Remake des Schockers "Das Grauen kommt um zehn" von 1979, in dem eine Babysitterin von einem unheimlichen Anrufer terrorisiert wird.

Kinostart: 15.06.2006

Szenenbild aus Unbekannter Anrufer mit Camilla BelleCamilla Belle

Camilla Belle
als Jill Johnson

Tommy Flanagan
als Fremder

Szenenbild aus Unbekannter Anrufer mit Brian GeraghtyBrian Geraghty

Brian Geraghty
als Bobby

Clark Gregg
als Mr. Johnson

Derek de Lint
als Dr. Mandrakis

Kate Jennings Grant
als Mrs. Mandrakis

David Denman
als Officer Burroughs

Madeline Carroll
als Allison Mandrakis

Steve Eastin
als Detective Hines

Arthur Young
als Will Mandrakis

John Bobek
als Officer Lewis

Tessa Thompson
als Scarlet

Handlung

Jill Johnson (Camille Belle) möchte ihr dank Handyrechnung leergeräumtes Sparschwein auffüllen, in dem sie zum Beispiel bei wildfremden Menschen irgendwo in der Provinz den Abend über die kranken Kinder sittet. Zuerst geht alles gut, doch dann beginnt ein unheimlicher Anrufer die Schülerin zu terrorisieren. Zwar verständigt Jill die Polizei, doch bei dem, was sie nun erwartet, ist letztere keine rechte Hilfe.

"Tomb Raider"-Regisseur Simon West knöpft sich genau jenen Horrorklassiker aus dem Jahre 1978 zum Remake vor, der bereits Wes Craven zu "Scream" inspirierte.

200 Kilometer entfernt vom Tatort eines grausamen Mordes hat die 16-jährige Jill Johnson einen ihrer typischen Abende als Babysitterin. Sie hat die Kinder ins Bett gebracht, als sie von unheimlichen Anrufen heimgesucht wird, bei denen ein Fremder insistiert, Jill solle nach den Kindern sehen. Panik macht sich breit, speziell nachdem sie die Anrufe von der Polizeiverfolgen lässt. Die Anrufe kamen aus dem Haus!

Alles sieht nach einem Routinejob aus für die 16-jährige Jill Johnson. Die erfahrene Babysitterin hat es diesmal in eine prächtige Villa voller Glasfassaden verschlagen, die Kinder liegen brav im Bett - doch da klingelt plötzlich das Telefon. Am anderen Ende ist ein Psychopath, der Jill in ein gefährliches Katz-und-Maus-Spielchen verwickelt. Aber damit nicht genug: Sie lässt die Anrufe von der Polizei zurückverfolgen, und die findet heraus, dass sich Jills Peiniger mit ihr im gleichen Haus befinden muss.

Kritik

Update des Horrorklassikers "Das Grauen kommt um Zehn" von 1979, das von "Tomb Raider"-Regisseur Simon West strikt innerhalb altvertrauter Genrekonventionen inszeniert wurde.

Für das Drehbuch wählte Skriptneuling Jake Wade Wall lediglich die etwa ersten 20 Minuten des Originals als Vorlage. In diesem Abschnitt betrieb ein unbekannter Serienkiller Telefonterror mit einer jungen Babysitterin, damals gespielt von Carol Kane - just jene Prämisse also, die bereits meisterhaft im Prolog von "Scream - Der Schrei" und amüsant in der Parodie "Scary Movie" aufgegriffen wurde. Diese Sequenz wird nun auf einen 83-minütigen geradlinigen Horrorthriller ausgedehnt, wobei sich zwar Momente Panik induzierender Paranoia, daneben aber auch einige Längen finden. Getragen wird der Psychoschocker fast ausschließlich von der jungen, als Babysitter arbeitenden Protagonistin (recht kompetent von Camilla Belle aus "The Ballad of Jack and Rose" porträtiert), die den Großteil der Zeit allein in einer weitläufigen Seevilla damit verbringt, unzählige Male das sinister klingelnde Telefon zu beantworten und zunächst neugierig, später panisch durchs Haus zu laufen. Jede Menge Schreckmomente muß sie dabei durchmachen, die sich als Finten erweisen. Dabei wird selbst auf die ultraangestaubten Standards von der hervorspringenden schwarzen Katze und der leeren Dusche mit laufendem Wasser zurückgegriffen. Die eigentliche körperliche Konfrontation mit dem Killer (gespielt von Tommy Flanagan, im Original von "Alien" Lance Henriksen gesprochen) findet erst beim Finale statt, wobei seine Identität selbst dann buchstäblich im (Halb)Dunkel bleibt oder nur sein Rücken oder seine Füße gezeigt werden. Erst ganz zum Schluss wird der Blick auf seine Visage (vernarbt) gewährt.

Regisseur West, der mit "Con Air" und "Lara Croft - Tomb Raider" wesentlich bombastischere Actionunterhaltung in seinem Resümee vorzuweisen hat, zeigt sich hier von seiner äußerst verhaltenen Seite. Am opulentesten ist noch das Set der Glasvilla samt Atrium mit Fischen, Finken und üppiger Flora ausgefallen. Insgesamt wird für die meisten Horrorfans im Jahr von Ware wie "Hostel" oder "The Hills Have Eyes" womöglich zu wenig Slasher-Substanz geboten, um mehr als ein erfolgreiches Startwochenende erwarten zu dürfen. ara.

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Info

Plakat des Films: Unbekannter Anrufer
  • FSK ab 16 freigegeben

FSK: ab 16

Kinostart: 15.06.2006

USA 2006

Länge: 1 h 27 min

Genre: Horror

Originaltitel: When a Stranger Calls

Regie: Simon West

Drehbuch: Jake Wade Wall

Produktion: John Davis, Wyck Godfrey, Ken Lemberger

Kostüme: Marie-Sylvie Deveau

Kamera: Peter Menzies jr.

Schnitt: Jeff Betancourt

Ausstattung: Jon Gary Steele

Website: http://www.unbekannter-anrufer.de/