Erster Teil der Hamburger "Tatort"-Doppelfolgen "Der große Schmerz" und "Fegefeuer", die aufeinanderfolgend ausgestrahlt werden.

Kinostart: nicht bekannt

Til Schweiger

Til Schweiger
als Nick Tschiller

Fahri Yardim

Fahri Yardim
als Yalcin G

Tim Wilde
als Holger Petretti

Luna Schweiger
als Lenny

Stefanie Stappenbeck
als Isabella Schoppenroth

Britta Hammelstein
als Ines Kallwey

Erdal Yildiz
als Firat Astan

Arnd Klawitter
als Constantin Revenbrook

Edita Malovcic
als Hanna Lennerz

Sascha Reimann
als Aleksej Brotzki

Helene Fischer
als Leyla

Kritik zu Tatort: Der große Schmerz

Der dritte Krimi mit Til Schweiger ist wieder ein sehenswertes Action-Spektakel, aber diesmal auch Drama und Tragödie.

Wer dem NDR Böses wollte, könnte behaupten, die Krimis mit Til Schweiger erzählten immer wieder die gleiche Geschichte: Nick Tschiller will verhindern, dass Hamburg endgültig in die Hände der kurdischen Mafia fällt. Dem Clan-Boss (Erdal Yildiz) ist in diesem Zweikampf jedes Mittel recht. Im dritten Film trifft der Gangster den Polizisten an seinem wundesten Punkt: Seine Leute entführen Tschillers Frau und Tochter (Stefanie Stappenbeck, Luna Schweiger). Natürlich ist die Handlung überschaubar; die Krimis wollen nicht durch raffinierte Geschichten, sondern durch den puren Thrill fesseln. Das gelingt auch diesmal vortrefflich: Alvart ist erneut ein packendes Action-Spektakel gelungen. Anders als in vergleichbaren Hollywood-Produktionen kann der Aufwand natürlich nicht von Mal zu Mal erhöht werden. "Der große Schmerz" ist zwar ebenso wie die Vorgänger sichtbar teurer als andere Fernsehfilme, aber Steigerungen sind im Grunde nur auf emotionaler Ebene möglich; deshalb ist das Werk diesmal nicht nur Drama, sondern auch Tragödie. Den diversen Prügeleien und Ballereien zum Trotz ist Darnstädts Drehbuch durchaus klug konstruiert, selbst wenn der Einstieg nicht originell ist: Tschiller schwebt in Lebensgefahr, und eine Rückblende erzählt, wie es dazu kam. Davon abgesehen haben es Buch und Regie geschickt vermieden, die Action-Szenen zu einsamen Höhepunkten werden zu lassen. Handwerklich ist der Film ohnehin herausragend. Und weil Schweiger seinen Tschiller wie gewohnt als klassischen an Leib und Seele geschundenen Helden verkörpert, der immer wieder aufsteht, ist Helene Fischer die Überraschung des Films. Dank ihres kühlen Charismas entpuppt sich die Sängerin als perfekte Besetzung für die schwarzhaarige Eisprinzessin Leyla, die einen völlig anderen Part in dem Komplott gegen Tschiller spielt als anfangs vermutet. tpg.

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Info

Plakat des Films: Tatort: Der große Schmerz

Kinostart: nicht bekannt

Deutschland 2015

Genre: Thriller

Originaltitel: Tatort: Der große Schmerz

Regie: Christian Alvart

Drehbuch: Christoph Darnstädt

Musik: Martin Todsharow

Produktion: Sigi Kamml, Christian Alvart

Kostüme: Ingken Benesch

Kamera: Jakub Bejnarowicz

Ausstattung: Thomas Freudenthal