Das perfekte Geheimnis - auf KINO&CO

Ein Jahr mit dem Chicagoer Joffrey Ballet: Robert Altmans Ensembledrama ist eine Liebeserklärung an die Welt des Ballets und seine leidenschaftlichen Tänzer.

Kinostart: 20.05.2004

Neve Campbell

Neve Campbell
als Ry

Malcolm McDowell

Malcolm McDowell
als Alberto Antonelli

James Franco

James Franco
als Josh

Barbara Robertson
als Harriet

John Lordan
als Rys Vater

William Dick
als Edouard

Susie Cusack
als Susie

Marilyn Dodds Frank
als Rys Mutter

Mariann Mayberry
als Stiefmutter

Roderick Peeples
als Stiefvater

Yasen Peyankov
als Justins Mentor

Davis Robertson
als Alec

Deborah Dawn
als Deborah

John Gluckman
als John

David Gombert
als Justin

Suzanne L. Prisco
als Suzanne

Domingo Rubio
als Domingo

Emily Patterson
als Noel

Maia Wilkins
als Maia

Sam Franke
als Frankie

Trinity Hamilton
als Trinity

Julianne Kepley
als Julianne

Valerie Robin
als Veronica

Deanne Brown
als Dana

Michael Smith
als Michael

Matthew Roy Prescott
als Colton

Lar Lubowitsch
als Choreograph

Robert Desrosiers
als Choreograph

Charthel Arthur
als Ballettlehrerin

Cameron Basden
als Ballettlehrerin

Mark Goldweber
als Ballettlehrer

Pierre Lockett
als Ballettlehrer

Adam Sklute
als Ballettlehrer

Die Handlung von The Company - Das Ensemble

Als das führende Duo eines renommierten Tanztheaters wegen Verletzungen ausfällt, schlägt die Stunde der ehrgeizigen Jungtänzerin Loretta "Ry" Ryan (Neve Campbell) und ihres Partners Domingo (Domingo Rubio). Unter der unbarmherzigen Ägide des Choreographen Antonelli (Malcolm McDowell) beginnt ein hartes Training, in dem Lorettas Liebesbeziehung zu einem jungen Koch (James Franco) eher störend wirkt.

Kein geringerer als Ensemblefilm-Virtuose Robert Altman ("The Player") dirigierte für Hauptdarstellerin, Produzentin und Ex-Ballettratte Neve Campbell ("Scream 1 - 3") nicht bloß die üblichen Schauspieler, sondern für ein ganzes Jahr auch das komplette, angesehene Joffrey Ballet of Chicago.

Ein Jahr mit den Tänzern des Joffrey Ballets in Chicago - die tägliche Arbeit, der Leistungsdruck, das private Leben der Künstler und natürlich die Aufführungen stehen im Mittelpunkt der Geschichte, die sich um die junge Ry dreht, die alles daran setzt, eines Tages in der ersten Reihe tanzen zu können.

Die junge Tänzerin Ry will es ganz nach oben schaffen, auf die Bretter, die für sie die Welt bedeuten. Doch das Ballettgeschäft ist hart, Blut, Schweiß und Tränen gehören zum täglichen Brot bei diesem Knochenjob. Weil der exzentrische Ensemble-Boss Alberto Antonelli noch dazu scheinbar willkürlich Entscheidungen trifft und der Konkurrenzkampf in den Reihen der Ballerinas unerbittlich tobt, stößt Ry ständig physisch wie psychisch an ihre Grenzen. Einzig die Beziehung zu dem jungen Koch Josh gibt ihr Halt.

Kritik zu The Company - Das Ensemble

Ein Jahr verbrachte Robert Altman mit seiner Hauptdarstellerin und Produzentin Neve Campbell ("Scream 1 - 3") beim Joffrey Ballett in Chicago, um die gesammelten Impressionen zu einem filmischen Essay fernab von "Fame"-Success-Story zusammenzufassen. Eine visuell exquisite Versuchsanordnung, die ausgedehnte Tanzszenen, Blicke hinter die Kulissen und Einblicke in das Privatleben der Tänzer vereint. Als roter Faden durch diese Momentaufnahme einer Welt, die sich einerseits ganz ihrer Kunst ergibt, andererseits gezwungen ist, sich mit der politischen und sozialen Realität zu arrangieren, um weiter existieren zu können, dient natürlich das Ballett selbst, das Altman auch in den Spielszenen mit seinen Schauspielern zu spiegeln versucht.

