme der 60er Jahre, sondern hat auch die internationalen Schauplätze, edlen Ausstattungen, das coole High-Tech-Zubehör und einen ausgeklügelten Verbrechensplot mit den edlen Jetsetter-Abenteuern von einst gemein. Statt vieler wohlgeformter Frauen am (Bett)Rande wird das Geschehen von einer ebenso gelenkigen wie ausgekochten Dame dominiert. Es handelt sich bei der "Verlockenden Falle" um die New Yorker Versicherungsdetektivin Virginia "Gin" Baker, die ihren Boss nach einem spektakulären Rembrandt-Raub überzeugt, sie auf den einzig möglichen Verdächtigen, Robert "Mac" MacDougal, in London anzusetzen. Sie ködert den stets allein arbeitenden Gentleman-Gangster mit dem Plan gemeinsam eine wertvolle chinesische Maske zu entwenden. Prompt nimmt er sie mit in sein entlegenes Schloss in Schottland, um dort militärisch präzise die Details für den Museumseinbruch auszuarbeiten. Höhepunkt dieser Aktion sind die suggestiven Verrenkungsmanöver (samt laut auf den Soundtrack gehauchter Atmungen) von Zeta-Jones, um ein Netz von Laserstrahlen zu umgehen, womit sie Tom Cruises Drahtseilakt in "Mission: Impossible" (Ving Rhames taucht entsprechend in einer relativ kleinen Nebenrolle auf) zu toppen versteht. Bald wird offensichtlich, daß beide mit verdeckten Karten spielen. Dennoch bilden sie für den ultimativen Coup in Kuala Lumpur erneut ein Team. Es gilt, während der Silvesternacht zum neuen Jahrtausend in den Computerraum der Internationalen Bank (im höchsten Gebäude der Welt, den Petronas-Towers: Schauplatz eines wahrhaft schwindelerregenden Stunts) einzubrechen und sich die Y2K-Maßnahmen zunutze machend acht Milliarden Dollar herunter zu laden.

Trotz des beträchtlichen Altersunterschieds der Protagonisten (real fast 40, im Film ca. 30 Jahre) ergeben Zeta-Jones' sprühender Sex-Appeal und Connerys unverwüstliches Charisma eine beeindruckende Kombination, die wenigstens ebenso explosiv ist wie die Kometenregen in "Armageddon". Eventuelle Unkenrufe werden mit dem geschickten Schachzug umgangen, daß Mac sich standhaft weigert, Gins Verführungskünsten nachzugeben, da er "nie Geschäft und Vergnügen mixt". Plausiblität und Logik waren sicherlich kein ernstes Anliegen der Filmemacher, stattdessen bieten sie eine unterhaltsame Alltagsflucht mit teuren Ingredenzien und voller beachtlicher Schauwerte. Eine verlockende Falle, die dem Gentleman schlechthin helfen wird, die Kinogänger auch in Deutschland ordentlich zur Kasse zu bitten. ara.

Wertung Questions?

FilmRanking: 6324 >99

Filmwertung

Redaktion
-
User
-
Deine Wertung

Action

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Humor

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Gefühl

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Spannung

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Anspruch

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Info

Plakat des Films: Verlockende Falle
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: nicht bekannt

USA 1999

Länge: 1 h 53 min

Genre: Thriller

Originaltitel: Entrapment

Regie: Jon Amiel

Drehbuch: Ronald Bass, William Broyles

Buchvorlage: Ronald Bass, Michael Hertzberg

Musik: Christopher Young

Produktion: Sean Connery, Ronald Bass, Michael Hertzberg, Rhonda Tollefson

Kostüme: Penny Rose

Kamera: Phil Meheux

Schnitt: Terry Rawlings

Ausstattung: Norman Garwood