Kinoadaption des erfolgreichen Serienklassikers um einen Waisenjungen, der sein besonderers Lachen gegen Glück im Spiel eintauscht.

Kinostart: 02.02.2017

Handlung

Die Kinoadaption eines echten Straßenfegers: Fast 40 Jahre nach dem Erfolg der Weihnachtsserie verkauft Timm Thaler sein Lachen jetzt auf der großen Leinwand. Und was für ein Lachen Timm Thaler (Arved Friese) hat – ansteckender als jedes andere.

Wie schon in den Roman- und TV-Vorlagen will der verschlagene Baron Lefuet (Justus von Dohnányi) es unbedingt haben. Der Deal: Im Tausch gegen das Lachen gewinnt Timm ab sofort jede Wette. Klingt gut. Leider muss der Junge schnell feststellen, dass das Leben ohne Lachen keinen Spaß macht.

Als sich der Baron weigert, den Handel rückgängig zu machen, ist guter Rat teuer. Aber auch im Kinofilm von Regisseur Andreas Dresen stehen Timm Thaler seine Freunde zur Seite. Zusammen mit Ida (Jule Hermann) und Kreschimir (Charly Hübner) macht er sich daran, das verkaufte Lachen wiederzugewinnen.

Jungschauspieler Arved Friese ("Der Nanny") besticht in seiner ersten Kinohauptrolle als Nachfolger von Tommi Ohrner, den die TV-Serie 1979 zum Kinderstar machte.

Unterstützt wird er dabei von einer Riege exzellenter deutscher Charakterdarsteller – neben Justus von Dohnányi ("Monuments Men – Ungewöhnliche Helden") u.a. Axel Prahl ("Tatort") und Bjarne Mädel ("Stromberg", "Der Tatortreiniger").

Ein perfekter Brückenschlag für die, die in Nostalgie schwelgen wollen, und die, die Timm Thalers Geschichte noch nicht kennen: Ein Abenteuerklassiker als große Kinounterhaltung für die ganze Familie.

Kritik

Kinoadaption der erfolgreichen Serie nach James Krüss um einen Jungen, der sein Lachen verkauft.

Mit der Kinoadaption von James Krüss' Kinderklassiker, der als Weihnachtsserie mit Thomas Ohrner 1979 ein Straßenfeger war, legt der mehrfache Lola-Preisträger Andreas Dresen, der zuletzt mit "Als wir träumten" eine verlorene Jugend porträtierte, seinen ersten Kinderfilm vor. Dabei ist in "Timm Thaler oder das verkaufte Lachen" auch jenseits der Nostalgie jede Menge für Erwachsene geboten. Und Dresen bleibt seinem Lieblingsthema, die Welt der kleinen Leute zu schildern, treu, auch wenn die Realität hier vom Märchenhaften überwuchert wird. Dafür sorgt schon die Story um den armen, aber glücklichen Titelhelden Timm Thaler (Arved Friese, Filmsohn von Matthias Schweighöfer in "Der Nanny"), der immer ein ansteckendes Lachen auf den Lippen hat. Eben jenes verkauft er dem teuflischen Baron Lefuet (Justus von Dohnányi genießt seinen Auftritt als Bösewicht), um beim Wetten zu gewinnen. Er muss feststellen, dass Geld unglücklich macht und will den Pakt wieder rückgängig machen. Doch wie?

Für den märchenhaften Look zwischen dem Zuckerbäcker-bunten "Grand Budapest Hotel" und dem düsteren "Momo" sorgen das liebevoll-fantasievolle Produktions- (vom versierten Tom-Tykwer-Mitarbeiter Uli Hanisch) und Kostümdesign (von der regelmäßigen Dresen-Mitarbeiterin Sabine Greunig), die sich zwischen den 1920ern und ein bisschen Nazi-Pomp bis zeitlos und zeitgemäß bewegen, und die Effekte (Trixter, Arri ), die u.a. Lefuets schräges Dämonen-Paar (Axel Prahl aus Dresens "Polizistin", "Halbe Treppe" und "Willenbrock" und Andreas Schmidt aus Dresens "Sommer vorm Balkon") in Mäuse mit Schmerbauch bzw. Handtäschchen verwandelt. In einem Grand Hotel spielt tatsächlich auch ein Teil der Handlung. Dort findet Timm nach dem Tod seines geliebten Vaters (Bjarne Mädel) eine Anstellung als Liftboy und einen guten Freund in Barkeeper Kreschimir (Charly Hübner als Hauptsympathieträger), der versucht, ihn gemeinsam mit Timms junger Freundin Ida (Jule Hermann, ein vielversprechendes Talent, das bereits in "Nebel im August" auffiel) von Lefuets Fluch zu befreien.

Für das erwachsene Publikum , ist allein die Besetzung ein großer Spaß, bei der es neben Dresen-Regulars das Who is Who deutscher Stars zu entdecken gilt, sei es in Haupt- oder Nebenrollen, wie den bereits genannten Mädel, Harald Schmidt als Sprecher bei der Pferderennbahn, Milan Peschel als Grabredner oder Ohrner als Concierge. Besonders auffällig im herausragenden Ensemble ist von Dohnányi als schillernder Bösewicht, der seinen Baron wunderbar schleimig, charmant, großkotzig und fies anlegt und ihn mit einer geradezu furchterregenden Lache ausstattet. Komische Highlights für Kids und Erwachsene setzen außerdem Prahl und Schmidt in Menschen wie Mäuseform. Bei all der Spannung, Slapstickspaß und Spielerei im Look vergisst Dresen aber nicht sozialkritische Akzente zu setzen, bekommen Großindustrie und Bürokratie ihr Fett ab, und nimmt er auch die Nöte seiner Figuren ernst, sei es Timm, der vom Geld verführt wird oder Kreschimir, der heimlich in seine Kollegin Yvonne (Nadja Uhl) verliebt ist. Dies und auch Joachim Krols Erzähler, der das Geschehen mit Herz und Witz verbindet und kommentiert, sorgen dafür, dass der warmherzige Ton dominiert in diesem liebenswerten Märchen. hai.

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Info

Kinostart: 02.02.2017

Deutschland 2017

Länge: 1 h 42 min

Genre: Action

Originaltitel: Timm Thaler

Regie: Andreas Dresen

Drehbuch: Alexander Adolph

Musik: Johannes Repka

Produktion: Oliver Berben, Constanze Guttmann

Kostüme: Sabine Greunig

Kamera: Michael Hammon

Schnitt: Jörg Hauschild

Ausstattung: Thorsten Klein

Website: http://www.constantin-film.de/kino/timm-thaler-oder-das-verkaufte-lachen