Kinostart: nicht bekannt

Nora Tschirner

Nora Tschirner
als Kriminalhauptkommissarin Kira Dorn

Christian Ulmen

Christian Ulmen
als Kriminalhauptkommissar Lessing

Jürgen Vogel

Jürgen Vogel
als Gotthilf Bigamiluschvatokovtschvili "Gobi

Jeanette Hain
als Mimi Kalkbrenner

Thorsten Merten
als Kommissariatsleiter Kurt Stich

Arndt Schwering-Sohnrey
als Polizist Ludwig Maria Pohl

Ralf Dittrich
als Bruno G

Ute Wieckhorst
als Dr. Seelenbinder

Ernst Stötzner
als Prof. Eisler

Andreas Schröders
als Patient Dr. Streifeneder

Mirjam Heimann
als Paola Koslowski

Thomas Bading
als Arzt Dr. Streifeneder

Antonia Bill
als Luise, Nachbarin

Kritik zu Tatort: Der wüste Gobi

Fünfter Auftritt von Christian Ulmen und Nora Tschirner als Weimarer Ermittlerduo Lessing/Dorn.

Die Weimarer "Tatorte" sind eine Wohltat. Die Autoren Murmel Clausen und Andreas Pflüger nehmen das Krimigenre ernst und leicht zugleich. Ihre Drehbücher strotzen vor originellen, in seltenen Fällen auch mal albernen Einfällen. Christian Ulmen und Nora Tschirner bilden als Lessing/Dorn ein perfekt eingespieltes Team, und was auf die Schauspieler zutrifft, gilt genauso für ihre Figuren. Wenn ihre Theorien wie kilometerweit an der Wahrheit vorbei fabuliert wirken, muss man aufhorchen.

Die Gobi-Geschichte ist im Vergleich zu den vorangegangenen Folgen überschaubar. Ein mehrfacher Frauenmörder georgischer Herkunft und mit unaussprechlichem Namen gesegnet und daher nur "Gobi" genannt, ist aus der Psychiatrie geflohen und hat zuvor noch eine Krankenschwester umgebracht. Lessing und Dorn vermuten ihn bei seiner Geliebten, einer Harfenspielerin des Staatsorchesters. Auf seiner Flucht soll er auch noch die bettlägerige Frau des Psychiatrieleiters erwürgt haben.

Auch wenn es dem eigentlichen Kriminalfall an Vielschichtigkeit fehlen mag, macht "Der wüste Gobi" eine Menge Spaß. Dorn und Lessings Ringen um ein Schäferstündchen, Lessings Gabe, das Unaussprechliche - Gobis Klarnamen - ein ums andere Mal unfallfrei über die Lippen zu bekommen, und selbsgestrickte Damenunterwäsche bilden dieses Mal die Running Gags. Jürgen Vogel spielt den mehrfachen Frauenmörder mit gewaltigem Schlag bei den Frauen mit der ihm eigenen, immer prägnanter werdenden Melancholie. Die größte Schau ist allerdings Ernst Stötzner als Psychiater - ebenfalls mit gewaltigem Schlag. Aber nicht bei den Frauen. Gekrönt wir das Unterfangen durch die Musik von Dürbeck und Dohmen, die in den allerbesten Momenten - und davon gibt es viele - wirkt wie eine Verbeugung vor Peter Thomas. fra.

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Info

Plakat des Films: Tatort: Der wüste Gobi

Kinostart: nicht bekannt

Deutschland 2017

Genre: Thriller

Originaltitel: Tatort: Der wüste Gobi

Regie: Ed Herzog

Drehbuch: Murmel Clausen, Andreas Pflüger

Produktion: Quirin Berg, Max Wiedemann, Nanni Erben

Kamera: Kristian Leschner