Literaturverfilmung über ein geheimnisvolles Buch, dessen Figuren plötzliche keine Fiktion mehr sind.

Kinostart: 11.12.2008

Brendan Fraser

Brendan Fraser
als Mo Folchart

Paul Bettany

Paul Bettany
als Staubfinger

Jim Broadbent

Jim Broadbent
als Fenoglio

Helen Mirren
als Elinor Loredan

Andy Serkis
als Capricorn

Eliza Bennett
als Meggie Folchart

Rafi Gavron
als Farid

Die Handlung von Tintenherz

Meggie Folchart (Eliza Bennett) lebt mit ihrem Vater Mo (Brendan Fraser), der Bücher restauriert, in einem alten Haus. Eines Nachts warnt ein unheimlicher Gast ihn vor jemandem namens Capricorn (Andy Serkis). Überstürzt flüchtet Mo daraufhin mit Meggie zu ihrer Tante Elinor (Helen Mirren) und ihrer kostbaren Bibliothek. Ihre Verfolger sind ihnen bereits dicht auf den Fersen. Meggie erfährt von Zauberzunge, der Buchfiguren real werden lassen kann.

Der Jugend-Fantasy-Roman von Cornelia Funke findet nach langer Wartezeit seinen Weg auf die Leinwand. Iain Softley ("K-Pax") hat den Bestseller mit Blockbuster-Budget und zugkräftigen Stars als märchenhaftes Abenteuer und Kindheitstraum inszeniert, der Fiktion Wirklichkeit werden lässt.

Die junge Meggie ist ohne Mutter aufgewachsen und lebt bei ihrem Vater Mo, einem Buchbinder. Eines Nachts bekommt sie mit, wie dieser von einer zwielichtigen Gestalt bedroht wird, und lüftet allmählich ein lange gehütetes Geheimnis: Ihr Vater hat die Gabe, Figuren aus Büchern herauszulesen. Ein ganz besonderes Buch ergreift fortan Meggies und Mos Realität mit Gewalt: "Tintenherz". Die Ereignisse überschlagen sich, die beiden werden entführt, und plötzlich muss Meggie sich fragen, was damals wirklich mit ihrer Mutter geschehen ist.

Die junge Meggie ist ohne Mutter aufgewachsen und lebt bei ihrem Vater Mo, einem Buchbinder. Eines Nachts bekommt sie mit, wie dieser von einer Gestalt bedroht wird, und lüftet allmählich ein lange gehütetes Geheimnis: Ihr Vater hat die Gabe, Figuren aus Büchern herauszulesen. Ein ganz besonderes Buch ergreift fortan Meggies und Mos Realität mit Gewalt: "Tintenherz". Die Ereignisse überschlagen sich, die beiden werden entführt, und plötzlich muss Meggie sich fragen, was damals wirklich mit ihrer Mutter geschehen ist.

Kritik zu Tintenherz

Iain Softleys Adaption von Cornelia Funkes Bestseller-Roman ist stilvolles Fantasy-Abenteuer und zugleich elegante Hommage an die wunderbare Welt des geschriebenen Wortes.

Eigentlich hat Cornelia Funke, die Joanne K. Rowling aus dem westfälischen Dorsten und frischgebackene Bambi-Gewinnerin in der Kategorie "Kultur", durch die Verfilmungen ihrer Bücher "Herr der Diebe" und "Die wilden Hühner" ihre Leinwandtauglichkeit bereits hinlänglich bewiesen. Dennoch markiert die Adaption von "Tintenherz" in Bezug auf den produktionstechnischen Aufwand und die internationale Ausrichtung ihr bisheriges Meisterstück. Wie wichtig ihr eine adäquate Umsetzung des ersten Teils ihrer "Tintenwelt"-Trilogie war, lässt sich auch daran erkennen, dass Funke hier erstmals als Produzentin auftritt. Dadurch konnte sie zum einen Iain Softley, der ihrer Meinung nach mit "Die Flügel der Taube" eine der besten Romanverfilmungen inszeniert hat, als Regisseur gewinnen, zum anderen durchsetzen, dass an Originalschauplätzen wie etwa im malerischen Ligurien gedreht wurde. Spielte "Herr der Diebe" noch in der realen Welt von Venedig, so bekommt man in "Tintenherz" nun ein anderes, fantastischeres Italien zu Gesicht, schließlich handelt die Geschichte von zwei Menschen mit übernatürlichen Fähigkeiten. Mo (Brendan Fraser) und seine zwölfjährige Tochter Meggie (Eliza Hope Bennett) sind Büchernarren und haben die einzigartige Gabe, Figuren aus den Romanen zum Leben zu erwecken, aus denen sie laut vorlesen. Doch als Gegenleistung muss dafür ein Mensch aus der realen Welt in die irreale entschwinden. Genau das ist einst mit Meggies Mutter Resa (Sienna Guillory) geschehen. Bisher sind allerdings sämtliche Rückholaktionen von Mo gescheitert. Denn Capricorn (Andy Serkis), der aus dem Roman "Tintenherz" herausgelesene Bösewicht, hat Resa in seiner Gewalt. Damit will er Mo und Meggie erpressen und sie dazu zwingen, immer mehr finstere Literatur-Gestalten in die Wirklichkeit "hineinzulesen", um dort Angst und Schrecken zu verbreiten.

"Tintenherz" ist ein erlesen und stillvoll fotografiertes Abenteuer, bei dem Roger Pratt seine Erfahrungen als Kameramann der beiden Harry-Potter-Filme "Feuerkelch" und "Kammer des Schreckens" in die Waagschale werfen konnte. Dennoch haben wir es hier weniger mit einem Effektespektakel zu tun - in der Fantasy-Welt ist das Bild lediglich verzerrt, man flüstert und zudem kann man die fiktiven Gestalten an ihren Buchstaben-Tattoos erkennen - Funke und somit auch Softley haben eher eine Hommage an die Literatur im Allgemeinen, das gebundene Buch im Besonderen im Sinn. Und so steckt der Film voller Anspielungen, mal huscht Rapunzel durchs Bild, dann wird aus "1001 Nacht" vorgelesen oder in den "Abenteuern des Huckleberry Finn" geschmökert. Und auch Funke selbst hat sich verewigt, wenn sie ihr Alter Ego Jim Broadbent alias Fenoglio, den fiktiven Autoren des Buchs im Buch, seufzen lässt: "Writing is a lonely thing". Allen Liebesbeteuerungen zum geschriebenen Wort zum Trotz soll "Tintenherz" natürlich in erster Linie großes Entertainment sein, und für dieses stehen vor allem Brendan Fraser, der bis auf die Selbstironie seinen "Mumien"-Part variiert, Paul Bettany als sympathischer Grenzgänger Staubfinger nebst putzigem Frettchen, Andy "Gollum" Serkis als schurkischer Capricorn und natürlich die magischen Feuerhände, die man sich in frostigen Zeiten wie diesen am liebsten selbst herbeizaubern würde. lasso.

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Info

Plakat des Films: Tintenherz
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 11.12.2008

Deutschland/Großbritannien/USA 2007

Länge: 1 h 46 min

Genre: Fantasy

Originaltitel: Inkheart

Regie: Iain Softley

Drehbuch: David Lindsay-Abaire

Buchvorlage: Cornelia Funke

Musik: Javier Navarrete

Produktion: Diana Pokorny, Cornelia Funke, Iain Softley

Kamera: Roger Pratt

Schnitt: Martin Walsh

Ausstattung: John Beard

Website: http://www.tintenherz-derfilm.de