Lutz (Christian Ulmen) ist froh, dass sein krimineller Vater Walther vor Jahren verschwand. Gerade als er seiner Freundin einen Antrag machen will, taucht der jedoch wieder auf: als pflegebedürftiger Alzheimer-Patient! Dass Walther beschuldigt wird, Lutz‘ Firma überfallen zu haben und sich jetzt nicht mehr an den Bruch erinnern kann oder will, macht die Sache nicht leichter. Cleverer und hintersinniger Komödienspaß.

Kinostart: 16.12.2010

Christian Ulmen

Christian Ulmen
als Lutz Stielike

Michael Gwisdek

Michael Gwisdek
als Walther Stielike

Felicitas Woll

Felicitas Woll
als Annette Dierks

Marc Hosemann
als Lothar Rehberg

Ulrike Krumbiegel
als Britta

Michael Lott
als Holger

Heinz Hoenig
als G

Hans-Peter Hallwachs
als Moebius

Aykut Kayacik
als Fazeli

Friederike Kempter
als Kerstin

Annalena Schmidt
als Dr. Beer

Alexander Stamm
als Axel

Kyra Mladeck
als Frau Dr. Markwitz

Hans-Peter Korff
als Juwelier

Harald Maack
als Eberhardt

Douglas Welbat
als Schlie

Philip Drews
als Lutz, jung

Antje Otterson
als Kellnerin

Stephan Schreck
als 1. Beamter

Bernd Gajkowski
als 2. Beamter

Maxim Kovalevski
als Vladimir

Katja Brügger
als Heidi Dierks

Traudel Sperber
als Maklerin

Judith Goldberg
als Braut

Ralf Wegner
als Br

Handlung

Eigentlich ist Lutz ganz froh, dass sich sein Vater Walther vor Jahren aus dem Staub gemacht hat. Denn der war sowieso nie da, wenn man ihn wirklich mal gebraucht hätte. Doch ausgerechnet als der Angestellte einer Werttransportfirma seiner Freundin den lang geplanten Heiratsantrag machen will, platzt sein Vater wieder in sein Leben und bringt alles durcheinander. Denn Walther ist nicht nur kriminell, er leidet auch an Alzheimer, kann sich also an nichts erinnern, auch nicht an den Überfall auf einen Werttransport der Firma seines Sohnes.

Eigentlich ist Lutz ganz froh, dass sich sein Vater Walther vor Jahren aus dem Staub gemacht hat. Er war sowieso nie da, wenn man ihn wirklich mal gebraucht hätte. Doch ausgerechnet als der Angestellte einer Werttransportfirma seiner Freundin den lang geplanten Heiratsantrag machen will, platzt sein Vater wieder in sein Leben und bringt alles durcheinander. Denn Walther ist nicht nur kriminell, er leidet auch an Alzheimer, kann sich also an nichts erinnern, auch nicht an den Überfall auf einen Werttransport der Firma seines Sohnes.

Sein nach Jahren zurückgekehrter krimineller Vater leidet an Alzheimer und bringt Chaos in Lutz' Leben. Leichte Dramödie von Regisseur Till Endemann ("Das Lächeln der Tiefseefische"), mit Christian Ulmen und Michael Gwisdek.

Kritik

Leicht und locker erzählte Komödie mit sentimentalen Touch, in der Christian Ulmen und Michael Gwisdek ihre komplizierte Vater-Sohn-Beziehung in den Griff kriegen müssen.

Gleich zwei Regisseure behandeln aktuell das Thema Alzheimer in ihren Filmen. Während Bruno Chiche sich in seiner Bestselleradaption "Small World" eher auf dramatische Weise dem Thema Gedächtnisverlust im Alter widmet, trägt Till Endemanns Variante eindeutig komödiantische Züge, ohne die Tragik dahinter zu vernachlässigen. Für die Hauptrollen in "Vater Morgana", einer etwas anderen Liebesgeschichte zwischen Vater und Sohn, konnte der Regisseur von "Das Lächeln der Tiefseefische" zwei höchst populäre Darsteller gewinnen: Christian Ulmen und Michael Gwisdek.

Der Film beginnt mit einer wunderbaren Einstellung: Zwei Beinpaare - ein kürzeres unbehaartes und ein längeres behaartes - baumeln an einem Steg über dem Wasser. Das eine gehört Lutz, das andere seinem Vater Walther. Beide angeln gerade zusammen. Doch solch innige Momente wird es im Leben der beiden nicht oft geben. Denn immer, wenn der Sohn seinen Vater wirklich gebraucht hätte, hat sich dieser aus dem Staub gemacht. Mittlerweile ist Lutz (Ulmen) erwachsen und kommt ganz gut allein zurecht. Er ist zwar ein bisschen schusselig und schüchtern, hat aber einen ordentlichen Job bei einer Werttransportefirma und eine hübsche Freundin. Als er seiner Annette (Felicitas Woll) auf der Firmenfeier vor versammelter Mannschaft und zu den Klängen von Münchner Freiheits "Ohne Dich schlaf ich heut' Nacht nicht ein" einen Heiratsantrag machen will, passiert der Super-GAU. Der verschollene Walther (Gwisdek) steht plötzlich in der Tür und bringt Lutz dermaßen aus dem Konzept, dass er darüber seinen ursprünglichen Plan vergisst. Von nun an ist im Leben des kleinen Wachmanns nichts mehr so wie es einmal war. Denn alles, was Walther in seinem jämmerlichen Dasein jemals anfasst, geht gründlich schief. Und das Schlimmste ist: Der abgehalfterte Sänger von Sinatra-Songs leidet an Alzheimer, kann sich an seine Taten nicht mehr erinnern - auch nicht an den Überfall auf einen Werttransport der Firma seines Sohnes, mit dem er sich seiner finanziellen Sorgen ein für alle Mal entledigen wollte. Lutz ist verzweifelt, will Walther lieber heute als morgen wieder loswerden, doch bringt es ein Sohn tatsächlich fertig, den eigenen Vater hinter Gitter zu bringen, zumal dieser nach eigene Aussage "im Gefängnis Atemnot kriegt"?

"Vater Morgana" lebt vor allem von seinen beiden großen Komödianten, wobei Ulmen nur seine vorangegangenen Rollen aus "Maria, ihm schmeckt's nicht!" oder "Jerry Cotton" zu variieren braucht. Gwisdek hat ein paar bemerkenswerte Auftritte als Harald Juhnke/Frank Sinatra Double und einige pointierte Oneliner wie "Bei schönen Frauen geht bei mir die Lokomotive los". Weil die Vater-Sohn-Story auch viele bewegende, ans Herz gehende Momente hat, der kriminalistische Teil (besonders das "Nachspielen" des Überfalls, um dem Vater das Erinnern zu erleichtern) viel Komik besitzt und die Nebencharaktere wie Heinz Hoenig als verständnisvoller Chef oder Marc Hosemann als nerviger Polizist zusätzlich für Tempo und Abwechslung sorgen, dürfte die Romantikkomödie im Fahrwasser von Til Schweigers "Barfuß" oder auch "Keinohrhasen" ihr Publikum durchaus finden. lasso.

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Info

Kinostart: 16.12.2010

Deutschland 2010

Länge: 1 h 33 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Vater Morgana

Regie: Till Endemann

Drehbuch: Till Endemann, Daniel Schwarz

Musik: Daniel Welbat

Produktion: Douglas Welbat

Kostüme: Elisabeth Kesten

Kamera: Lars Liebold

Schnitt: Norbert Herzner

Ausstattung: Christian Bussmann

Website: www.vatermorgana-derfilm.de