Mit dem Goldenen Leoparden in Locarno ausgezeichnetes Drama über eine tabulose Beziehung.

Kinostart: 04.01.2007

Maren Kroymann

Maren Kroymann
als Elsa

Kostja Ullmann

Kostja Ullmann
als Jan

Moritz Grove
als Frieder

Markus Völlenklee
als Raimar

Ada Labahn
als Manuela

Stephanie Charlotta Koetz
als Daniela

Sophie Rogall
als Babette

Michael Pink
als Jugendrichter

Susanne Billig
als TV-Sprecherin

Katharina Pichler
als Verk

Frank Meyer-Brockmann
als Ralf

Die Handlung von Verfolgt

Die 49-jährige Bewährungshelferin Elsa Seifert (Maren Kroymann) lebt arbeitsam mit Raimar (Markus Völlenklee), dem Vater ihrer Tochter Daniela (Stephanie Charlotta Koetz), zusammen. Durch Danielas Auszug erhält Elsas Routineexistenz Risse, und sie trifft in einer Phase der Neuorientierung auf den 16-jährigen Jan Winkler (Kostja Ullmann). Der neue Proband lockt sie in eine rein sexuelle Beziehung, in der er sich ihr vollständig unterwirft. Elsa erfährt dabei ungeahnte Zärtlichkeit. Als ihr Geheimnis entdeckt wird und das Verhältnis auseinander bricht, riskiert Elsa die Flucht. Aber der Realität können ihre Wünsche nicht standhalten.

Verstörende Studie einer tabulosen Beziehung, in der sich Angelina Maccarone nach "Fremde Haut" moralisch erneut weit vorwagt. Strenges Schwarzweiß frei von Voyeurismus bebildert die Obsession mit dem Verdrängten gegen bürgerliche Konventionen.

Das eigentlich ereignislose Leben der Bewährungshelferin Elsa läuft aus dem Ruder, als sie dem 16-jährigen Straftäter Jan begegnet, der sie provoziert und in einen unbekannten sexuellen Kosmos katapultiert. Er offeriert ihr sexuelle Unterwerfung. Sie geht darauf ein und findet dabei eine ungeahnte Zärtlichkeit. Dann trennen sich die Wege der beiden wieder.

Das eigentlich ereignislose Leben der Bewährungshelferin Elsa läuft aus dem Ruder, als sie dem 16-jährigen Straftäter Jan begegnet, der sie provoziert und in einen unbekannten sexuellen Kosmos katapultiert. Er offeriert ihr sexuelle Unterwerfung. Sie geht darauf ein und findet dabei eine ungeahnte Zärtlichkeit. Dann trennen sich die Wege der beiden wieder. Elsa stellt fest, dass es ihr unmöglich ist. wieder in die Normalität zurückzukehren, die sie zuvor als angenehm und erfüllend hingenommen hatte.

Kritik zu Verfolgt

Subtilität, Sensibilität und Intelligenz bescheinigte die Jury in Locarno Angelina Maccarones abgründigem Drama über eine tabulose Beziehung und zeichnete es mit dem "Goldenen Leoparden" im Wettbewerb für innovative Filmkunst aus.

Vor riskanten Themen zeigt Angelina Maccarone keine Angst. Nach "Fremde Haut" wagt sie sich wieder auf dünnes emotionales Eis. Die Hauptfigur, eine erfolgreiche Bewährungshelferin um die 50, führt ein Leben wie so viele Frauen ihres Alters. Die Beziehung mit dem Vater der gemeinsamen Tochter ist angenehm, der Beruf erfüllend, Änderungen stehen nicht auf der Agenda. Bis sie dem 16jährigen Straftäter Jan (Kostja Ullmann) begegnet, der sie provoziert, verunsichert und aus der Routine in einen unbekannten sexuellen Kosmos katapultiert. Er offeriert ihr sexuelle Unterwerfung und sie geht zögernd auf sein Angebot ein, genießt neue körperliche Freuden und lebt bisher unbekannte Begierden aus. Dabei geht es nicht um harten Sado-Masochismus, sondern um eine andere Art der Zärtlichkeit, eine andere sexuelle Intensität zwischen zwei Menschen unterschiedlichen Alters und Herkunft, deren Wege sich in einer Ausnahmesituation kreuzen, um sich dann wieder im grauen Alltag zu verlieren, in dem für die erwachsene Frau nichts mehr so sein wird, wie es einmal war. Keine überflüssigen Wortkaskaden stören die dichte Atmosphäre, in der Scheu, Scham und Lust sich zu einem tiefen Gefühl verbinden. Ohne einen Hauch von Voyeurismus - den auch schon die strenge Schwarz-Weiss-Kamera verhindert - zelebriert Maccarone eine Obsession Zukunft gegen gesellschaftliche Konventionen. Dass die sehr persönliche Annäherung an diese Begegnung nie peinlich wirkt, dafür sorgt Maren Kroymann, die kein Fältchen verbirgt und souverän mit Grenzen zwischen Liebe und Schmerz jongliert, mal wie ein junges Mädchen, mal wie eine Mater Dolorosa - aber nie idealisiert. Ein verstörender Trip in die verborgenen und verdrängten Druckkammern menschlicher Seele. mk.

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Info

Plakat des Films: Verfolgt
  • FSK ab 16 freigegeben

FSK: ab 16

Kinostart: 04.01.2007

Deutschland 2006

Länge: 1 h 30 min

Genre: Drama

Originaltitel: Verfolgt

Regie: Angelina Maccarone

Drehbuch: Susanne Billig

Musik: Jakob Hansonis

Produktion: Ulrike Zimmermann

Kostüme: Inger-Sofia Frerichs

Kamera: Bernd Meiners

Schnitt: Bettina Böhler

Ausstattung: Bernard A. Homann

Website: http://www.verfolgt-der-film.de