Erster Fall für Til Schweiger und Fahri Yardim als neue Hamburger "Tatort"-Kommissare.

Kinostart: nicht bekannt

Til Schweiger

Til Schweiger
als Nick Tschiller

Fahri Yardim

Fahri Yardim
als Yalcin G

Tim Wilde
als Holger Petretti

Britta Hammelstein
als Ines Kallwey

Luna Schweiger
als Lenny

Nicole Mercedes Müller
als Tereza

Mark Waschke
als Max Brenner

Mavie Hörbiger
als Sandra Bieber

Edita Malovcic
als Hanna Lennerz

Swetlana Ustinowa
als Elina

Stefanie Stappenbeck
als Isabella Schoppenroth

Erdal Yildiz
als Firat Astan

Arthur Abraham

Sahin Eryilmaz
als Ismal Astan

Kasem Hoxha
als Amed

David Scheller
als Orhan

Kritik

Der erste "Tatort" mit Til Schweiger erfindet das deutsche Krimifernsehen nicht neu, sorgt aber als kompetente Actionunterhaltung für frischen Wind.

Es gibt eine Tradition der fest zupackenden "Tatort"-Ermittler, eine Ahnenreihe, die sich geradlinig von Sieghardt Rupps Zollfahnder Kressin über Götz Georges legendären Ruhrpott-Kommissar hinzieht in die Gegenwart zu dem nach Hamburg versetzten ehemaligen LKA-Mann Nick Tschiller, gespielt von Deutschlands zuverlässig größtem Kinostar Til Schweiger. Wenn "Willkommen in Hamburg", sein Einstand auf Deutschlands größter Krimibühne, ein Gradmesser für Kommendes ist, dann bietet er künftig das körperbetonte Gegengewicht zu den eigenwilliger und hintergründiger operierenden Kollegen in Frankfurt (Joachim Krôl) oder Wiesbaden (Ulrich Tukur).

Tschiller, dessen Name sich nur deshalb nach "Schiller" anhört, weil er, wie er selbst zugibt, beim Vorstellen nuschelt. Oft fällt er aber auch einfach mit der Tür ins Haus, wie beim actionreichen Auftakt der von Genrespezialist Christian Alvart modern, kompetent und grimmig realisierten Mission, wenn Tschiller in einer Wohnung eine Gruppe illegal eingeschleuster Mädchen vor drei Zuhältern beschützt, die im Kugelhagel ihr Leben lassen. Fortan steht Tschiller bei Vorgesetzten und Dienstaufsichtsbehörde auf der Shitlist, sein neuer Partner -Fahri Yardim im traditionellen Moritz-Bleibtreu-Part - landet im Krankenhaus, und seine Tochter, um die er sich auch noch kümmern darf, findet ihn doof, weil er nicht einmal ein weiches Ei kochen kann.

"Kokowääh" und "Schutzengel" lassen also grüßen, während Schweiger sich eines gefallenen Mädchens annimmt, das unter Umständen seinen auf die andere Seite gewechselten Ex-Kollegen (Mark Waschke hart und überzeugend) ans Messer liefern kann, wenn sie denn bis zu ihrer Aussage überlebt. Der Bodycount ist hoch, die Action packend, Schweiger mit seinem zunehmend kantigeren Gesicht der Aufgabe jederzeit gewachsen. Und Wotan Wilke Möhring schaut auf einen kurzen Auftritt zum Schwanzvergleich vorbei. Macht Laune. ts.

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Info

Plakat des Films: Tatort: Willkommen in Hamburg

Kinostart: nicht bekannt

Deutschland 2013

Genre: Thriller

Originaltitel: Tatort: Willkommen in Hamburg

Regie: Christian Alvart

Drehbuch: Christoph Darnstädt

Musik: Martin Todsharow

Produktion: Friedrich Wildfeuer

Kostüme: Ingken Benesch

Kamera: Ngo The Chau

Schnitt: Sebastian Bonde

Ausstattung: Thomas Freudenthal