In seiner mittlerweile sechs Jahrzehnte umfassenden Karriere hat sich der 78-jährige Ausnahmeregisseur immer wieder mit in sich geschlossenen Welten (Militär in "M*A*S*H", Wild-West-Gemeinde in "McCabe & Mrs. Miller", Hochzeitsgesellschaft in "Eine Hochzeit", zuletzt die rigide Trennung zwischen Herrschaften und Bediensteten im Großbritannien der Dreißiger in "Gosford Park") befasst, künstlerische Biotope (Country in "Nashville", Hollywood in "The Player", Modebranche in "Prêt-à-Porter", Jazz in "Kansas City") unter die Lupe genommen oder den kreativen Prozess ("Vincent & Theo") beleuchtet. So unterschiedlich diese Filme formal und inhaltlich sind, haben sie doch stets Altmans ätzenden Biss, sein angeborenes Misstrauen gegenüber Organisationen, Autoritäten und Mythen, sein unablässiges Forschen nach der ungeschminkten Wahrheit hinter der mühevoll aufgebauten Fassade gemeinsam. "The Company" drängt sich diesbezüglich förmlich auf, zeigt aber einen Robert Altman, der hier milder, liebevoller und zärtlicher ist als jemals zuvor in seiner Karriere. Sein Blick ist hier der des faszinierten, beeindruckten Außenseiters, den die Reinheit und Aufrichtigkeit des Schaffens der abgebildeten Künstler offensichtlich nachhaltig beeindruckt.

Dass "The Company" trotz mancher typischer Elemente der Arbeiten Altmans, wie das sorgfältige Aufeinanderschichten verschiedener Soundebenen, das wie zufällig wirkende Herauspicken einzelner Figuren aus Gruppen und der Versuch, jede Konvention nach Möglichkeit zu unterwandern, eher untypisch für den Altmeister ist, mag auch daran liegen, dass die treibende Kraft des Films nicht er, sondern Neve Campbell ist: Die "Scream"-Hauptdarstellerin, die ihre Karriere als Ballett-Tänzerin begann, schrieb das Drehbuch mit Barbara Turner (das Altman allerdings nur als Inspiration diente), als Produzentin stellte sie die Finanzierung auf die Beine und engagierte den Regisseur, und als aufstrebende Tänzerin Ry, die sich mühevoll nach oben arbeitet (in all ihren Szenen tanzt sie selbst), hat sie eine der Hauptrollen, ohne sich allerdings auch nur einmal in den Vordergrund zu spielen. Gleiches gilt für die zweite von einem Schauspieler gespielte Leitfigur: Malcolm MacDowell überrascht als allmächtiger und in seinen Entscheidungen scheinbar willkürlicher Ballett-Direktor, der Politik und Kunst unter einen Hut bringen muss. Mit James Franco ("Spider-Man") ist nur noch ein weiterer professioneller Schauspieler an Bord, der als junger Elitekoch eine zärtliche Affäre mit Ry beginnt. Leitmotivisch von dem Jazzklassiker "My Funny Valentine" begleitet, inszeniert Altman ihre Szenen der Zweisamkeit selbst wie einen Tanz und spart auch hier unnötige Dramatik (und damit Konvention) aus. Alle weiteren Parts wurden von tatsächlichen Mitgliedern des Joffrey Balletts übernommen, was zur atemberaubenden Schönheit der üppigen, auf DV herrlich festgehaltenen Ballettszenen beiträgt und dazu beitragen, dass auch Realität und Fiktion in diesen Schlaglichtern aus einer fremden Welt einen eleganten Pas de Deux hinlegen. ts.

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Info

Plakat des Films: The Company - Das Ensemble

Kinostart: 20.05.2004

Deutschland/USA 2003

Länge: 1 h 52 min

Genre: Drama

Originaltitel: The Company

Regie: Robert Altman

Drehbuch: Barbara Turner

Musik: Van Dyke Parks

Produktion: Christine Vachon, Robert Altman, Neve Campbell, Joshua Astrachan, Pamela Koffler, David Levy

Kostüme: Susan Kaufmann

Kamera: Andrew Dunn

Schnitt: Geraldine Peroni

Ausstattung: Craig Jackson, Gary Baugh

Website: http://www.concorde-film.de