Dritter und bester Teil von Sam Raimis Adaptionen des populären Comics.

Kinostart: 01.05.2007

Szenenbild aus Spider-Man 3 mit Tobey MaguireTobey Maguire

Tobey Maguire
als Peter Parker/ Spider-Man

Szenenbild aus Spider-Man 3 mit Kirsten DunstKirsten Dunst

Kirsten Dunst
als Mary Jane Watson

Szenenbild aus Spider-Man 3 mit James FrancoJames Franco

James Franco
als Harry Osborn

Thomas Haden Church
als Flint Marko/ Sandman

Topher Grace
als Eddie Brock/ Venom

Bryce Dallas Howard
als Gwen Stacy

James Cromwell
als Captain George Stacy

Rosemary Harris
als Tante May

J.K. Simmons
als J. Jonathn Jameson

Theresa Russell
als Mrs. Marko

Elizabeth Banks
als Betty Brant

Bill Nunn
als Joseph "Robbie" Robertson

Handlung

Peter Parker (Tobey Maguire) alias Spider-Man genießt den wohlverdienten Ruhm in vollen Zügen und hält um die Hand seiner hübschen Freundin Mary Jane (Kirsten Dunst) an. Als sich sein neuer Anzug plötzlich pechschwarz verfärbt, brechen Spider-Mans negative Seiten hervor: Eitel und rachsüchtig geworden, bandelt er mit der attraktiven Gwen Stacy (Bryce Dallas Howard) an und kehrt seinem Freundeskreis den Rücken. Ausgerechnet jetzt schlagen seine Erzfeinde Sandman (Thomas Haden Church) und Venom (Topher Grace) zu.

Der dritte Film um den agilen Spinnenmenschen eröffnet den Blockbuster-Sommer, bei dem vor allem Sequels den Ton angeben. Cast und Crew der Maßstäbe setzenden Hit-Serie sind wieder mit Elan bei der Weltrettung, was ein komplexes Effekt-Abenteuer ergibt.

Spider-Man muss nicht nur gegen den Ausbrecher Flint Marko bestehen, der sich nach einem Unfall in den "Sandman" verwandelt hat, sondern auch gegen sich selbst, nachdem eine außerirdische Substanz von ihm Besitz ergriffen hat und seine bösen Seiten zum Vorschein bringt. Zu guter Letzt tritt auch noch Peters ehemaliger Freund Harry Osborn in die Fußstapfen seines Vaters und bekämpft ihn als "Green Goblin".

Das Leben von Peter Parker könnte nicht besser sein: Er hat Frieden geschlossen mit der Existenz seines Alter Egos Spider-Man und genießt seine Zeit. Er ahnt allerdings nicht, dass gleich von mehreren Fronten her Unheil aufzieht: Sandman und Venom sind zwei neue Bösewichte, die Spidey das Leben schwer machen. Seine Freundin Mary-Jane fühlt sich mehr und mehr zu seinem Kumpel Harry hingezogen, der nach einer Amnesie in Gestalt des Kobolds den Kampf wieder aufnimmt. Und Peter wird von einer schwarzen Masse aus dem All befallen, die seine schlimmsten Seiten nach Außen kehrt.

Kritik

Besser kann ein Kinosommer nicht beginnen: Das dritte Abenteuer der Saga um Spinnenmann Peter Parker toppt die beiden Vorgänger in allen Belangen spielend.

Obwohl die Produzenten Avi Arad und Laura Ziskin noch 2004 betont hatten, sieben Filme mit ihrem Goldjungen "Spider-Man" drehen zu wollen, wäre jetzt ein guter Zeitpunkt, einen Schlusspunkt zu setzen. Nicht nur, weil man aufhören soll, wenn es am schönsten ist, sondern auch, weil es Sam Raimi auf fast schon geniale Weise gelingt, sämtliche ab dem ersten Teil offenen Handlungsstränge zu einem runden Ende zu bringen. War das Leitmotiv von "Spider-Man" noch Adoleszenz, befasste sich die Fortsetzung zwei Jahre später mit dem schwierigen Coming-of-Age eines Superhelden, so präsentiert das Meisterstück der Trilogie nun einen erwachsenen Peter Parker, der sowohl als gefeierter Hero wie auch als Privatperson zu sich gefunden hat und den damit verbundenen Verantwortungen gerecht werden will. Das ist Ausgangspunkt für ein mitreißendes Drama, denn "Spider-Man 3" ist gewiss auch der ernsteste Teil der Serie. Anders als "Batman Begins" oder "Superman Returns" weiß Raimi jedoch, dass man sich auch dann nicht

