Unkonventionelles Psychogramm zweier radikaler Charaktere von der Berliner Regisseurin und Autorin Emily Atef.

Kinostart: 05.07.2012

Maria Dragus

Maria Dragus
als Adele

Roeland Wiesnekker

Roeland Wiesnekker
als Timo

Wolfram Koch

Wolfram Koch
als Julius

Christine Citti
als Claudine

Anne Bennent
als Adeles Mutter

Robert Hunger-Bühler
als Adeles Vater

Jean-Jérôme Esposito
als Personenschutz

Matthias Breitenbach
als Bauer im Lieferwagen

Geno Lechner
als Frau im Waldhaus

Mateo Wansing Lorrio
als Junge im Waldhaus

Norbert Rossa
als Wanderer

Die Handlung von Töte mich

Die 13-jährige Adele hat den tragischen Tod ihres Bruders nie verwunden. Jetzt will sie ihrem Leben selbst ein Ende setzen. Da taucht plötzlich der 39-jährige Vatermörder Timo auf dem Hof ihrer Eltern auf. Er ist aus dem Gefängnis ausgebrochen und sucht Unterschlupf vor der Polizei. Als Adele dessen prekäre Situation erkennt, bietet sie ihm einen makabren Pakt an: Als Gegenleistung, dass sie ihm zur Flucht verhilft, muss er sie von ihren irdischen Leiden erlösen und sie töten. Ein ungewöhnlicher Trip, der die zwei bis nach Marseille führt, beginnt.

Die 13-jährige Adele hat den Tod ihres Bruders nie verwunden. Jetzt will sie ihrem Leben selbst ein Ende setzen. Da taucht der Vatermörder Timo auf dem Hof ihrer Eltern auf. Er ist aus dem Gefängnis ausgebrochen und sucht Unterschlupf vor der Polizei. Als Adele dessen Situation erkennt, bietet sie ihm einen makabren Pakt an: Als Gegenleistung, dass sie ihm zur Flucht verhilft, muss er sie von ihren irdischen Leiden erlösen und sie töten. Ein ungewöhnlicher Trip, der die zwei bis nach Marseille führt, beginnt.

Ein Mädchen schlägt einem Flüchtigen einen Pakt vor: Sie hilft ihm bei der Flucht, er soll sie töten. Unkonventionelles Psychogramm zweier radikaler Charaktere von der Berliner Regisseurin und Autorin Emily Atef.

Kritik zu Töte mich

Mit dem unkonventionellen Psychogramm zweier radikaler Charaktere setzt Emily Atef nach "Das Fremde in mir" ihr Bemühen um einen eigenen Stil, erfolgreich fort.

Wie schon in ihren preisgekrönten ersten beiden Kinoarbeiten "Molly's Way" (Förderpreis Deutscher Film für das beste Drehbuch) und "Das Fremde in mir" (Förderpreis Deutscher Film für Hauptdarstellerin Susanne Wolff) erweist sich Emily Atef auch dieses Mal als versierte Zeichnerin komplizierter (weiblicher) Charaktere. "Töte mich", auf den 45. Internationalen Hofer Filmtagen 2011 uraufgeführt, hätte eine Melange aus actionreichem Krimi und tempogeladenen Roadmovie werden können, doch die Berliner Regisseurin und dffb-Absolventin schert sich nicht um die Konventionen des Mainstream-Kinos, ist vielmehr am Innenleben ihrer beiden Hauptfiguren interessiert. Und diese sind fürwahr außergewöhnlich.

Da ist zum einen die 13-jährige Adele, die den tragischen Tod ihres Bruders nicht verwinden kann und deshalb ihrem Leben ein Ende setzen will, zum anderen der 39-jährige Vatermörder Timo, der aus dem Gefängnis ausgebrochen ist und ausgerechnet auf dem Hof von Adeles Eltern Unterschlupf sucht. Als das junge Mädchen Timos prekäre Situation erkennt, bietet Adele ihm folgenden makabren Pakt an: Als Gegenleistung, dass sie ihm zur Flucht verhilft, muss er sie, der Filmtitel lässt es bereits erahnen, töten. Aus dieser höchst originellen wie bizarren Ausgangskonstellation entspinnt Atef das Psychogramm von zwei krass gegensätzlichen Charakteren, gesellschaftlichen Außenseitern, die auf ihrem gemeinsamen Trip (er wird sie bis nach Marseille führen) einander näher kommen als man anfangs vermuten konnte.

Dabei verzichtet die Regisseurin auf Dialoge (die wenigen wirken etwas gekünstelt), die Kommunikation zwischen den beiden findet überwiegend durch Gesten, Mimik und Aktionen statt, was die Darsteller an die Grenzen ihrer Schauspielkunst treibt. Während Filmpreisträgerin Maria-Victoria Dragos ("Das weiße Band") und Roeland Wiesnekker ("Ich habe es Dir nie erzählt") ihre schwierige Aufgabe noch ganz gut meistern, macht Atef, die auch als Autorin fungiert, indes zu wenig aus ihrer spannenden Grundidee. Während sie die Kamera in schönen Landschaftsaufnahmen schwelgen lässt, tritt ihre Story auf der Stelle, es findet kaum noch eine Entwicklung statt und einige Unglaubwürdigen bremsen die Handlung zusätzlich aus. Obwohl Atef am Ende dann doch wieder konventionelles Kino macht (eine Pistole muss für die nötige Dramatik sorgen), ist ihr Bemühen um einen eigenen Stil, eine eigene Handschrift erkennbar und lässt für die Zukunft auf noch konsequenter ausgeführte Arbeiten hoffen. lasso.

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Info

Plakat des Films: Töte mich
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 05.07.2012

Deutschland/Frankreich/Schweiz 2011

Länge: 1 h 31 min

Genre: Drama

Originaltitel: Töte mich

Regie: Emily Atef

Drehbuch: Emily Atef, Esther Bernstorff

Musik: Cyril Atef

Produktion: Nicole Gerhards, Ralph Schwingel, Stefan Schubert, Hejo Emons

Kostüme: Frauke Firl

Kamera: Stéphane Kuthy

Schnitt: Beatrice Babin

Ausstattung: Katha Schlömer

Website: http://www.farbfilm-verleih.de/filme/toete_mich.html