Warmherziges biografisches Drama über ein indisches Mathematikgenie, das mithilfe eines englischen Gelehrten zwischen 1914 und 1919 die akademische Welt von Cambridge eroberte.

Kinostart: 12.05.2016

Dev Patel

Dev Patel
als Srinivasa Ramanujan

Jeremy Irons

Jeremy Irons
als G.H. Hardy

Stephen Fry

Stephen Fry
als Sir Francis Spring

Jeremy Northam
als Bertrand Russell

Toby Jones
als John Littlewood

Devika Bhise
als Janaki

Arundathi Nag
als Komalatammal

Die Handlung von The Man who knew Infinity

Auf Einladung des englischen Professors G.H. Hardy kommt der 25-jährige Inder Srinivasa Ramanujan nach Cambridge, um mit Hardy an der Veröffentlichung seiner brillanten mathematischen Entdeckungen zu arbeiten. Doch Hardys akademische Strenge und Distanz, das Misstrauen der Gelehrten gegenüber einem Exoten ohne höheren Schulabschluss und die Sehnsucht nach seiner Frau, die er in Indien zurücklassen musste, erschweren Ramanujan das Leben. Die Anerkennung seines Genies entwickelt sich zögerlich, aber aufhalten lässt sie sich nicht.

Kritik zu The Man who knew Infinity

Die erste internationale Biografie über ein indisches Mathematikgenie verbindet eine Reise in die akademische Welt mit der Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft.

1997 in "Good Will Hunting" wurde der Titelheld mit ihm verglichen, 2006 plante Schauspieler Stephen Fry, die Ko-Regie bei einem Film über ihn zu übernehmen, 2014 schließlich war er Fokus einer Bollywoodproduktion. Einer breiten Öffentlichkeit bekannt wurde Srinivasa Ramanujan dadurch nicht - ein Versäumnis, das die zweite Regiearbeit Matt Browns dank internationaler Stars und eines warmherzigen, aber nie rührseligen Erzähltons durchaus korrigieren könnte.

Auf der Basis einer Biografie von Robert Kanigel hat Brown keine leichte Aufgabe zu stemmen, schließlich ist die Euphorie über revolutionäre Entdeckungen in der Zahlentheorie für den Normalzuschauer kaum nachvollziehbar und spannungsinduzierend. Diesen dramaturgischen Hinkelstein kann der Film nicht bewegen, zumal er die Poesie der Mathematik nicht mit visueller Magie spiegelt, etwa durch digitale tanzende Zahlen, die sich zu Gleichungen formen. Stattdessen konzentriert sich dieses zwischen 1914 und 1920 spielende Drama auf das rational Greifbare und emotional Berührende, auf die Geschichte eines Mittzwanzigers aus Indien (Dev Patel) ohne höheren Schulabschluss, der von einem britischen Professor (Jeremy Irons) nach Cambridge eingeladen wird und dort um Anerkennung und Veröffentlichung seiner brillanten Theorien kämpft. Parallele Erzählfronten sind die Veränderungen durch den Ersten Weltkrieg und Ramanujans Liebe zu seiner Frau, die er in der Heimat zurücklassen musste.

Der Fokus des optisch attraktiven Cinemascope-Films liegt aber in der Kollision von Strenge und Freundlichkeit, von kolonialer Arroganz und indischer Selbstbehauptung, von akademischer Beweisführung und intuitiver Argumentation. Die sich dabei zögerlich entwickelnde, von allen Darstellern überzeugend vermittelte Freundschaft zwischen Schüler und Mentor, aber auch unter berühmten Akademikern feiert "Die Poesie des Unendlichen" so liebevoll wie Cambridge als Kathedrale des Wissens und der Weisheit, in der Isaac Newton und auch ein indisches Wunderkind Spuren für die Ewigkeit hinterlassen haben. kob.

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Info

  • FSK ab 6 freigegeben

FSK: ab 6

Kinostart: 12.05.2016

USA 2015

Länge: 1 h 49 min

Genre: Drama

Originaltitel: The Man Who Knew Infinity

Regie: Matt Brown

Drehbuch: Matt Brown

Musik: Coby Brown

Produktion: Edward R. Pressman, Joe Thomas, Mark Montgomery, Jim Young

Kostüme: Ann Maskrey

Kamera: Larry Smith

Schnitt: JC Bond

Ausstattung: Luciana Arrighi