zu wichtig nehmen sollte, wenn man den Helden in seine persönlichen Abgründe starren lässt. Die echte Stärke liegt also nicht in den abermals immens verbesserten Spezialeffekten, die wahrlich schwindelerregende Actionsequenzen zulassen, sondern in der traumwandlerisch sicheren Balance aus Schwere und Leichtigkeit: Diese Comicverfilmung macht einfach Spaß und hält gute Lacher bereit, auch wenn sie einem zu Herzen geht. Das ist kein leichtes Unterfangen, wenn man mit dem Sandman und Venom gleich zwei neue Bösewichte in Stellung bringt und die alte Fehde Spideys mit seinem einstmals besten Freund Harry, der ihm als Kobold das Leben schwer macht, gekonnt mitjongliert. Zudem wird die Liebesbeziehung von Peter und seiner Mary Jane auf eine harte Probe gestellt, und schließlich wird Spider-Man auch noch mit dem größten Feind, mit dem er es bislang zu tun hatte, konfrontiert: sich selbst. Ausgelöst wird dieser Kampf von einer schwarzen Substanz aus dem All, die sich Peters bemächtigt und dessen Lust am Bösen weckt.

Viel Stoff für einen Film, fürwahr, was sich seit Tim Burtons "Batman"-Filmen immer wieder als Stolperstein für Comic-Adaptionen erwiesen hat: Durch das andauernde Einführen neuer Figuren muss allzu häufig der dramaturgische Aufbau leiden. Nun würde man lügen, wenn man behaupten würde, dass "Spider-Man 3" mit genau diesem Problem nicht auch zu kämpfen hätte: Gerade im zweiten Akt wirken manche Handlungsentwicklungen wenig motiviert, sie werden lediglich behauptet, um die Charaktere in Stellung zu bringen, anstatt ihre Beweggründe und Emotionen begreiflich zu machen. Und doch mindert das den Spaß an diesem außerordentlich leidenschaftlichen Stück Popcorn-Kino nicht. Zu groß ist die Energie und vor allem das Tempo, mit denen Raimi seinen souveränen Hauptdarsteller Tobey Maguire durch die 140 Minuten des Films rauschen lässt, in denen Kirsten Dunst und James Franco gewohnt verlässliche Mitstreiter sind, J. K. Simmons als "Daily Bugle"-Herausgeber J. J. Johnson für die Lacher sorgt, und Thomas Haden Church als Sandman, Topher Grace als Venom und die wunderbare Bryce Dallas Howard als Grund von Mary Janes Eifersucht begrüßenswerte neue Gesichter sind. Vor allem aber, und das ist das Tolle an diesem Film, ruht sich Raimi nicht auf Erreichtem aus. Er traut sich was, wie zum Beispiel die wunderbare Tanzeinlage vom bösen Peter Parker in einem Jazzklub, um seine Mary Jane vorzuführen. Es sind die kleinen Szenen, die "Spider-Man 3" ganz groß machen. Und die großen Szenen, die sind dann das Tüpfelchen auf dem i. ts.

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Info

Plakat des Films: Spider-Man 3
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 01.05.2007

USA 2007

Länge: 2 h 19 min

Genre: Action

Originaltitel: Spider-Man 3

Regie: Sam Raimi

Drehbuch: Ivan Raimi, Sam Raimi, Alvin Sargent

Musik: Christopher Young

Produktion: Avi Arad, Laura Ziskin, Grant Curtis

Kostüme: James Acheson

Kamera: Bill Pope

Schnitt: Bob Murawski

Ausstattung: J. Michael Riva, Neil Spisak

Website: http://www.spider-man3.de